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Ultra HD & HDR ist bei neuen TV-Geräten Standard - ARD & ZDF verschlafen den Trend

Ultra HD hat sich bereits als Quasi-Standard bei neuen TV-Geräten etabliert. Wie die Deutsche TV-Plattform mitteilt, wurden im ersten Halbjahr 2020 laut GfK Retail & Technology rund 3,2 Millionen Fernseher in Deutschland verkauft, knapp 70 Prozent (2,2 Mio.) davon waren Ultra HD-Geräte.

Fast alle (97 Prozent) der bislang in diesem Jahr verkauften Ultra HD-Fernseher unterstützen auch HDR und neben den ersten Verfahren HDR10 und HLG (Hybrid Log Gamma) auch zunehmend Dolby Vision oder HDR10+ mit dynamischen Metadaten. Im ersten Halbjahr 2020 wurden laut der Deutschen TV-Plattform rund 1,6 Millionen Ultra HD-Fernseher mit HDR in Deutschland gekauft, die neben HDR10 und HLG auch dynamisches HDR unterstützen. 300.000 Geräte sollen mit allen derzeit relevanten HDR-Verfahren umgehen können.

Carine Chardon, Geschäftsführerin der Deutschen TV-Plattform und designierte Geschäftsführerin des ZVEI-Fachverbands Consumer Electronics, sieht die Verkaufszahlen der TV-Geräte mit Ultra HD und HDR auch als Signal an die Produzenten: „Daher ist es wünschenswert, dass die Produktion von Filmen, Serien, Shows, Dokumentationen und Live-Sport in UHD-HDR ebenfalls weiter an Fahrt aufnimmt, um die Schere zwischen der Anzahl der in den Haushalten befindlichen Geräte und der Content-Verfügbarkeit zu schließen“, so Chardon.

Bislang werden Inhalte in Ultra HD und HDR in erster Linie durch die Hollywood-Studios. Neben Kinofilmen sind das nicht zuletzt Filme und Serien für Streaming-Dienste wie Netflix und Amazon Prime Video, die die klassischen TV-Sender als Innovationsführer abgelöst haben.

Immerhin gibt es im Pay TV bei Sky sowie von RTL und ProSiebenSat.1 vereinzelte Sendungen in Ultra HD. Das Öffentlich-Rechtliche Fernsehen hinkt hier bis auf einzelne Showcase-Produktionen der technischen Entwicklung noch weiter hinterher.

Statt einen eigenen Ultra HD-Sender in Aussicht zu stellen, haben ARD und ZDF zuletzt sogar die Ausstrahlung ihrer Programme in SD-Auflösung via Satellit noch einmal verlängert, obwohl dafür ab 2021 gar keine Finanzmittel mehr bewilligt werden.

 

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