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REVIEW: "Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere" (4K Ultra HD Blu-ray)

Original: The Hobbit: The Battle of the Five Armies

Anbieter: Warner Bros. Home Entertainment

Laufzeit: ca. 164 min.

Bildformat: 2,39:1

Audiokanäle

  • Dolby Atmos (Englisch)
  • DTS HD MA 7.1 (Deutsch)

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 03.12.2020

Film

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"Der Hobbit - Die Schlacht der fünf Heere" (The Hobbit: The Battle of The Five Armies) ist der Abschluss von Peter Jacksons "Hobbit"-Trilogie, der aus dem putzigen Kinderbuch von J.R.R. Tolkien ein Action-Spektakel für die Fans der "Herr der Ringe"-Filme machte und damit kommerziell genau den Massengeschmack vieler Fans traf.

Smaug der Drache war in den ersten beiden Hobbit-Filmen ein mächtiger Gegner, dem lange Zeit niemand etwas anhaben konnte. Im dritten Teil ist Smaug allerdings aus dem Spiel und dadurch treten die anderen Konflikte wieder deutlicher in den Vordergrund. Thorin Eichenschild und die Zwerge von Erebor erheben ebenso Anspruch auf den Goldschatz im Berg wie die Bewohner von Esgaroth, die unter den letzten Attacken Smaugs ziemliche Verluste erleiden mussten und auch der Elbenkönig Thranduil will einen Teil der Beute bekommen und rückt mit einer eigenen Armee an. Doch als ein Angriff riesiger Orks droht, müssen sich die verfeindeten Parteien zusammenraufen, um nicht gemeinsam unterzugehen ...

Das Hobbit-Finale "Die Schlacht der fünf Heere" trägt diesen Titel nicht umsonst, denn diese große Schlacht macht den Großteil des ganzen Films aus. Am Anfang gibt es noch etwas Abwechslung mit dem Todeskampf von Smaug und dem Konflikt um den Schatz im Berg, der vor allem dem unter der "Drachenkrankheit" leidenden Thorin Eichenschild zuzuschreiben ist, weil er immer mehr in Allmachtsphantasien verfällt und nicht bereit ist, etwas von dem Schatz abzugeben, den sich Smaug einst zusammengeraubt hat. Selbst unter den eigenen Reihen sieht Thorin Verrat, weil der wertvolle Arkenstein im riesigen Goldschatz angeblich nicht auffindbar ist.

Die große Schlacht wird episch in die Länge gezogen und zwischen dem zwischen verschiedenen Schauplätzen und Figuren stattfindenden Gemetzel bleibt auch immer viel Zeit für mit viel Pathos angereicherte Dialoge sowie kleinere Szenen über schändliche Feiglinge und sogar einen Anflug von Romantik. Die große Schlacht zum Ende wirkt dabei oft unfreiwillig komisch, denn die Stunts haben immer weniger mit den Gesetzen der Physik zu tun und spielen stattdessen zunehmend die Möglichkeiten moderner CGI-Animationen aus. 

Mit 144 Minuten Laufzeit war "Die Schlacht der Fünf Heere" in der Kinofassung rund 20 Minuten kürzer als die ersten beiden "Hobbit"-Filme. Und zum Schluss gelang Peter Jackson mit dem Finale der "Hobbit"-Trilogie eine gelungene Verknüpfung zum "Herr der Ringe", die es Mittelerde-Fans ermöglicht, zukünftig alle sechs Peter Jackson-Filme in einem großen Marathon anzusehen.

Trotzdem wirkte die etwas episodenhafte Inszenierung bereits in der Kinofassung immer noch etwas mehr in die Länge gezogen als die Handlung eigentlich hergibt. In der "Extended Edition" bringt es der Film auf eine Laufzeit von 163:57 Minuten und zeigt neben noch etwas mehr Action auch einige komplett neue Szenen. Es verwundert dabei aber nicht, dass der "Extended Cut" insgesamt kürzer als bei "Eine unerwartete Reise" (184:56 min.) und "Smaugs Einöde" (186:38 min.) ausfällt.


Denn noch mehr als die ersten beiden Teile hätte der Film eigentlich eher eine Straffung der Handlung als eine noch weitere Verlängerung verdient gehabt. Wer einen Film-Marathon mit allen drei Hobbit-Filmen in den Langfassungen beabsichtigt, muss dafür insgesamt rund neun Stunden einplanen.

 

Bild 89 %

"Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere" wurde mit digitalen RED Epic-Digitalkameras in 5K-Auflösung und 3D gedreht.

Alle "Hobbit"-Teile wurden mit einer "High Frame Rate" von 48 Bildern pro Sekunde gedreht, mit der die Filme auch in einigen Kinos zu sehen waren. Fürs Heimkino ist dieses vom klassischen 24 Frames-Kinostandard abweichende Format inkompatibel zu den Blu-ray Disc- und Ultra HD Blu-ray-Standards, so dass "Der Hobbit" auch auf Ultra HD Blu-ray mit den üblichen 24 Bildern pro Sekunde präsentiert wird.

Vorerst gibt es die remasterten "Mittelerde"-Versionen nur auf Ultra HD Blu-ray oder auch im Apple iTunes Store. Restaurierte Blu-ray Discs sind erst ab 2021 zu erwarten.

Die Ultra HD Blu-ray unterstützt neben HDR10 auch Dolby Vision. Im Rahmen der Postproduction wurde für das Kino 2014 lediglich ein 2K Digital Intermediate angefertigt. Es liegen keine bestätigten Informationen dazu vor, ob für die "Hobbit" Ultra HD Blu-rays neue 4K Digital Intermediates angefertigt wurden. Die vielen digitalen Effekte wurden zumindest nicht neu in 4K gerendert sondern lediglich hochskaliert. Der visuelle Eindruck lässt aber vermuten, dass bei der Produktion der Ultra HD Blu-rays zumindest für die Realaufnahmen noch einmal auf das höher aufgelöste Ursprungs-Material der RED-Kameras zurückgegriffen wurde.

Peter Jackson restaurierte die komplette "Mittelerde"-Saga mit allen "Herr der Ringe" und "Hobbit"-Filmen mit dem Bestreben, den Filmen trotz der Zeitabstände zwischen der Entstehung einen möglichst ähnlichen visuellen Stil zu geben, damit der Zuschauer den Eindruck erhält, dass es sich um eine zusammenhängende Geschichte handelt. Dazu wurde vor allem das Color Grading verändert und eine neutralere Farbabstimmung vorgenommen.

Das digitale Master ist sehr sauber. Digitales Kamera-Rauschen ist selbst in dunklen Szenen nur ganz selten in leichtem Maße zu erkennen.

Die Ultra HD Blu-ray von "Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere" holt beim HDR-Mastering noch mehr Dynamik aus dem Bild heraus als bei den ersten beiden Teilen. Intensive HDR-Effekte sieht man am laufenden Band. Der Kontrast wirkt dadurch etwas härter aber trotzdem immer noch sehr plastisch. 

Das Color Grading wirkt nach dem Sieg über Smaug in der Eröffnungssequenz weniger neutral als bei den ersten beiden Teilen. Die Farben erscheinen überwiegend etwas kühler abgestimmt und oft auch leicht verwaschen und schmutzig. Durch die mit Software verfremdeten Farben bekommt auch das gesamte Bild einen etwas digitaleren Look. Dahinter ist eine Menge Feinarbeit zu erkennen, die weit über simple Filter-Techniken hinausgeht und eine enorme Bandbreite von verschiedenen Farbtönen präsentiert. Mit diesen Verfremdungen wirken aber auch die echten Film-Aufnahmen etwas künstlich und teilweise erinnert der Stil auch etwas an die Nachcolorierung alter Schwarzweiß-Filme.

Die Ultra HD Blu-ray zeigt ein sehr scharfes Bild und macht mit viel Detail fast jede kleine Pore in den Gesichtern der Darsteller erkennbar. Allerdings kommt im Unterschied zu "Der Hobbit: Smaugs Einöde" auch wieder häufiger ein digitaler Weichzeichner-Effekt zum Einsatz, der einzelnen Bereichen einen trüben Vaseline-Look gibt.

Ton 95 %

"Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere" ist auf Ultra HD Blu-ray mit einem englischen Dolby Atmos-Mix mit Dolby TrueHD-Core ausgestattet. Für die deutsche Synchronfassung steht wie bereits auf Blu-ray Disc ein diskreter DTS HD MA 7.1-Mehrkanal-Mix zur Auswahl.

Wie bereits bei den Vorgängern kann man auch mit dem Finale der Hobbit-Trilogie einen ausgezeichneten Surround-Mix erleben, der alle Register zieht und mit einem Mix aus imposanten Score-Elementen und clever arrangierten Effekten von allen Seiten wirklich Top-Niveau bietet.

Bereits der diskrete 7.1-Mix klingt sehr dreidimensional und atmosphärisch. Die Abmischung bietet eine hohe Dynamik und viel Aktivität des Subwoofers. Die Qualität der deutschen Synchronfassung ist dabei weitgehend auf einem Level mit dem englischen Originalton.

Der Dolby Atmos-Sound zeigt seine Vorteile wieder vor allem in den Action-Szenen. Dabei gibt es immer wieder schöne Effekte von oben zu hören und insbesondere Smaugs Flug über die Köpfe des Zuschauers hinweg bietet ausgezeichnete Demo-Momente.

Special Features

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