News

Ultra HD-Strategie der ARD bleibt weiter unklar

Die ARD lässt weiterhin offen, ab wann TV-Zuschauer das Öffentlicht-Rechtliche TV-Programm auch in Ultra HD erleben können. Während ARTE schon ein eigenes Ultra HD-Programm plant und das ZDF in den letzten Jahren bereits eine ganze Reihe von Ultra HD-Produktionen über die Mediathek und Satellit angeboten sowie regelmäßig Serien wie "Der Bergdoktor" oder "Die Bergretter" und einzelne Dokumentationen in Ultra HD produziert, hat die ARD bis auf einzelne Events wie z.B. eine HR-Dokumentation in Ultra HD und HDR in diesem Bereich bislang nur wenig Engagement öffentlich demonstriert.

Nach Auskunft von Dennis Grams, Bereichsleiter Kommunikation und Marketing bei ARD Digital, soll sich zumindest die Produktions- und Technikkommission der ARD in den vergangenen Monaten bereits intensiv mit dem Thema UHD auseinandergesetzt haben.

Es wurden aber bislang noch keine konkreten Pläne der ARD für ein eigenes Ultra HD-Angebot bekannt gegeben. Ein eigener Ultra HD-Sender via Satellit erscheint auch trotz SD-Abschaltung zumindest bis 2024 eher unwahrscheinlich. Denn dazu hätte die ARD ähnlich wie ARTE entsprechende Finanzmittel bei der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) anmelden müssen. Stattdessen muss die ARD aber aufgrund des Wegfalls der Transponder-Kosten für die SD-Ausstrahlung via Satellit von 2021 bis 2024 mit 37.4 Millionen EUR weniger für die Programmverbreitung auskommen.

Die KEF hatte ARD und ZDF die Kosten für eine Fortführung der parallelen SD-Ausstrahlung via Satellit über 2020 hinaus verweigert weswegen die SD-Abschaltung jetzt bis Jahresende erfolgen muss. Die ARD soll laut KEF ursprünglich versucht haben, den Simulcast in SD und HD zumindest noch bis 2022 zu verlängern, was aber von der KEF abgelehnt wurde.

Man findet in dem 22. KEF-Bericht aber zumindest einen Hinweis darauf, dass die Öffentlich-Rechtlichen Sender ihre Mediatheken für Ultra HD-Inhalte vorbereiten. Denn die um fast 60 Millionen EUR stark erhöhten Kosten für die Verbreitung der Programme über IP-Netze in den nächsten Jahren werden u.a. mit einer "Steigerung der angebotenen Bildqualität (UHD)" begründet. Bislang hat die ARD aber auch für ihre Mediatheken noch keine konkreten Ultra HD-Inhalte angekündigt.

Anzeige

Für Einkäufe bei Amazon.de, Media Markt, SATURN, Disney+, Sky und im Apple iTunes Store erhalten wir Werbeprovisionen über Affilliate-Links auf unserer Seite.

|

Weitere News
  ZURÜCK