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REVIEW: „The Visit“ (Blu-ray Disc)

The Visit Blu-ray Disc

Original: The Visit

Anbieter: Universal Pictures Home Entertainment

Laufzeit: ca. 94 min.

Bildformat: 1,85:1

Audiokanäle

  • DTS 5.1 Deutsch u.a.
  • DTS HD MA 5.1 Englisch

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 04.02.2016

Film

Die Geschwister Becca (Olivia DeJonge) und Tyler (Ed Oxenbould) werden von ihrer alleinerziehenden Mutter Paula (Kathryn Hahn) für einen einwöchigen Urlaub zu den Großeltern aufs Land geschickt. Dort merken die Kinder sehr schnell, dass Oma und Opa ein Geheimnis verbergen. So sollen die Geschwister ihr Zimmer abends nach halb zehn nicht mehr verlassen. Aber die Neugier ist natürlich größer als der Gehorsam und so kommen Becca und Tyler einem Geheimnis auf die Spur, welches ihre Aussichten auf eine baldige Rückkehr nach Hause rapide sinken lässt …

„The Visit“ ist ein „Found Footage“-Film, bei dem so getan wird, als ob der gesamte Film von den Darstellern selbst gedreht wurde und auch entsprechend oft direkt in die Kamera schauen oder diese in die Hand nehmen. M. Night Shyamalan übertreibt es bis auf die letzten 20 Minuten aber nicht mit der Wackel-Optik sondern nutzt auch viele feste Kamera-Perspektiven. Nachdem Shamalayan in den letzten Jahren eine Menge Flops produzierte, gelingt es ihm mit „The Visit“, an den großen Erfolg von „The Sixth Sense“ anzuknüpfen. Auch hier bekommt der Zuschauer eine Illusion vermittelt, die irgendwann Risse bekommt ohne dass der Zuschauer sich einen genauen Reim darauf machen kann, was genau nicht stimmt, obwohl es einige Andeutungen gibt, die in verschiedene Richtungen gehen. Und schließlich bietet der Film dann auch noch einen spannenden Showdown nachdem das Geheimnis gelüftet würde.

Allerdings teilt „The Visit“ damit auch das gleiche Problem wie „The Sixth Sense“. Der Film funktioniert wirklich nur ein einziges Mal, solange man noch nicht weiss, in welche Richtung es geht. Und Horror-Fans sollten keine allzu hohen Erwartungen haben, da es relativ unblutig in „The Visit“ zur Sache geht.

Bild 88 %

„The Visit“ wurde mit relativ kompakten Canon C300-Kameras mit Full HD-Auflösung gedreht. Das Bild ist sehr sauber und auch in dunklen Bildbereichen frei von Rauschen. ‎In der Postproduction würde darauf verzichtet, den „Found Footage“-Look durch künstliche Verschlimmbesserungen zu übertreiben. Ganz im Gegenteil. Der Film bietet ein sehr scharfes HD-Bild mit plastischem Kontrast und kräftigen Farben in natürlichen Tönen. Dadurch ist die Bildqualität sogar besser als bei vielen Filmen, die mit deutlich mehr Aufwand gedreht wurden.

Ton 81 %

Der „Found Footage–Stil würde auch beim Ton weitgehend konsequent durchgezogen. Musik und Sound-Effekte werden praktisch gar nicht eingesetzt. Der Sound beschränkt sich weitgehend auf die Dialoge aus dem Frontbereich. Auf die Surround-Wiedergabe kann man also auch gleich komplett verzichten. Immerhin bietet der Film eine gute Sprachverständlichkeit.

 

Special Features

– Das Making of von „The Visit“
– Unveröffentlichte Szenen
– Alternatives Ende
– Beccas Fotos


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