TEST: QED Hightech-Cinchkabel Signature Audio 40 und Oehlbach Luxus-Lautsprecherkabel XXL Fusion 4

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QED liefert seit mehr als 40 Jahren überdurchschnittlich hochwertige Kabel – die Briten können somit nicht nur auf eine langjährige Tradition, sondern auch auf eine durch zahlreiche Testerfolge und Auszeichnungen geprägte Firmengeschichte zurückblicken. Legenden wie das QED 79 Strand Lautsprecherkabel machten QED bekannt, heute baut die Firma von der Insel nicht nur Kabel, sondern auch Netzwerk-Streamer: Den uStream haben wir bereits getestet. 

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 Sehr hochwertige Materialien, sauberes Finish

Nun ist es also Zeit, sich den Kabeln anzunehmen. Damit wir Missverständnissen gleich von Beginn an vorzubeugen: Elementare Einflüsse auf die Klangqualität hat ein Kabel nicht. Gerade aber analoge Kabel können den Klang aber durchaus positiv – oder, wenn es sich um billige Verbinder handelt, auch negativ – beeinflussen. Knackigere Bässe, prägnantere Mitten und klarere Höhen können bei der Musikwiedergabe durchaus wahrnehmbare Faktoren sein. Ebenso ein besonders detailreiches oder farbechtes Bild.

Saubere Verarbeitung, hochwertige Materialien wie extrem sauerstoffarmer Kupfer oder aufwändige, langzeitstabile Kontakte und Ummantelungen sind weitere Pluspunkte von edlen Kabeln. Aus dem Hause QED haben wir uns : das Signature Audio 40 (klassisches Stereo-Cinch-Kabel) in 1 Meter Länge für 285 EUR.

Starten wir mit dem teuersten Produkt, dem Signature Audio 40. Das überragend verarbeitete analoge Cinch-Kable brilliert mit versilberter, 99,999 % sauerstofffreier Kupferleiter(SPOFC) mit LDPE-Dielektrikum. Kennzeichen sind die asymmetrisch verdrillte Leitergeometrie, der OFC-Schirm für 100 % elektromagnetische Abschirmung, Hülsen aus Mangan-Zink-Ferrit und verfolgende QED Analoc-Cinchstecker. Die Kapazität wird mit 76 pF/m angegeben, die Induktivität mit 0,37 µH/m angegeben. Der Schleifenwiderstand liegt bei 0,072 Ohm/Meter, der Verlustfaktor beträgt 0.0059. 

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Highend: Fusion 4 aus dem Hause Oehlbach

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 Für Bi-Wiring-/Bi-Amping ausgelegt

Schon seit 2012 im Einsatz, aber noch nie getestet wurde das Oehlbach XXL-5-Sterne-Kabel Fusion 4, das auch für Bi-Wiring und Bi-Amping geeignet ist. 

Damit man dieses Lautsprecherkabel, erst einmal in der Theorie, einordnen kann – es wirkt sich nämlich klanglich am stärksten von allen Kabel-Komponenten aus – stellen wir es nochmals kurz vor.

Das XXL Fusion Four ist Oehlbachs Aushängeschild im Bereich der Lautsprecherkabel. Das Innenleben des 5-Sterne-Kabels besteht aus hochreinem und sauerstofffreiem HPOCC-Kupfer. Die Signalwege von Hoch- und Tieftonbereich liegen komplett getrennt, eine absolut störungsfreie Übertragung ist garantiert. Das Fertigungskonzept erfordert höchste Präzision, 12 einzeln isolierte Kupferlitzen werden zusätzlich mit einer hauchdünnen Kupferfolie umwickelt.

So werden Laufzeitunterschiede beinahe komplett ausgeschlossen, perfektes Timing und höchste Impulstreue sind daher, wie auch die Hörtestreihen zeigen, kennzeichnend. Die tiefen Frequenzen werden über den massiven Innenleiter transportiert, die hohen Frequenzen auf der Oberfläche. Das XXL Fusion Four wird in einer extra Nylontasche angeliefert und ist mit Kabelschuhen oder hochwertigen Bananensteckern (je nach Kundenwunsch) vorkonfektioniert. Nur eines ist das Kabel nicht: günstig!

Längen und Preise:

  • 2x 2,00m = 775 EUR
    2x 2,50m = 850 EUR
    2x 3,00m = 925 EUR
  • zusätzlich in individueller Sonderlänge erhältlich

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Das Meisterwerk: Nubert nuVero 140

Wir steigen gleich in die Hörtestreihen ein. Hier möchten wir nochmals darauf hinweisen, dass wir uns nicht als „Voodoo-Priester“ betätigen möchten, sondern einfach festhalten wollen, welche Auswirkungen und Eigenschaften das QED Kabel in Verbindung mit dem Highend Lautsprecher Kabel von Oehlbach mitbringt. Schließlich kostet der Meter  des Cinchkabels 285 EUR, und dafür muss auch irgendetwas „Habhaftes“ geboten werden. Was den Preis des Oehlbach-Kabels angeht, hier muss man schon sehr schmerzfrei veranlagt sein, um zuzuschlagen beim Kauf.

Sehen wir uns das QED-Kabel nun genau an: Schon bei der Anbringung an der Buchse lässt das Kabel enorme Hochwertigkeit durchblitzen. Wer nämlich einfach versucht, es auf die Buchse zu schieben, wird scheitern. Die Cinchstecker werden erst auf- und nach Anbringung am Terminal zugeschraubt. Rhodiumbeschichtet, ist die Oberflächenstruktur enorm hart und widerstandsfähig.

Der Stecker selber besteht aus kleinen hochreinen Kupferleitern anstatt der in anderen hochwertigen Steckern üblichen großvolumigen Messingkörpern. Daraus verspricht sich QED, dass das sich stetig ändernde Magnetfeld weniger oder gar keine Wirbelströme induziert – diese Wirbelströme können das Timing des Audiosignals durcheinanderbringen. 

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 Oehlbach XXL-Kabel Fusion 4 wurde für die Verkabelung der nuVero 140 verwendet

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Der Pioneer BDP-LX88 ist klar eine Referenz

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Das QED-Kabel an den asymmetrischen Cinch-Ausgängen des Pioneer BDP-LX88

Bei „Don’t You (Forget About Me)“ von den Simple Minds (DSD, SACD) haben wir uns erst einmal einen der besten derzeit erhältlichen Zuspieler geholt: Den Pioneer BDP-LX88 Universalplayer mit einem der besten DACs derzeit ausgestattet.

Er besticht mit dem ESS Sabre 32 Reference DAC ES9018 für perfekte Wandlung des digitalen in ein analoges Signal.Eine besonders exakte Masterclock-Schaltung eliminiert potentielle Zeitlauffehler im Signal praktisch völlig. Für den Stereobetrieb werden für jeden Stereokanal gleich vier D/A-Wandlerkreise verwendet. Das hat den Vorzug eines kristallklaren, feinst detaillierten Signals, also eine Voraussetzung, dass wir einen Zuspieler haben, der überhaupt erst einmal in der Lage ist, exzellente Qualität bei der Aufbereitung der Quelle zu liefern.

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Die großen VU-Meter sind Kennzeichen des Advance Acoustic X-i120

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 Innenleiter aus praktisch völlig sauerstoffreiem Kupfer, hochwertige Ummantelung

Er ist verbunden mit dem hervorragenden Advance Acoustics X-i120 Vollverstärker, der wiederum seine Signale an unsere Masterpiece-Box Nubert nuVero 140 weiterleitet. Den Advance kann man gerade noch in einer Kette dieser Güte einsetzen, die größere Vor-/Endstufenkombi X-Preamp und X-A160 von Advance Acoustic wäre noch besser. Die Nubert sind mit konfektionierten Oehlbach 5 Sterne XXL Fusion Lautsprecherkabel mit dem Verstärker verbunden.

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Software 

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 SACDs

Somit haben wir nun die Voraussetzungen geschaffen, das QED Kabel und das Oehlbach Lautsprecherkabel unter die Lupe zu nehmen. Ein Cinch-Kabel kann den Klang nicht fundamental „umkrempeln“. Dass plötzlich alles viel „luftiger“ ist und ein Kabel „den Raum öffnet“ sowie den Bass „sehr viel präziser und fundierter macht“ – all das sind Aussagen, die wir nicht unterschreiben. Wohl aber stellen wir fest, dass das Signature Audio 40 die Brillanz im Hochtonbereich im Detail anhebt, vokale Konturen eine Idee besser betont und im Bassbereich eine besonders impulstreue und knackige Wiedergabe sicherstellt.

Dies lässt sich aber nur anhand umfangreicher vergleichender Testreihen mit Standard-Cinchkabeln feststellen, also mit einigem Zeitaufwand.

Das Oehlbach Fusion 4 beeindruckt durch Homogenität bei gleichzeitig feinster Detailauflösung, man hört, wenn man konzentriert bei der Sache ist, wirklich noch etwas mehr feindynamische Nivellierungen, wenn man das Fusion 4 verwendet. Dass diese beileibe nicht immer herausgehört werden können, liegt am manchmal unzureichenden Quellmaterial. Selbst wenn man SACDs oder HiRes-Streamingdateien verwendet, ist es nicht selten erstaunlich, wie es um die Klanggüte bestellt ist, hier ginge oft noch deutlich mehr. 

Unterhalb der Liga nuVero 140/Advance Acoustic Xi120 braucht man auch gar nicht anzufangen, da rentiert sich ein Kabel wie das Signature 40 nicht, und beim Fusion 4 muss man sich überlegen, nicht grundsätzlich noch viel höher einzusteigen hinsichtlich den restlichen Komponenten der Kette. Wir lauschen nun „Alive and Kicking“ wiederum von den Simple Minds, und die hohe Impulstreue sticht auch hier heraus.

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 Oehlbach Fusion 4 im Einsatz

Der Bass macht dies besonders offensichtlich. Hier optimiert das Signature 40 tatsächlich im Detail und leitet die Signale zum X-i120 Vollverstärker. Der Klang der lebendig und extrem sauber abgestimmten Oehlbach XXL Fusion-Lautsprecherkabel passt im Übrigen exzellent zur Nubert nuVero 140 (besser als zum Vorgänger nuVero 14, der nüchterner und emotionsloser aufspielte). Das sehr gut detaillierende und impulstreue QED-Kabel als Bindeglied zwischen Zuspieler und Verstärker erweist sich als weitere starke Komponente in der Kette.

Dies allerdings sind Behauptungen, die wir nach unserem persönlichen Gusto in den Raum stellen, wir bitten, diese nicht als gegebene Objektivität anzusehen, das geht bei solchen sensiblen Themen schlichtweg nicht.  Dass sich das Kabel so gut schlägt, kann auch an der komplementären Leitertechnologie liegen. Hierbei wird das Audiosignal gleichzeitig über 2 Leiter verschiedenen Durchmessers übertragen.

Dies hat zur Folge, dass die hochfrequenten Anteile des Signals nicht zeitverzögert zum Ziel kommen – daher rührt wohl des herausgehörte perfekte Timing des Signature 40. Funktionieren kann dies aber nur, wenn gleichzeitig ein akustisch passendes und leistungsstarkes Lautsprecherkabel verwendet wird. Das exzellente Premoum-Produlkt Fusion 4 ist allerdings schon an der Grenze zur Überdimensionierung, im positiven Sinne.

Ganz besonders deutlich wird die wohltuende Wirkung der edlen Kabel von Oehlbach und QED bei „Glitterng Price“ mit einem soliden, genau den Punkt treffenden Bass. Die nicht überzeugende Auflösung dieser SACD im Hochtonbereich kann natürlich auch das hochwertige britische Kabel nicht ändern, und auch das Oehlbach Hightech Lautsprecherkabel ist hier machtlos. 

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Bi-Wiring

„Cruel“ von Bryan Ferry, ebenfalls auf SACD (aus dem Album „Frantic“) ist, bedingt durch die hohe Impulstreue und Dynamik, perfekt für die Nubert nuVero 140 und für das fein detaillierende, räumlich akkurat arbeitende Fusion 4. Das QED-Kabel kann auch hier wieder gezielt im Detail optimieren und dem Advance Acoustic X-i120 die Signale des Pioneer BDP-LX88 in reiner Qualität zuführen. In Verbindung mit dem Fusion 4 aus dem Hause Oehlbach wird der Bass noch etwas gestrafft, der Übergang vom Mittelton- in den Bassbereich ist nun noch runder – diese exzellenten Übergänge sind ohnehin Spezialität der Nubert nuVero 140.

Wie sieht es bei „Goin‘ Down“ aus? Gleich die ersten Bassimpulse sorgen hier für Begeisterung. Auch hier heißt es wieder – Aufpassen mit der Formulierung. natürlich sorgen hier nicht alleinig das Lautsprecher- und das Cinch-Kabel für dieses Maß an Begeisterung, sondern vor allem der fürs Geld extrem leistungsstarke Advance Acoustic Verstärker und die tolle nuVero 140 aus dem „Schwabenländle“.

Aber – das QED Signature Kabel ist die perfekte Ergänzung. Im Detail wirkt alles noch eine Idee schärfer im Sinne von genauer getroffen, sehr spritzig – aber gleichzeitig noch gut hörbar bezüglich der akustischen Gesamtharmonie. „Goin Down“ eignet sich von den drei Bryan Ferry-Stücken am besten, um die Vorzüge des QED-Kabels zu demonstrieren.

Das Fusion 4 beweist uns durch starkes Fundament bei gleichzeitig frei aufspielendem Hochtonbereich seine Güte. Auch hier handelt es sich wieder um eine räumliche Detailoptimierung im Hochtonbereich. Wert behauptet, selbst bei einem so edlen Kabel wie dem Fusion 4, dass es ein „komplett neues“ Klangerlebnis wäre, übertreibt. Mehr luftige Räumlichkeit ist schon vorhanden, allerdings setzt das Erkennen dieses Benefits sehr konzentriertes Hören voraus und kann nicht einfach „nebenbei“ wahrgenommen werden. 

Pioneer BDP-LX88 Innenleben Gesamt

Der hochwertige innere Aufbau des Pioneer BDP-LX88 schafft ideale Voraussetzungen für höchste Signalqualität

Advance Acoustic X-i120 Innenleben Gesamt

Auch der Advance Acoustic X-i120 ist sorgfältig aufgebaut

Weiter geht es mit klassischer Musik: Wolfgang Amadeus Mozarts Klarinettenkonzert A-dur KV 622 diente uns hier als musikalische Vorlage. Wir hören das erste Allegro an. Die Streicher werden sehr fein, gleichzeitig außerordentlich dynamisch von der Nubert nuVero 140 präsentiert. Das wussten wir schon vorher, als wir mit einem Cinch-Kabel der 80 EUR-Liga hörten, also auch nicht eben mit einem minderwertigen Exemplar vom „Grabbeltisch“. Somit ist von vorneherein klar, dass es keine revolutionären Differenzen geben kann.

Mit noch feinerer Auflösung, hörbar gerade während der Klarinetten-Soli, und einem besonders feinen Ansprechverhalten der Streicher macht das Signature 40 hier auf seine Qualitäten aufmerksam. Wir finden, dass Mozarts musikalischer Charme mit dem Signature 40 sehr schön herauskommt, auch wenn sich allein an dieser Äußerung wieder viele, die ohnehin wenig bis nichts von hochwertigen Kabeln halten, stoßen werden. Unbestritten sind jedoch Vorteile wie Kontaktsicherheit, Materialreinheit und Langzeitstabilität.

Das sollten sich vielleicht auch die Vertreter der „Billigkabel reicht“ Fraktion einmal überlegen. Das Oehlbach Fusion 4 kokettiert mit toller Fein- und Gesamtdynamik, das, was das QED-Kabel an Lebendigkeit und Esprit hinsichtlich der Präsentation der Streicher im Detail optimiert, gibt das Fusion 4 schön räumlich eingearbeitet an die nuVero 140 weiter. 

Das QUE Cinchkabel der Signature-Serie ist übrigens nicht alleine in dieser Preisliga. Hier findet sich auch das Kimber Kable Timer WBT 0114 mit extrem hochwertigen WBT-Steckern, das sich durch enorm feinen, sehr klar umrissenden Klang auszeichnet. Wir empfanden im Vergleich das QED als etwas homogener, das Kimber als noch spritziger, demnach also eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Sehr hochwertig verarbeitet, mit aber nicht ganz so aufwändigen Steckern, kommt das aufgeräumt und klar klingende Wireworld Equinox 7 daher. Für knapp 200 EUR (1 Meter Länge) ein interessantes Angebot, das allerdings nicht ganz an die Performance des auch teureren QED Signature herankommt. Wichtig: Wir reden hier von Nuancen- diese muss man in aufwändiger Arbeit heraushören.

Schon die Klangverbesserungen bei analogen Kabeln an sich sind nicht gigantisch, wie wir bereits mehrfach ausführten. Nun noch Kabel untereinander zu vergleichen, ist demnach noch komplexer, oder manchmal auch nicht – dann nicht, wenn das Kabel z.B. konsequent auf maximale Transparenz im Hochtonbereich oder maximale Präsenz bei der vokalen Darstellung getrimmt ist. 

„Allegro ma non troppo, un poco maestoso“ – der Auftakt zu Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 9 – Ode an die Freude. Die sehr gute räumliche Ausleuchtung der Streicher ist ein vortreffliches Merkmal der nuVero 140, und das QED Signature 40 sorgt hier für eine verlustarme Zuspielung zum Advance Acoustic X-i120. Klar und transparent wird der Hochtonbereich ausgekleidet, es muss allerdings gleich angemerkt werden, dass das gesamte Niveau der Kette gleichbleibend sein muss – wenn man z.B. schon eher günstig Lautsprecherkabel nimmt oder welche, die akustisch komplett konträr abgestimmt sind, verpuffen alle Benefits sofort. 

Die klassische 007-Titelmelodie, die schon im ersten Film „James Bond jagt Dr. No“ zum Einsatz kommt, haben wir auf SACD, gespielt vom Royal Philharmonic Orchestra“, als Testmaterial bereit liegen. Auch hier wieder ist eine hohe Gesamtharmonie innerhalb der Kette festzustellen, mit hoher Dynamik, enorm fein dosierter Räumlichkeit und genauer Platzierung der einzelnen Instrumente im Raum.

Wie gut es um die Ausbalancierung auch kleiner akustischer Elemente innerhalb unserer Kette bestellt ist, beweisen uns die Komponenten beim Auftakt des Titelsongs aus „You Only Live Twice“: Hier legt das QED-Kabel wieder die sehr ausgeprägte Neigung zum räumlichen Darstellen musikalischer Einzelheiten an den Tag. Der Bass ist durchaus mit nachvollziehbarem Fundament vorhanden, durch die präzise Auslegung der nuVero 140 kann man hier aber stets mit einer sehr guten und nie übertriebenen Einbindung ins tonale Gesamtgeschehen rechnen, die im Detail vom Signature 40 noch optimiert wird. 

Nun läuft nur eine normale CD (16-Bit, 44,1 kHz) – die Compilation „RMX – Superstars remixed by Superstars“ umfasst auch das Tiesto-Remix des Goldfrapp-Titels „Rocket“. Ein gefundenes „Fressen“ für den kraftvollen Advance Acoustic X-i120 und die hoch belastbare, im Bassbereich bärenstarke nuVero 140. Sauber auf präzisen Bass abgestimmt, leitet das Signature 40 die Signale des präzise wandelnden BDP-LX88 zum X-i120. Die Oehlbach XXL-Kabel der Fusion-Serie beweisen auch hier ihre Zubringer-Qualitäten und führen die Signale nahezu verlustfrei zu den nuVero 140.

Impulstreue, satte, scharf umrissene Bässe – dies fasziniert auch beim Trentemoller-Mix des Moby-Klassikers „Go“, das sich recht weit vom Original entfernt und nach Equipment schreibt, was diese kraftvollen, nachdrücklichen Bassimpulse korrekt verarbeiten kann. Unsere Kette schafft dies, das wird sehr deutlich. Beim Goldfrapp-Remix des Depeche Mode-Hits „Halo“ sind die Bässe energiegeladen und nachdrücklich.  Mit dynamik und Klarheit überzeugt das Blank&Jones-Mix von „Kids in America“, alles Titel des „RMX“ Albums. 

Fazit

Zwei exzellente Kabel, zugegebenermaßen teuer, aber auch mit einem hörbaren Zugewinn an Klangqualität. Das Oehlbach XXL Fusion 4 sprengt das Budget auch durchaus zahlungswilliger Kunden mitunter deutlich. Dafür wird ein hoch detailliertes, gleichzeitig extrem angenehmes Klangbild und eine meisterhafte Verarbeitung geboten. Das QED Signature 40 Cinchkabel beeindruckt durch höchste Fertigungsqualität und einen impulstreuen, dynamischen sowie homogenen Klang. 

QED Signature 40: Exzellentes Cinch-Kabel in höchster Fertigungsqualität
ueberragend
Test 17. Mai 2015
Oehlbach XXL Fusion 4: Sündhaft teuer und richtig gut – das Lautsprecherkabel für Kenner
ueberragend
Test 17. Mai 2015

Bericht: Carsten Rampacher
Bilder: Sven Wunderlich
Datum 17. Mai 2015




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