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REVIEW: „Escape Plan“ (Blu-ray Disc)

Escape Plan Blu-ray Disc

Original: Escape Plan

Anbieter: Concorde Home Entertainment

Laufzeit: ca. 116 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 7.1 Deutsch
  • DTS HD MA 7.1 Englisch

Untertitel: Deutsch

VÖ-Termin: 27.03.2014

Film

Ray Breslin (Sylvester Stallone) testet Hochsicherheitsgefängnisse auf der ganzen Welt im Selbstversuch auf ihre Ausbruchssicherheit. Im Auftrag der CIA soll er ein geheimes High-Tech-Gefängnis, genannt „Das Grab“, auf Herz und Nieren prüfen, in dem die Regierung Personen vom Radar verschwinden lässt, die niemand mehr finden soll. Doch diesmal ist leider alles echt: Breslin wurde in eine Falle gelockt und ist ohne Kontakt zur Außenwelt dem sadistischen Gefängnisdirektor Hobbes und seinen brutalen Wärtern ausgeliefert. Und auch die anderen Insassen machen Breslin das Leben schwer. Nur bei dem undurchsichtigen österreichischen Häftling Emil Rottmayer (Arnold Schwarzenegger) findet Breslin Unterstützung und entwickelt einen Plan, um wieder in Freiheit zu gelangen.

„Escape Plan“ bietet solide Action-Unterhaltung im klassischen Stil wie man sie von den Hauptdarstellern bereits aus vielen anderen Filmen kennt – mit dem Unterschied, dass hier Stallone und Schwarzenegger erstmals zusammen als Hauptdarsteller zu sehen sind. Beide erfüllen ihren Part recht gut und passen auch in die Rollen, ohne dass das Ganze so wirkt, als ob hier zwei Altstars einfach nur versuchen würden, an vergangene Zeiten anzuknüpfen. Zwar wirkt das Drehbuch nicht übermäßig originell und in Wirklichkeit würden die beiden Knackis mit ihrem Ausbruchsplan wahrscheinlich auch nicht sehr weit kommen. Dennoch gelingt es Regisseur Mikael Håfström für rund zwei Stunden solide und ohne überflüssige Längen zu unterhalten und dabei die beiden Stars gerade so weit in den Action-Szenen zu beanspruchen, dass der Zuschauer dies auch ernst nehmen kann.

 

Bild 90 %

„Escape Plan“ wurde mit digitalen Arri Alexa-Kameras gedreht. Das Master ist nahezu rauschfrei und bietet einen guten, nur ganz leicht überhöhten Kontrast. Die Farbgebung ist sehr natürlich – angesichts der öden Gefängnistristesse gibt es aber ohnehin vor allem viel Grau zu sehen. Die Bildschärfe ist durchgängig auf einem sehr hohen Niveau. Fast jede einzelne Kameraeinstellung zeigt sehr viel Detail.

 

Ton 89 %

„Escape Plan“ bietet dafür, dass es sich hierbei „nur“ um einen klassischen Action-Film ohne besondere Tricktechnik handelt, einen erstaunlich guten Surround-Mix, der mit einfachen Mitteln eine tolle Atmosphäre erzeugt. Nachdem Sylvester Stallone unfreiwillig im Hochsicherheitstrakt aufwacht, bietet der Film eine sehr deutlich hörbare räumliche Kulisse mit kleineren Soundeffekten von allen Seiten. Und je mehr sich der Film dem actionlastigen Showdown nähert, um so mehr kommen auch noch prägnante Effekte von allen Seiten ins Spiel. Die klanglichen Stärken von „Escape Plan“ liegen vor allem im Bassbereich. In den Höhen ist das Klangbild hingegen etwas dumpf.

Als „Escape Plan“ im Kino lief, störten sich viele Zuschauer an der ungewohnten Synchronstimme von Arnold Schwarzenegger, da Concorde Synchronsprecher Thomas Danneberg nicht beide Parts der von ihm in der Vergangenheit gesprochenen Darsteller überlassen wollte. Auch für die Blu-ray Disc & DVD-Veröffentlichung bleibt es bei dieser Synchronfassung, wie Concorde bereits im Vorfeld angekündigt hatte.

Viel interessanter ist es allerdings, „Escape Plan“ in der Originalfassung zu hören – und das nicht wegen der unverwechselbar nuscheligen Aussprache von Sylvester Stallone, der teilweis nur sehr schwer zu verstehen ist, sondern weil Arnold Schwarzenegger hier etwas ganz Seltenes bietet, indem er im Originalton minutenlange deutsch gesprochene Monologe mit österreichischem Akzent abliefert, wieso man sich auch fragen muss, weswegen das Synchro-Dilemma nicht einfach von Anfang an dadurch vermieden wurde, indem Schwarzenegger sich einfach ausnahmsweise selbst synchronisiert hat.

 

Special Features

  • Making-of
  • Featurettes
  • Audiokommentar von Regisseur Mikael Håfström und Drehbuchautor Miles Chapman
  • Entfallene Szenen


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