XXL-TEST: Denon Stereo-Vollverstärker PMA-900HNE - akustisch extrem starker Neuzugang der Denon Home & Heos-World

Ein besonders heißes Eisen hat Denon seit der High End 2022 mit dem PMA-900HNE im Feuer. Der bald im Handel erhältliche Stereo-Vollverstärker ist mit einem Heos-Streaming-Modul für den Einsatz in Denon Home/Heos-Multiroom-Netzwerken ausgestattet und punktet mit flexiblen Streaming-Eigenschaften. Das wahlweise in schwarzer oder silberfarbener Variante lieferbare Modell kommt auf einen äußerst fair anmutenden Kaufpreis von 999 EUR.

 Verarbeitung, Technik und Features

Der PMA-900HNE kommt an 8 Ohm (20 Hz bis 20 kHz, 0,07 Prozent Klirrfaktor) auf 50 Watt pro Kanal, an 4 Ohm (1 kHz, 0,7 Prozent Klirrfaktor) sind es 85 Watt. Denon setzt beim Schaltkreis für die Endstufen auf einen Advanced HC Single-Push-Pull-Schaltkreis, und die Power Amp-Ausgangsstufen arbeiten nach dem Single Push-Pull-Prinzip mit Darlington Transistor. 

Großer Lautstärke-Drehregler

Mustergültig solider Eingangswahlregler in Anbetracht der moderaten Preisklasse

Getrennte Regler für Höhen, Mitten, Bässe (allesamt elektronisch), Speaker A/B, Source Direct-Schaltung, Phono MM und MC umschaltbar

Der Denon bringt eine Höhen-, Mitten- und Bassregelung sowie eine Balance-Regelung und einen Source Direct-Modus mit. Alle Regler arbeiten elektronisch und enorm präzise.

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Top-Aufbau für einen 1.000 EUR-Vollverstärker

Mustergültig: Komplett in einem eigenen Gehäuse arbeitende Digitalsektion

Elektrolyt-Kondensatoren im Detail

Solider, effizienter Aluminium-Kühlkörper

Transformator

Netzteilsektion

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Der PMA-900HNE überzeugt zudem mit einem für diese Preisklasse außergewöhnlich hochwertigen inneren Aufbau. Highlight ist hier klar die komplett geschirmte digitale Sektion - sie arbeitet in einem eigenen Gehäuse, kann daher von außen nicht beeinflusst werden und ebenfalls keine anderen Schaltkreise beeinflussen. 

Display

Auch die Verarbeitung außen sorgt für volle Zufriedenheit. Die Regler sind sauber geführt, der große, exzellent in der Hand liegende Lautstärke-Drehregler eiert lediglich ein wenig. Das kleine Display löst auszeichnet auf, und unter dem Vollverstärker finden sich solide Standfüße. Die Rückseite weist ebenfalls ein makelloses Finish auf. 

Fernbedienung

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Suboptimal ist lediglich die einfach wirkende, mitgelieferte Systemfernbedienung. Sie erlaubt zwar eine komfortable Bedienung des PMA-900HNE aus der Distanz, wirkt aber wenig hochwertig und passt somit nicht besonders gut zum Anspruch des Gesamtgerätes. Allerdings verstehen wir, dass es sich Denon in Anbetracht der weit überdurchschnittlichen qualitativen Güte des Hauptgerätes nicht leisten kann, auch noch eine in der Produktion teure Fernbedienung beizulegen. 

Anschlüsse

Optische Digitaleingänge, koaxialer Digitaleingang, USB-A, RJ45

Weitere Anschlüsse

Zunächst beinhaltet die kabellose Anschlüssbestückung ein Dualband-WLAN-Modul (2,4/5 GHz) sowie Bluetooth (laut Website ohne aptX), Weiterhin sind an kabelgebundenen Anschlüssen vorhanden: Drei optische Digitaleingänge, ein koaxialer Digitaleingang und einmal USB-A. Auch ein Ethernet RJ45 Anschluss ist auf der Rückseite untergebracht. Ein USB-B-Slot zur Verwendung des PMA-900HNE als externe Soundkarte per Direktverbindung zu PC/Notebook fehlt ebenso wie ein HDMI-Terminals für den Kontakt zum TV-Gerät.

Lautsprecherkabel-Schraubanschlüsse

Ein Phono-Eingang, der erfreulicherweise sowohl für MM- als auch für MC-Systeme geeignet ist, gehört ebenso zu Sortiment wie ein Subwoofer Pre-Out. Analog-Cinch-Eingänge gibt es für CD, Line und Recorder. Zudem einen Cinch-Stereo-Ausgang (Recorder) sowie Power Amp In. Für den Anschluss der Lautsprecher finden sich solide Schraubanschlüsse, für zwei Lautsprecherpaare (A+B). 

Installation als Apple AirPlay 2 Lautsprecher mittels der Heos-App

Wir haben den PMA-900HNE als Apple Air-Play 2-Lautsprecher mittels der Denon Heos App im Netzwerk installiert. Hier unsere Screenshots zum Installationsprozess:

Heos-App, seit 2021 im frischen Layout

Der PMA-900HNE muss mit dem Stromnetz verbunden sein

Von welcher Sound United Brand stammt das zu installierende Device? Wir wählen "Denon"

Hier nun die Auswahl bei Denon. Bei "HiFi- oder Mini-System" checken wir ein

Wir wählen den Denon PMA-900HNE an

Nochmals die Erinnerung, dass der PMA-900HNE eingeschaltet sein muss

Warten, bis im Display des Denon Vollverstärkers dieses Symbol sichtbar wird

Unser Denon PMA-900HNE wurde gefunden

Informationen zum Netzwerk werden gesammelt

Die AirPlay 2 Konfiguration auf dem iPhone

Verbindung mit dem richtigen Netzwerk

Verbindungsvorgang zum Netzwerk abgeschlossen

Namen/Hörzone bestimmen

Nun ist der PMA-900HNE betriebsfertig

Die erste Installation über AirPlay 2 ist relativ einfach, sodass man nach wenigen Minuten den Streaming-Vollverstärker in Betrieb nehmen kann. Mit der Heos-App steht ein großer Funktionsumfang zur Verfügung, auch der Zugriff auf weitere potentielle Devices aus dem Denon Home-Universum ist einfach möglich.

Zahlreiche Online-Musik-Streaming-Services stehen bereit

Weitere Quellen über Heos

Neben dem Zugriff auf zahlreiche onlinebasierte Streamingdienste wie Spotify Connect (direkter Zugriff auf den PMA-900HNE aus der Spotify-App), Tidal, Amazon Music oder Soundcloud ist es ebenfalls möglich, Musikdateien von USB oder von NAS-Systemen/PCs/Notebooks/Home Servern wiederzugeben, die sich im identischen Netzwerk befinden. Die Formate, die entgegengenommen werden, umfassen DSD (bis 5,6 MHz), FLAC HD bis 192 kHz/24-Bit, ALAC bis 96/24, sowie WAV bis 192/24. An datenreduzierten Formaten werden MP3, WMA sowie AAC abgespielt. Überdies arbeitet der PMA-900HNE mit Amazon Alexa, Apple Siri und Google Assistant zusammen (Voraussetzung ist ein kompatibler Smart Speaker plus dem passenden Skill). Was auch geht: Musik vom Smartdevice (Smartphone/Tablet) wiedergeben, auf dem die Heos-App läuft. 

Einstellungen-Menü in der Heos-App

Auch auf die anderen Eingänge des Vollverstärkers kann mittels der App zugegriffen werden

Gibt man seine Einwilligung, kann man auf dem Smartphone gespeicherte Musik (hier: iPhone) wiedergeben

Übersicht: Gespeicherte Musik auf dem iPhone

Inhalt einer Wiedergabeliste

Wiedergabe-Optionen

Wiedergabe eines Titels

Direkte Wiedergabe von Apple Music Titeln über AirPlay 2

Spotify Connect

Wiedergabe eines Tracks via Spotify Connect

Insgesamt erweist sich die Heos App erneut als leicht bedienbar, zuverlässig und recht flexibel. Minuspunkte: Keine MQA-Wiedergabe und keine Wiedergabe von DSD 11,2 MHz (Quad-DSD) Dateien. 

Exkurs: Denon Home

Der Denon Home 350 ist das klangstarke Flaggschiff der streamenden Tabletop-Speaker 

Ideal als Multiroom-Partner im Home Office, in der Küche oder im Schlafzimmer geeignet sind die erstklassigen Denon Home Tabletop-Streaming-Lautsprecher. Wir hatten alle im Test:

Denon Home Familie - mittlerweile ist noch der Denon Home Subwoofer dazugekommen

Denon Home Subwoofer im perfekt passenden Design

Zu beachten ist, dass die in den Tests gezeigte Version der Heos App noch die Variante mit dem alten Layout ist. Seit letztem Jahr gibt es ein neues, frisches Design, das modern wirkt und den Bedienkomfort noch weiter erhöht hat. Wer den Denon PMA900HNE gar nicht im Wohnzimmer, sondern vielleicht im Musikzimmer verwenden möchte und im Wohnzimmer eine starke akustische Unterstützung für den TV sucht, liegt mit der Denon Home Bar 550 goldrichtig, für die es zudem mit dem Denon Home Subwoofer einen hochwertigen Wireless-Basslautsprecher als Partner gibt. Zudem kann man ein Paar Denon Home All-In-One-Tabletop-Lautsprecher als Wireless Surround-Speaker konfigurieren. 

Hier geht es zur Denon Home-Übersicht direkt auf der Denon-Website. 

Zusammenfassung

Der Denon PMA-900HNE ist voll in die Denon Home/Heos World integriert und zudem auch hinsichtlich der Vor- und Endverstärkertechnik für knapp 1.000 EUR hervorragend ausstaffiert. Der sorgfältige Innenaufbau mit komplett geschirmter Digitalsektion, das zwar kleine, aber sehr gut auflösende Display und die flexiblen Anschluss- und Streaming-Optionen sprechen für den PMA-900HNE. Nun wenden wir uns den akustischen Fähigkeiten des Vollverstärkers zu.

Klang

Wir hören "The Prayer" (Andrea Bocelli & Celine Dion) und erfreuen uns direkt ab Beginn des Titels am exzellenten Volumen. Als dann Celine ihre Stimme erhebt, erfüllt sie unseren Hörraum mit überraschend fein gezeichneten Konturen, sie löst sich zudem auch sehr gut von unseren Canton Townus 90, die wir als Standlautsprecher für den Test verwenden. Auch Andreas Stimme fügt sich nahtlos ein und bietet ebenfalls ein hervorragendes Niveau. Als beide parallel singen, gerät keine der beiden charakteristischen Stimmen ins Hintertreffen, sondern beide setzen ihre jeweils eigene Akzente. Die sich um die vokalen Anteile gruppierende Instrumentierung punktet ebenfalls mit einer untadeligen Präzision. Der PMA-900HNE zeigt sich sehr rund, sehr homogen und sehr angenehm abgestimmt. Dass er aber nicht träge ist, beweist er mit seiner sehr guten Brillanz und der ausgezeichneten Gesamtdynamik. 

Weiter geht es mit "The Look Of Love" von Diana Krall. Hier beeindruckt der Denon ein weiteres Mal gleich von Beginn an. Ein kraftvoller Bassbereich, saubere Konturen und gelungene Tonalität beim Klavier. Dianas charismatische Stimme bringt der PMA-900HNE geschliffen und kultiviert in den Hörraum. Die Stimme steht gut nachvollziehbar im Fokus der virtuellen Bühne. Trotzdem schafft es der Vollverstärker, auch die Instrumente detailreich zu präsentieren. Auffällig ist die hohe atmophärische Dichte, die bereitgestellt wird. Man merkt am Beispiel des PMA-900HNE sehr deutlich, was für eine fesselnde, einnehmende Akustik auch preislich sehr fair kalkulierte Vollverstärker ermöglichen. Nichts fehlt hier, nichts zeigt störende Defizite auf. Klar, wer enorme Ansprüche stellt, wünscht sich eine noch deutlicherer Hervorhebung der Anschlagdynamik beim Klavier, noch mehr vokale Präsenz im Detail und noch mehr Struktur in der Tiefe. Aber um all das zu bekommen, muss der Interessent sehr deutlich tiefer in die Tasche greifen. Für seinen Kaufpreis ist es höchst erstaunlich, was der Denon offeriert. 

Es folgt der 90er Jahre-Klassiker "I'm Still Standing" von Elton John. Wir hören eine geremasterte Version, die richtig Freude macht, wenn der Denon die Wiedergabe übernimmt. Die Lebendigkeit des Songs, die bei der Ur-Aufnahme und bei eher untalentierten Komponenten untergeht, wird vom Denon versiert in den Hörraum transportiert. Dass Eltons Stimme nicht 100 Prozent präzise Konturen aufweist, ist nicht dem PMA-900HNE anzulasten, sondern der Tatsache, dass selbst eine gute technische Überarbeitung nicht alle Defizite einer eigentlich alten Aufnahme beseitigen kann. Gut gefällt uns der straffe Bass, und das insgesamt erneut in sich schlüssige, stimmige Klangbild. 

Im Anschluss lassen wir "One More Night" von Phil Collins laufen (2016er Remaster-Version). Hier schafft der PMA-900HNE ein weiteres Mal ein exzellentes Volumen, mit guter Präzision und Treffsicherheit im Bassbereich. Trotz aller Qualitäten: Hier geht nochmals mehr, wenn man sich in höheren Preisklassen umschaut. Auch die Plastizität, mit der die Stimme von Phil in den Hörraum getragen wird, ist für einen 1.000 EUR-Vollverstärker richtig überzeugend, absolut gesehen aber ist dass "Ende der Fahnenstange" lange nicht erreicht. Für denjenigen, der einen rundum gelungenen, ausgewogenen und preislich absolut finanzierbaren Stereo-Vollverstärker sucht, ist der PMA-900HNE jedoch nahezu perfekt. Er hat auch bei höherem Pegel noch richtig Kraft, er beschallt ohne Probleme Hörräume bis zu rund 30 Quadratmeter auch bei deutlich gehobener Lautstärke und liefert stets einen authentischen, gut detaillierten Klang ab, den man auch bei manchen teureren Konkurrenten nicht in dieser Ausprägung findet.

Auch der nächste Titel hat mit Phil Collins zu tun - wir hören die Disturbed Coverversion von "Land Of Confusion" von Genesis. Und hier mussten wir auch bei hochwertigen Verstärkern schon häufiger mit ärgerlichen Defiziten leben - nur Geschrei, eindimensionales Gestampfe, kaum Konturen: Als Disturbed-Fan muss man da hart im Nehmen sein. Gut, völlig frei von Verzerrungen bei 70 bis 80 Prozent der maximalen Lautstärke ist auch der Denon nicht. Aber insgesamt geht er souverän mit dem Song um, lässt die E-Gitarren fetzen, legt die gewollte Aggressivität in die Stimme und schafft eine realistische räumliche Umgebung. Er schiebt vor allem mit enormer Dynamik nach vorn - die eingebauten Endstufen liefern tatsächlich ein überragendes Leistungspotential. Wie belastbar der PMA-900HNE ist, zeigt sich auch darin, dass selbst die Erwärmung der analogen Endstufeneinheit nicht übermäßig stark ausfällt. 

Und wir lassen den PMA-900HNE nicht in Ruhe, sondern muten ihm gleich beim folgenden Track wieder einen komplett anderen Musikstil zu: "Sheep" (Alan Walker Relift) beistzt einen harten, aber zugleich tief nach unten reichenden sowie voluminösen Bass. Der Denon kommt richtig gut damit zurecht und profitiert natürlich auch von den außergewöhnlichen Qualitäten der Canton Townus 90, die eine der besten Boxen in ihrer Preisklasse ist. bei "Sheep" leistet sich der Denon keinen einzigen Fehler, keinen Durchhänger - er liefert Druck, gepaart mit Präzision, und wirkt dadurch absolut souverän, immer ist er "Herr der Lage". Er schafft es auch bei hohem Pegel, den Track akkurat durchzustrukturieren, nirgendwie fehlt es an Klarheit und Präsenz.

Und wie sieht es bei "Won't Forget You" von Shouse aus? Der Club-Hit 2022 liegt dem Denon ebenfalls, wenngleich hier der Bass minimal vom optimalen Punkt abweicht und dadurch etwas maximale Härte verloren geht. Doch das ist "Meckern auf hohem Niveau" und sollte nur nebenbei erwähnt werden. Hervorragend managt der PMA-900HNE die dynamischen Wechsel im Stück, er ist sofort zur Stelle und agiert mit sehr guter Impulstreue. Zudem arbeitet er auch Details über den gesamten Frequenzbereich wieder stimmig heraus und erfreut durch nahtlose Übergänge zwischen den einzelnen Teilen des Frequenzbereichs. 

Brutal wird es beim Ausflug in die Techno-Epoche der 90er Jahre: Dunes "Hardcore Vizes" in der Originalversion bringt eine absolue Überraschung mit sich, denn hier übertrifft sich der PMA-900HNE selbst. Die tosenden Bassgewitter managt er mit unnachahmlichem Nachdruck und exzellenter Kontrolle, selbst bei sehr hohem Pegel. Klar, hier handelt es sich keinesfalls um "differenzierte Musik", aber aufgrund der enormen Leistung, die hier im Bassbereich abverlangt wird, scheitern viele Verstärker, auch teurer Bauart, kläglich. Das ist ein Grund, warum wir stets mit so vielen unterschiedlichen Musikstilen operieren, weil wir nur so herausfinden können, ob der jeweilige Testkandidat wirklich universell und für jeden Musikgeschmack einzusetzen ist. Der Denon besteht die Prüfung mit Bravour, und ist prädestiniert dafür, mit vielen unterschiedlichen Musikrichtungen zurecht zu kommen. 

Konkurrenzvergleich

Für 899 EUR (UVP) ist der Magnat MA 700 ein sauber verarbeiteter Stereo-Hybrid-Vollverstärker mit Röhrenvorstufe, die für einen homogenen, leicht warmen Sound zuständig ist. Eine Streamingsektion besitzt er nur in Form eines Bluetooth 5.0 Moduls, Netzwerkstreaming fehlt. Sehr gut ist, dass der MA 700 sogar einen HDMI-ARC-Anschluss hat, so kann er problemlos Kontakt mit dem TV-Gerät aufnehmen. Akustisch erweist er sich als nicht ganz so belastbar wie der PMA-900HNE, der gerade im Bassbereich bei höherem Pegel seine Überlegenheit demonstriert. Ein praktisches Display hat der Magnat im Gegensatz zum Denon nicht.

Ebenfalls 899 EUR kostet der optisch sehr attraktive, hochsolide verarbeitete Cambridge Audio CXA61. Er bringt besonders hochwertige DACs und ebenfalls ein Bluetooth Modul mit. Dank des USB-B-Terminals, das bis zu 384 kHz/32-Bit (PCM) entgegen nimmt, eignet sich der CXA61 perfekt zum Anschluss an PC oder Notebook, um dann sozusagen als "externe Soundkarte" für gepflegte Akustik zu sorgen. Eine Streaming-Sektion bringt der CXA61 nicht mit, auch keinen HDMI-Anschluss wie der Magnat und kein Display wie der Denon. Nicht überzeugend: Es gibt keine Klangregelung für Bässe/Mitten/Höhen. 

Auf 999 EUR kommt der CD-Netzwerk-Receiver Technics SA-C600. Für diesen Preis bekommt man eine edel aussehende und kompakte Komponente. Bei genauem Hinsehen jedoch erweist sich der PMA-900HNE als hochwertiger. Dafür bietet der Technics Universalist noch ein CD-Laufwerk und einen DAB/DAB+ Tuner. Wer eine echte All-In-One-Lösung, auch für die Disc-Sammlung, sucht, ist mit dem klangstarken Technics-Modell defintiv gut bedient. Das fein auflösende Display ist exzellent, und das Space Tune-Einmesssystem überzeugt nahezu komplett. MQA-kompatibel ist der CD-Streaming-Receiver von Technics auch noch. Bei allen akustischen Qualitäten beißt er sich aber am PMAS-900HNE die Zähne aus, der noch mehr Punch, Differenzierungsvermögen und Homogenität entwickelt. 

Fazit

Der Denon PMA-900HNE beendet diesen Test mit einem nahezu makellosen Triumph. Nur, dass er keinen HDMI-Ausgang für die komfortable Verbindung zum TV-Gerät mitbringt, ist ein Nachteil. Ansonsten führt er aus akustischer Sicht viele Konkurrenten gnadenlos vor: Pegelfest, dynamisch, angenehm klingend, detailreich aufspielend. Das integrierte Heos-Modul arbeitet zuverlässig und bietet eine sehr hohe Flexibilität. Perfekt kann man zum PMA-900HNE z.B. noch weitere Denon Home Komponenten kombinieren und alle Devices ohne störende Schwankungen bei der Betriebssicherheit im Multiroom-Verbund betreiben. Würde die Heos-Plattform zukünftig noch um MQA ergänzt, wären wir praktisch wunschlos glücklich. Zurück zum PMA-900HNE, der auch mit seiner  überaus präzisen elektronischen Regelung für Lautstärke, Klangparameter und Balance überzeugt. Das kleine Display mit guter Auflösung ist ebenfalls sehr praktisch. Für knapp 1.000 EUR holt sich der Denon auch hinsichtlich der Verarbeitungsqualität nahezu alle erdenklichen Punkte. Dass die mitgelieferte Fernbedienung kein Schmuckstück ist, verzeihen wir, dafür ist es der Verstärker selbst, der sogar im Inneren eine voll geschirmte Digitalsektion besitzt - absolut unüblich in diesen Preisklassen. 

Der PMA-900HNE ist der derzeit beste Streaming-Vollverstärker im klassischen 43 cm Maß, den man für 1.000 EUR kaufen kann
Gesamtreferenz Streaming-Vollverstärker
Test 15. Juni 2022

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 15. Juni 2022

 

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