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REVIEW: „Doctor Strange“ (Blu-ray 3D)

Original: Doctor Strange

Anbieter: Walt Disney Home Entertainment

Laufzeit: ca. 115 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 7.1 Englisch
  • DTS HD HR 5.1 Deutsch

Untertitel: Englisch, Deutsch u.a.

VÖ-Termin: 09.03.2017

Film

Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) ist ein erfolgreicher Neurochirurg und seine ruhigen Hände ermöglichen ihm Operationen mit einer Präzision, die sonst kaum jemand erreicht. Sein großes Ego ist aber ebenso unübertroffen und er mag es gar nicht, wenn ihn jemand ohne Doktor-Titel anredet. Doch nach einem Verkehrsunfall droht sich die erfolgreiche Karriere von Strange ins Nichts aufzulösen: Denn seine Hände können nach mehrfachen Brüchen zwar gerettet werden, er ist aber nicht mehr in der Lage, diese so zu beherrschen, wie es sein Beruf erfordert. Nachdem die klassische Medizin ihm nicht mehr helfen kann, macht sich Stephen Strange auf in das nepalesische Katmandu zu einem geheimnisvollen Orden, der ihm von einem Mann empfohlen wurde, der dort von einer Querschnittslähmung wieder geheilt werden konnte. Strange ist zunächst skeptisch und seine Arroganz sorgt auch dafür, dass der Orden ihn zunächst nicht unterstützen will. Doch dann bekommt Strange die Möglichkeit, nicht nur seinen Körper und Geist zu entdecken, sondern ihm eröffnet sich auch eine Welt neuer Dimensionen, in der selbst die Zeit mit magischen Kräften beeinflusst werden kann …

Mit „Doctor Strange“ präsentiert Marvel nach den „Guardians of the Galaxy“ und „Deadpool“ eine weitere neue Figur in seinem „Marvel Cinematic Universe“, die nicht so ganz dem typischen Superhelden-Muster entspricht. Der Film beginnt zunächst wie ein Drama und nimmt sich auch eine Menge Zeit, bis „Doctor Strange“ langsam lernt, seine neuen Kräfte zu beherrschen. Dabei gibt sich der ganze Film auch weitaus mystischer als die meisten Abenteuer der Marvel-Helden. Nicht zuletzt dringt „Doctor Strange“ auf der visuellen Ebene im wahrsten Sinne des Wortes in neue Dimensionen vor und präsentiert dem Zuschauer spektakuläre Bilder, die noch weit über das hinaus gehen, was Christopher Nolan in „Inception“ auf die Leinwand brachte. 

Durch den Focus auf alte Traditionen und eine Besetzung mit Darstellern wie Benedict Cumberbatch, Tilda Swinton, Rachel McAdams, Chiwetel Ejiofor und Mads Mikkelsen wirkt „Doctor Strange“ auch weitaus ernsthafter als die meisten Popcorn-Comic-Filme und weil „Doctor Strange“ die ganze Geschichte auch nicht in die Länge zieht sondern mit 115 Minuten Laufzeit sogar unter der zwei Stunden-Marke bleibt, bietet der Film gerade das richtige Tempo, um eine abgerundete Geschichte zu erzählen. Leider folgt „Doctor Strange“ in der zweiten Hälfte aber doch zu oft dem typischen Muster der actionlastigen Superhelden-Fights, die trotz der spektakulären Effekte auf Dauer doch etwas eintönig wirken. Trotzdem ist „Doctor Strange“ der bislang brillanteste Marvel-Film, der mit seinen Ideen weit über das hinaus geht, was man sonst bei den typischen Superhelden-Geschichten geboten bekommt. Wieviel davon auch in zukünftigen Fortsetzungen und Auftritten des Doctors in anderen Marvel-Filmen noch zu sehen sein wird, bleibt abzuwarten.

 

Bild 82 %

“Doctor Strange” wurde mit digitalen Kameras gedreht, zum Teil sogar mit 6,5k-Auflösung.

Das Master ist sehr sauber und bietet einen gerade noch guten Kontrast. Die trotzdem etwas dunkle Optik lässt das Bild aber nicht übermäßig plastisch wirken und trotz einer noch passablen Feinzeichnung in dunklen Bildbereichen sieht man nicht immer alle Details. Etwas Abhilfe verschafft das Betrachten im Dynamik-Modus des Fernsehers.

Die Farben wirken etwas schmutzig, erscheinen trotz verschiedener Filter aber noch recht neutral. Generell ist die Farbsättigung nicht übermäßig hoch. Umso überraschender erscheint dazu der leuchtende Neon-Look einiger Spezialeffekte. Die Bildschärfe ist durchgängig auf sehr hohem Niveau. Nur die digitalen Effektsequenzen wirken stellenweise etwas weichgezeichnet.

 

3D 95 %

“Doctor Strange” zeigt ein sehr plastischer 3D-Bild mit enormer Tiefenwirkung. Dabei wirkt die 3D-Optik sehr spektakulär aber zugleich auch realistisch. Besonders beeindruckend sind die 3D-Sequenzen während des Showdowns und es gibt sogar vereinzelte Popout-Effekte (z.B. 29:19 min.). Die dunkle Optik des Films lässt “Doctor Strange” aber in 3D noch finsterer wirken und einige Filmsequenzen sind nur recht schwer zu erkennen.

 

Ton 86 % (Englisch)

Ton 84 % (Deutsch)

„Doctor Strange“ ist ziemlich dialoglastig und über weite Strecken ist bis auf die Stimmen aus dem Center selbst die Musik nur ziemlich leise aus den Surround-Kanälen zu hören. In den Action-Szenen dreht der Soundtrack aber richtig groß auf und bietet einen sehr bombastischen Surround-Sound mit Effekten von allen Seiten. Obwohl es die deutsche Synchronfassung immerhin im DTS HD HR 5.1-Format gibt, kann dieser mit der Dynamik des englischen Originaltons aber nicht mithalten und klingt im Direktvergleich auch etwas leiser.

 

Special Features

• Featurettes
• Marvel Studios Phase 3
• Team Thor: Teil 2
• Zusätzliche und erweiterte Szenen
• Gags vom Dreh
• Audiokommentar


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