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REVIEW: "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" (4K Ultra HD Blu-ray)

Original: Star Wars: The Rise of Skywalker

Anbieter: Walt Disney Home Entertainment

Laufzeit: ca. 142 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • Dolby Atmos Englisch
  • Dolby Digital Plus 7.1 Deutsch

Untertitel: Englisch, Deutsch u.a.

VÖ-Termin: 30.04.2020

Film

"Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" (Star Wars: The Rise of Skywalker) bildet den Abschluss der dritten "Star Wars"-Trilogie. Nachdem Rian Johnson mit "Star Wars: Die letzten Jedi" einige der alten Helden ziemlich demontiert hatte, bekam J.J. Abrams die Aufgabe erteilt, die Scherben einzusammeln und einen Abschluss für die von George Lucas entwickelte Science Fiction-Saga zu finden, die inzwischen über 40 Jahre Filmgeschichte geschrieben hat.

"Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" bietet rasant inszeniertes Action-Kino, das trotz leichter Überlänge von 142:05 Minuten und einzelner etwas überflüssiger Abschnitte nur wenig Atempause bietet. Die Handlung ist sehr simpel gestrickt und bietet eine ganze Reihe Wendungen und Überraschungen, die die Geschichte an einzelnen Stellen in eine andere Richtung bringen. Angesichts des Tempos, mit dem die Helden von einem Ort zum nächsten durch die Galaxie geschickt werden, bleibt nur wenig Zeit, sich den Handlungsverlauf genau einzuprägen.

Der Film dreht sich vor allem um Rey (Daisy Ridley), Finn (John Boyega) und Poe (Oscar Isaac), auf deren alleinige Star-Power aber nicht vertraut wird, sondern neben Chewbacca, C-3PO und Carrie Fisher zum letzten Mal als Leia auch noch viele andere bekannte Figuren aus der "Original Trilogy" von George Lucas einen Auftritt bekommen.

Wie bereits in "Star Wars: Das Erwachen der Macht" betreibt J.J. Abrams auch in "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" viel Fan-Service und sowohl visuell als auch atmosphärisch gibt es laufend Déjà-vu-Momente, die an die George Lucas-Klassiker erinnern. So manchem Zuschauer dürfte das aber auch stellenweise zu weit gehen, wenn die Grenzen zwischen Hommage und Kopie kaum noch zu erkennen sind.

Ebenso merkt man es dem Film an, dass es sich um eine Disney-Produktion handelt, die niemals ernsthafte Gefahr ausstrahlt. Immerhin gelingt es aber für einige kurze Momente so etwas wie Geisterschloss-Atmosphäre zu erzeugen, wenn die Handlung etwas in Relikten einer vergangenen Zeit verweilt. Dagegen wirkt der Humor oft etwas zu aufgesetzt und gerade die Dialoge erscheinen vielfach zu gewollt-witzig ohne wirklich mit guten Pointen zu glänzen. Wesentlich amüsanter sind da schon die teilweise sehr direkten Anspielungen, mit denen Ereignisse aus "Star Wars: Die letzten Jedi" kritisiert und teilweise auch revidiert werden.

Auch wenn man an dem Film viele kleine Punkte kritisieren kann, ist es J.J. Abrams zumindest relativ gut gelungen, einen Dreh zu finden, um aus der Hinterlassenschaft von "Star Wars: Die letzten Jedi" noch etwas Brauchbares zu machen. Nach fast zweieinhalb Stunden kommt "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" zu einem Finale, welches diese dritte "Star Wars"-Trilogie so zum Abschluss bringt, dass die Geschichte der alten Helden wirklich zuende erzählt ist und kein weiterer Film dieser Saga mehr nötig erscheint.

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Insgesamt hat Disney mit dieser "Star Wars"-Trilogie leider viel Potential verschenkt, um dieses gigantische Epos weiterzuentwickeln und es ist auch nicht gelungen, die neue Generation so aus dem Schatten der alten Helden heraustreten zu lassen, dass man sich wirklich eine weitere Trilogie nur mit Rey, Finn und Poe vorstellen kann. So wirken die letzten Momente des Films auch mehr wie ein Abschied als der Beginn von etwas Neuem.

Die größte Stärke des Films liegt vor allem auf der visuellen Ebene, weil "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" wirklich viele optische Highlights bietet, die einen Anreiz bieten, den Film später im Heimkino noch häufiger anzuschauen. Von Laserschwert-Kämpfen in gigantischen Sets bis zu Sternenzerstörer-Paraden bekommt der Star Wars-Fan noch einmal das volle Programm geboten, bevor die Sonnen über Tatooine ein letztes Mal untergehen.

 

Bild 84 %

"Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" wurde mit 35 mm und 65 mm-Filmkameras gedreht und in 4K abgetastet, so dass die native 1080p-Auflösung der Blu-ray Disc von der Ultra HD Blu-ray deutlich übertroffen wird.

Das Master ist sehr sauber und zeigt meist nur ein dezentes Filmkorn. Im Vergleich zur Blu-ray Disc ist bei der Ultra HD Blu-ray aber schon etwas deutlicher zu erkennen, dass es sich hier um kein digitales Master handelt. Stellenweise chromatische Aberrationen der Kamera-Optiken sorgen für einen leichten Retro-Look und auch Lens Flare-Effekte gehören wieder zum J.J. Abrams-Pflichtprogramm.

Der Kontrast ist recht plastisch und wirkt im Vergleich zur Blu-ray Disc auch etwas dynamischer. Das HDR-Mastering ist aber vergleichsweise dezent und nutzt nur selten stark leuchtende Spitzenlichter ein. Vor allem in dunklen Szenen mit punktuellen Lichtquellen wie Laserschwertern erscheint der Kontrast der Ultra HD Blu-ray besser aber auch Himmelsstrukturen werden etwas differenzierter dargestellt.

Die Filterung der Farben reduziert auch bei der Ultra HD Blu-ray etwas die maximale Helligkeit. Dadurch wirkt das Bild in vielen Szenen etwas zu dunkel. Die Farbgebung ist wechselhaft und erinnert stellenweise an die "Original Trilogy" von George Lucas. Das digitale Color Grading sorgt aber auch szenenweise für etwas schmutzige Farben in Teal/Orange-Optik oder einen etwas überdeutlich blauen Neon-Look. Im Vergleich zur Blu-ray Disc wirkt das Color Grading der Ultra HD Blu-ray ein wenig dezenter und zumindest an einzelnen Stellen kommt auch der erweiterte Farbraum der Ultra HD Blu-ray besser zur Geltung.

Die Bildschärfe der Ultra HD Blu-ray übertrifft das Top-Niveau der Blu-ray Disc noch einmal und lässt Feinheiten einen Tick detaillierter wirken. Die Unterschiede sind aber vergleichsweise dezent und nicht zuletzt das Filmkorn limitiert etwas die maximale Schärfe, die mit rauschfreien digitalen Kameras heutzutage realisierbar wäre. Aber das Filmkorn hilft auch dabei, die digitalen Effekte zu kaschieren, die sich auch bei der Ultra HD Blu-ray sehr harmonisch mit den Realaufnahmen zusammenfügen.

Die Ultra HD Blu-ray hat in jeder Disziplin einen Vorsprung gegenüber der Blu-ray Disc und ist für den anspruchsvollen Homecineasten die erste Wahl. Aber im Vergleich zu anderen Ultra HD Blu-rays fallen die Unterschiede doch relativ dezent aus und gerade beim HDR-Mastering wird hier nicht das volle Potenzial ausgenutzt.

 

Ton 90 % (Englisch)
Ton 89 % (Deutsch)

Disney spendiert der Ultra HD Blu-ray einen englischen Dolby Atmos-Mix während die deutsche Tonspur im Dolby Digital Plus 7.1-Format vorliegt. Auf der Blu-ray Disc gibt es auch die Originalfassung nur als klassischen DTS HD MA 7.1-Mix.

Der Surround-Mix nutzt nahezu konstant alle Kanäle für ein sehr räumliches Heimkino-Erlebnis. Vor allem der Music Score von John Williams sorgt dafür, dass selbst in ruhigen Szenen kleine Sound-Effekte zu hören sind und auch die Wiedergabe von dezenten Umgebungsgeräuschen ist gut arrangiert.

Das volle Programm bietet "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" natürlich vor allem in den Action-Szenen, die wieder spektakuläre Effekte von allen Seiten bieten und der Subwoofer geht oft ganz tief in den Keller und sorgt so für schön subtile Basseinlagen. Die Dynamik-Sprünge sind vielleicht nicht ganz so stark wie bei anderen Filmen aber dafür glänzt dieser Surround-Mix auch mit einer sehr guten Hochtonwiedergabe.

Die klanglichen Unterschiede zwischen dem englischen Lossless-Mix und dem deutschen Dolby Digital Plus-Mix fallen recht gering aus. Die englische Originalfassung bietet neben zusätzlichen Dolby Atmos-Deckeneffekten auch eine etwas bessere Feindynamik. Aber auch ohne Dolby Atmos präsentiert der deutsche 7.1 Surround-Mix ein sehr weites räumliches Klangbild mit vielen präzise ortbaren Effekten von allen Seiten.

 

Special Features

Das Vermächtnis der Skywalker
Die Speeder-Jagd auf Pasaana
Dreharbeiten in der Wüste
D-O: Schlüssel zur Vergangenheit
Warwick & Sohn
Die Kreaturen

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