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HDR10+ wird offizielles Ultra HD Blu-ray-Format

HDR10+ Logo

HDR10+ wird als optionales Format für „High Dynamic Range“-Bilder mit dynamischen Metadaten auf Ultra HD Blu-rays von der Blu-ray Disc Association bestätigt. Im Umfeld der CES ist zu hören, dass die Entscheidung schon im Dezember gefallen sein soll. In Las Vegas demonstriert die Blu-ray Disc Association bereits zusammen mit Scenarist den Einsatz von HDR10+ in der gleichnamigen Authoring-Software, die weltweit für die Produktion vieler Blu-ray Discs und Ultra HD Blu-rays zum Einsatz kommt. „Scenarist UHD“ unterstützt bereits jetzt neben HDR10 auch Dolby Vision.

Während beim HDR10-Standard bislang die HDR-Parameter für einen ganzen Film einheitlich über die gesamte Laufzeit festgelegt wurden, nutzt HDR10+ ebenso wie Dolby Vision ein durch Metadaten unterstütztes dynamisches Tonemapping mit der Möglichkeit, jede einzelne Szene zu optimieren.

Panasonic, 20th Century Fox und Samsung haben bereits vor der Start der CES mit der Lizenzierung von HDR10+ begonnen und die gemeinsame Plattform www.hdr10plus.org eröffnet. Im Unterschied zum kostenpflichtigen Dolby Vision soll es für HDR10+ keine stückzahlabhängigen Lizenzgebühren geben sondern lediglich ein geringer Mitgliedsbeitrag erhoben werden. Die Zertifizierung von Produkten soll durch ein unabhängiges Prüfzentrum erfolgen.

Amazon bietet erste Produktionen mit HDR10+ bereits bei Amazon Prime Video auf Samsung UHD & QLED TVs aus dem Modelljahr 2017 an. Sowohl Fox als auch Warner wollen 2018 erste Filme mit HDR10+ anbieten.

Panasonic hat auf der CES bereits mehrere Ultra HD Blu-ray-Player angekündigt, die HDR10+ unterstützen. Samsung hat auf der CES noch keinen neuen Ultra HD Blu-ray-Player vorgestellt. Der schon im Handel erhältliche Samsung UBD-M9500 soll aber bereits für HDR10+ vorbereitet sein.

Offiziell wird erst die HDMI 2.1-Schnittstelle eine Unterstützung für dynamische Metadaten bieten. Die genauen Spezifikationen wurden allerdings erst im November 2017 verabschiedet, so dass aufgrund des langen Vorlaufs bei der Chipentwicklung 2018 noch keine neuen Fernseher mit HDMI 2.1 erwartet werden. Ungeachtet dessen soll es für die Hersteller aber bereits möglich sein, die Übertragung der Metadaten zu nutzen, selbst wenn noch nicht der volle Funktionsumfang von HDMI 2.1 bei den neuen Geräten zur Verfügung steht.

HDR10 wird weiterhin die Basis für Ultra HD Blu-rays mit HDR sein, um eine Abwärtskompatibilität zu gewährleisten – egal ob zusätzlich HDR10+ oder Dolby Vision zur Verfügung steht. Und die Geräte-Hersteller haben inzwischen auch vielfach eigene Methoden entwickelt, die es ermöglichen, die Bilder szenenweise zu optimieren ohne dass sie auf Hilfsinformationen aus dem Datenstrom angewiesen sind. Dabei kommen auch immer mehr Möglichkeiten zur individuellen Bildanpassung zum Einsatz wie es z.B. Panasonic mit seinem „HDR Optimizer“ demonstriert.

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