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REVIEW: „Ghostbusters“ (Blu-ray 3D)

Ghostbusters Blu-ray 3D

Original: Ghostbusters

Anbieter: Sony Pictures Home Entertainment

Laufzeit: 117 min. (Extended Cut in 2D: 139:19 min.)

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 5.1 Englisch
  • DTS HD MA 5.1 Deutsch

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 05.12.2016

Film

Nach mehreren Geistersichtungen in New York schließen sich vier Frauen zu den „Ghostbusters“ zusammen und nehmen den Kampf gegen die schleimigen Geister auf. Doch nachdem ein Mann durch einen Stromschlag ums Leben kommt, wird der Ruf der „Ghostbusters“ angeknackst. Das Unwesen der Geister gerät immer mehr ausser Kontrolle und nur die „Ghostbusters“ haben eine Chance die große Gefahr für die Stadt zu beseitigen ….

Ivan Reitmans “Ghostbusters” aus dem Jahr 1984 war eine Komödie, die vor allem von ihren Darstellern lebte, die auf ihre schräge Art und Weise den ganzen Humbug mit einem zwinkernden Auge betrachten liessen.

Paul Feigs “Ghostbusters” wirkt hingegen wie eine auf zwei Stunden ausgedehnte TV-Sitcom, bei der zu den flachen Witzen nur die Lacher vom Band fehlen. In zwei Stunden gibt es keinen einzigen richtigen Gag und auch die Darsteller wirken so, als ob sie davon überzeugt wären, besonders witzig zu wirken, indem sie betont humorfrei auftreten. Selbst die Ur-Ghostbuster wirken in ihren kurzen Gastauftritten ziemlich gelangweilt. Regisseur Paul Feig gelingt es in den überwiegend sehr statischen Aufnahmen überhaupt nicht, etwas Drama und Atmosphäre zu erzeugen. Das Problem von “Ghostbusters” ist nicht, dass der Film nicht die bekannten Gesichter zurückbringt oder die neuen Ghostbusters alle Frauen sind, sondern dass man für den Film keine wirklich guten Ideen eingebracht hat. In einer kurzen Episode von “South Park” oder “Family Guy” geht es wesentlich witziger zu als in diesem gesamten Film, der obendrein als “Extended Cut” (nur in 2D) unnötig noch mehr in die Länge gezogen wird.

 

Bild 95 %

“Ghostbusters” wurde mit Arri Alexa-Kameras gedreht und zeigt ein sehr kontrastreiches und plastischer Bild mit viel sattem Schwarz. Das Master ist sehr sauber und bietet trotz digitaler Kameras einen sehr filmähnlichen Look. Der in SDR maximal nutzbare Helligkeitsbereich wird optimal eingesetzt, so dass sich trotz der Begrenzung ein sehr dynamisches Bild zeigt. In dunklen Filmszenen bietet die Blu-ray Disc eine gute Feinzeichnung. Nur in hellen Bildbereichen gibt es ab und zu dezente Überstrahlungen. Bei der digitalen Postproduktion wurden nur dezente Farbfilter eingesetzt. Daher bietet der Film eine enorme Bandbreite vieler bunter Farben in satten Tönen mit leichtem Neon-Look. Die Bildschärfe ist durchgängig auf Top-Niveau und beinahe jede einzelne Kameraeinstellung zeigt sehr viel Detail. Die Geister nehmen auch das Bildformat etwas auseinander: Während “Ghostbusters” im 2,35:1-Format gedreht wurde, springen einzelne Effekte auch schon einmal aus dem Bild heraus und erscheinen auch im Bereich der “schwarzen Balken”.

 

3D 87 %

“Ghostbusters” wurde nachträglich in 3D konvertiert. Das klappt inzwischen bei den meisten Filmen ziemlich gut und gerade die vielen Effekte, die über den sichtbaren Bildbereich hinaus gehen, zeigen, dass hier einige clevere Ideen zum Einsatz kamen. Es wird eine Menge 3D eingesetzt, aber die Tiefenwirkung halt sich dabei anfangs in Grenzen. Die verschiedenen Ebenen grenzen sich nur wenig voneinander ab und wirken dabei auch sehr flach. In der zweiten Hälfte werden die 3D-Effekte aber deutlich besser. Wenn die Ghostbusters auf den Straßen New Yorks ihr Unwesen treiben, bietet sich viel Gelegenheit für große Szenen, die das ganze Bild ausfüllen und hin und wieder gibt es dabei auch Ansätze von Popout-Effekten zu sehen.

 

Ton 84 %

Der DTS HD MA-Mehrkanalmix bietet in den Action-Szenen eine Menge Sound-Effekte und auch Musik von allen Seiten. Eigentlich ist der Sound wirklich ganz ordentlich. Aber es fehlt etwas der richtige Zunder und die richtig große Show mit brillanten Effekten, die man von großen Filmen dieser Art normalerweise erwartet. Die Dynamik ist zwar ganz passabel, bietet aber durchaus noch Spielraum nach oben.

 

Special Features

  • Zwei Kommentare der Filmemacher
  • Über 15 Minuten Outtakes
  • 30 Minuten alternative Szenen
  • 4 entfallene Szenen
  • Zeit für Schleim – Hinter den Kulissen-Featurette
  • Mehr alternative Klappen
  • Übernatürliche Featurettes
  • Fotogalerie


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