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40 Jahre Compact Disc - Die CD als Lossless Audio-Alternative zum Streaming-Abo

Die Compact Disc wurde vor 40 Jahren auf der IFA 1981 in Berlin erstmals einem breiten Publikum vorgestellt. Die CD entstand in Zusammenarbeit zwischen Philips und Sony und wurde neben der digitalen, verlustfreien Wiedergabe auch wegen ihrer Robustheit im Vergleich zur knacksenden Schallplatte angepriesen. Nachdem Philips bereits 1979 erste Prototypen entwickelt hatte, erfolgte die Markteinführung der ersten CD-Player Sony CDP-101 und Philips CD-100 ab 1982.

Bis zum Anfang der 1990er Jahre etablierte sich die CD zum Standard-Musikformat und verdrängte zunehmend die Schallplatte aus den Plattenläden. Ursprünglich war die CD als reines Audio-Produkt nach dem "Red Book"-Standard entstanden. Doch als CD-ROM kam sie später auch im Computer im Einsatz und die wiederbeschreibbare CD-R ermöglichte einfache 1:1-Kopien. Die CD bildete als VCD später auch den Vorläufer für die DVD, Blu-ray Disc und Ultra HD Blu-ray, die mehr Kapazität für die Video-Wiedergabe in hoher Qualität boten.

Zum 40. Geburtstag ist nur noch wenig von der Begeisterung zu spüren, die der CD zum Erfolg verhalf. Streaming-Dienste bieten gerade für Musik-Fans, die viel Musik hören und auch neue Songs entdecken wollen, eine riesige Auswahl, die in keinem Wohnzimmer Platz finden würde und für die Musikindustrie einen Goldesel, der jeden Monat wieder neu gefüttert wird. Unterdessen hat die schon fast totgesagte Langspielplatte in den letzten Jahren ein kleines Revival erlebt und teilweise wird bei den Neuverkäufen sogar bereits mehr Umsatz mit LPs als CDs gemacht.

Komplett abschreiben sollte man die CD aber trotzdem noch nicht. Denn sie bietet auch heute noch Lossless Audio-Qualität, lässt sich zur mobilen Wiedergabe in WAV, MP3, AAC oder FLAC umwandeln sowie auf einem lokalen Musikserver oder auch in der Cloud einsetzen. Wer sich ein vernünftiges Backup-System einrichtet, kann seine Musik praktisch nie verlieren - im Unterschied zu Spotify, Amazon Music Unlimited oder Apple Music, wo der Zugriff auf die Musik nur solange uneingeschränkt möglich ist solange das Abo bezahlt wird.

Selbst wenn die Musikindustrie irgendwann den Verkauf der CD komplett einstellen sollte, gibt es immer noch eine riesige Auswahl gebrauchten CDs, die derzeit zu Spottpreisen erhältlich sind und im Unterschied zur Schallplatte hat sich die Robustheit der CDs vielfach bewährt, die meist selbst mit ein paar Kratzern auch nach 40 Jahren noch ohne große Probleme abgespielt werden können. Und trübe aussehende CD-Hüllen lassen sich mit einem kleinen Tropfen Lack- oder Kunststoffpolitur wieder zu neuem Glanz bringen.

CDs können neben CD-Playern auch mit DVD-Playern oder Blu-ray Disc Playern abgespielt werden. Selbst zahlreiche ältere CD-Player aus den 80er Jahren lassen sich heute noch benutzen und bieten sogar teilweise Funktionen, die bei neueren Modellen fehlen. Bei vielen vermeintlich defekten CD-Playern muss oft einfach nur der Riemen zum Öffnen der Schublade erneuert oder die Laser-Optik mitsamt Laufwerksmechanik vorsichtig gereinigt werden.

Und so könnte die CD irgendwann selbst für passionierte Streamer wieder interessant werden, wenn sie neben Retro-Chic auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit eines Tages wiederentdeckt werden sollte.

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