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REVIEW: "James Bond 007 - Spectre" (4K Ultra HD Blu-ray)

Original: James Bond 007 - Spectre

Anbieter: 20th Fox Home Entertainment

Laufzeit: ca. 148 min.

Bildformat: 2,39:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 7.1 Englisch
  • DTS 5.1 Deutsch

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 24.10.2019

Der Film ist als Teil der "Daniel Craig Collection" auf Ultra HD Blu-ray erhältlich. Das Box-Set enthält die vier 007-Filme "Casino Royale", "Ein Quantum Trost", "Skyfall" und "Spectre" auf Ultra HD Blu-ray.

Film

Durch eine Reorganisation der britischen Geheimdienste unter eine privatwirtschaftlich organisierte Aufsicht droht der Doppel-Null-Einheit das Aus. Der neue Boss C (Andrew Scott) ist davon überzeugt, dank elektronischer Vollüberwachung auf echte Agenten für die Schmutzarbeit verzichten zu können und schon in Kürze soll ein System online gehen, in dem die Daten der großen Geheimdienste der Welt miteinander geteilt werden. "M" (Ralph Fiennes) setzt James Bond (Daniel Craig) vorerst aufs Abstellgleis, nachdem bei einem unautorisierten Einsatz in Mexico City ein halber Häuserblock in Schutt und Asche gelegt wurde. Ein geheimnisvoller Ring bringt Bond auf die Spur der internationalen Verbrecher-Organisation "Spectre", deren Anführer (Christoph Waltz) nicht nur hinter vielen Anschlägen der letzten Jahre stehen soll sondern auch schon in der Jugendzeit die Bekanntschaft mit James gemacht haben will und mehr über dessen Vergangenheit zu wissen scheint als er selbst ...

Der vierte James Bond-Film mit Daniel Craig folgt der Tradition des Vorgängers "Spectre". Daniel Craig bietet wieder eine charismafreie Darstellung mit ewiggleichem Gesichtsausdruck und der ganze Film wird in einer ausgewaschenen Optik mit reduzierter Farbpalette präsentiert, die selbst die wenigen Szenen mit etwas Glamour düster und farblos wirken lässt.

Doch das Hauptproblem ist nicht, ob man Daniel Craig als James Bond mag, sondern die Story, an der gleich viele verschiedene Drehbuchautoren beteiligt waren und die ziemlich langatmige Inszenierung. Die Eröffnungssequenz ist trotz des Action-Abschlusses bereits kennzeichnend für den gesamten Film, der bei einer Laufzeit von 148 Minuten Szenen oft in die Länge zieht, ohne diese langen Momente mit relevantem Inhalt zu füllen.

Die Story gräbt wieder einmal einige Geheimnisse aus Bonds Vergangenheit aus und greift nicht nur einige Elemente aus den früheren Craig-Filmen wieder auf sondern geht zum Teil noch viel tiefer in die Historie zurück. Es gibt aber auch wieder ein paar klassische Momente wie z.B. eine längere Verfolgungsjagd mit dem neuen Aston Martin.

Doch so interessant diese ganzen kleinen Anekdoten als Bausteine für einen Bond-Film sein mögen, ergeben sie im Zusammenspiel keine Handlung aus einem Guss sondern wirken wie eine notdürftig miteinander in Verbindung gebrachte Konstruktion ziemlich unterschiedlicher Einzelepisoden.

Selbst Christoph Waltz wirkt als Oberschurke weitaus weniger bedrohlich und listig als man es nach "Inglourius Basterds" und "Django Unchained" gewohnt ist. Lediglich David Bautista als der Mann fürs Grobe stellt für James Bond zumindest zeitweise eine ernsthafte Gefahr dar.

 

Bild 80 %

"Spectre" wurde 2015 mit digitalen Arrix Alexa und RED Epic Dragon-Kameras mit 3.4k und 6.5k-Auflösung sowie zum Teil mit 35 mm-Film gedreht und ein 4K Digital Intermediate produziert, so dass die Ultra HD Blu-ray in vielen Szenen wirklich native Ultra HD-Auflösung zeigt. Die Ultra HD Blu-ray unterstützt neben dem obligatorischen HDR10 auch Dolby Vision mit dynamischen Metadaten.

Das Master ist nicht ganz frei von Bildrauschen. An der Optik wurde im Rahmen der Postproduction viel herumgedreht und das Ergebnis ist ziemlich gewöhnungsbedürftig.

Das Bild wirkt meist ziemlich dunkel, kontrastarm und flach. Hinzu kommt die starke Filterung der Farben. Diese wirken meist recht ausgewaschen-schmutzig und auf wenige orange oder blau-grünliche Farbtöne reduziert. Das HDR-Mastering ist weitgehend unauffällig und auch der erweiterte Rec.2020-Farbraum wird aufgrund der starken Filterung kaum erkennbar.

Die Bildschärfe ist etwas wechselhaft und bewegt sich auf gutem bis teilweise sehr gutem Niveau. Trotz 4K Digital Intermediate erlaubt das Bild aufgrund des eigenwilligen Kontrasts und dem stellenweise deutlichen Bildrauschen aber nur selten einen sehr detaillierten Blick auf das Geschehen.

 

 

Ton (Englisch) 86 %
Ton (Deutsch) 85 %

"Spectre" wird im Originalton auf Ultra HD Blu-ray mit einem DTS HD MA 7.1-Mix präsentiert. Für den deutschen Ton kommt nur DTS 5.1 zum Einsatz. 

Beim Sound überzeugt die Ultra HD Blu-ray weitaus mehr als beim Bild. Auch wenn es viele recht stille Momente gibt, so kommt doch zumindest in den dramatischen Momenten und den Action-Szenen ein sehr weiträumiger Sound-Mix zum Einsatz, der mit satten Bässen und guten Effekten überzeugen kann. Im Hochtonbereich kann "Spectre" nicht so richtig glänzen, aber trotzdem macht der Surround-Mix mit seinem atmosphärischen Sound eine Menge Eindruck. Die deutsche Synchronfassung ist klanglich nicht ganz auf dem Niveau der Originalfassung, bietet aber dennoch einen ähnlich imposanten Surround-Sound.

 

Special Features

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