Blu-ray Disc-Reviews

REVIEW: "Hard Powder" (4K Ultra HD Blu-ray)

Original: Cold Pursuit

Anbieter: StudioCanal

Laufzeit: ca. 119 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • Dolby Atmos (Englisch, Deutsch)

Untertitel: Deutsch

VÖ-Termin: 11.07.2019

Bild 86 %

“Hard Powder" wurde mit Arri Alexa-Kameras in 3.4K-Auflösung gedreht. In der Postproduction wurde ein Digital Intermediate mit 4K-Auflösung verwendet, so dass die Ultra HD Blu-ray zwar keine native Ultra HD-Auflösung zeigt aber trotzdem im Vergleich zur Blu-ray Disc mehr Auflösung nutzt.

Das Master ist sehr sauber und zeigt selbst in den vielen dunklen Szenen kaum digitales Kamera-Rauschen. Der Kontrast wirkt sehr plastisch und bietet dank HDR an einzelnen Stellen eine exzellente Dynamik. Die trickreiche Ausleuchtung sorgt in vielen Szenen für ein ausbalanciertes Bild mit dunklen und hellen Elementen. Gerade beim Einsatz von Leucht-Spots wie z.B. in der Disco-Szene (Kapitel 3) werden Spitzenlichter effektvoll eingesetzt. Aber insgesamt ist das HDR-Mastering im Vergleich zur bereits sehr guten Blu-ray Disc nicht in jeder Szene wirklich deutlich dynamischer. Die Unterschiede fallen vor allem Szenen mit starkem Aussenlicht oder künstlichen Lichtquellen auf.

Die Durchzeichnung dunkler Bildbereiche ist nicht immer optimal. Vereinzelt erscheint ebenso wie bei der Blu-ray Disc auch bei der Ultra HD Blu-ray der Schwarzwert minimal überhöht. Dafür gelingt die Tonwertkorrektur der Aussenaufnahmen der Schneelandschaften meist so gut, dass sich vielfältige Lichtschatterungen ohne Überstrahlungen zeigen.

Das Color Grading ist sehr wechselhaft. Während viele Filme sehr durchgängig einen ziemlich einheitlichen Look bieten, wechseln sich bei "Hard Powder" Momente mit einer leicht schmutzigen Teal-Orange-Optik und sehr bunten Szenen mit satten Neon-Farben immer wieder ab. Vom erweiterten Rec.2020-Farbraum profitieren vor allem diese weniger stark gegradeten Momente des Films.

Die Bildschärfe ist auf sehr hohem Niveau. Sowohl die Kanten- als auch Detailschärfe sind sehr gut und übertreffen das bereits sehr gute Bild der Blu-ray Disc bei der Darstellung von feinen Einzelheiten, die noch einen Tick realiistischer wirken.

Die für Alexa-Kameras typische minimale Körnigkeit gauckelt dem Auge auch stellenweise etwas mehr Feinheiten vor als tatsächlich im Bild zu sehen sind und reduziert dadurch den glatten Digital-Look etwas.

 

Ton 86 %

StudioCanal präsentiert die englische Originalversion und die deutsche Synchronfassung als Dolby Atmos-Mix auf Blu-ray Disc und Ultra HD Blu-ray.

"Hard Powder" bietet zwar viel harte Action, setzt diese aber zunächst nur szenenweise in einer Rahmenhandlung mit etwas spröder Dramatik ein. Entsprechend ist auch der Surround-Mix über weite Strecken sehr minimalistisch inszeniert. Music Score-Elemente kommen nur vereinzelt zum Einsatz und statt donnerndem Michael Bay-Sound erfolgt die Verabschiedung der Beteiligten ins Jenseits oft nur mit einem plötzlichen Knall und einem Hinweis in Form einer Texteinblendung vor schwarzem Hintergrund. Aber wenigstens ein kleiner Teil des Films kann trotzdem mit räumlichen Sound-Effekten und atmosphärischen Umgebungsgeräuschen glänzen, die zumindest mit leicht übehöhter Lautstärke für einen ordentlichen Surround-Sound sorgen und in einzelnen Momenten auch die Dolby Atmos-Deckenkanäle auffällig einsetzen. Und gerade beim effektvolleren Showdown des Films hinterlässt auch die Klangqualität einen ordentlichen Eindruck.

 

Special Features

  • Featurette "Willkommen in Kehoe"
  • Interviews mit Liam Neeson und Hans Petter Moland
  • Geschnittene Szenen
  • Trailer
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