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REVIEW: „Steve Jobs“ (Blu-ray Disc)

Steve Jobs Blu-ray Disc

Original: Steve Jobs

Anbieter: Universal Pictures Video

Laufzeit: ca. 122 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 5.1 (Englisch)
  • DTS 5.1 (Deutsch u.a.)

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 24.03.2016

Film

„Steve Jobs“ ‎ist kein typisches Biopic, das wirklich die Lebensgeschichte von Steve Jobs oder die Firmengeschichte von Apple nacherzählt sondern besteht aus Gesprächen, die Steve Jobs in entscheidenden Phasen jeweils vor wichtigen Produktankündigungen mit seiner Pressesprecherin Joanna Hoffman (Kate Winslet), Firmen-Mitgründer Steve Wozniak (Seth Rogen), Mac-Mitentwickler Andy Herzfeld (Michael Stuhlbarg), CEO John Scully (Jeff Daniels) und seiner Tochter Lisa geführt hat. Bei jeder neuen Produktpräsentation trifft Jobs immer wieder auf diese Leute. „Steve Jobs“ ist kein Film für Fanboys: Wer von dem Film viele Insider-Informationen zu Apple-Produkten erwartet, wird eher enttäuscht werden, zumal der Film auch schon mit der Einführung des iMacs im Jahr 1998 endet und es überwiegend um die Detailversessenheit Steve Jobs in Dingen geht, die die meisten Zuschauer weniger interessieren dürften. Um so mehr kommt die unnachgiebige Haltung Jobs im Konflikt mit seinem beruflichen und privaten Umfeld sehr deutlich zum Vorschein.

Das lässt den Film anfangs etwas uninteressant erscheinen und auch die geringe optische Ähnlichkeit Michael Fassbenders zu Steve Jobs wirkt zunächst noch etwas irritierend. „Steve Jobs“ ist von Drehbuchautor Aaron Sorkin so dialoglastig wie die TV-Serie „The West Wing“ konzipiert und auch wenn das Muster etwas eintönig wird, gelingt es dem Film am Ende doch noch, mit einem kleinen Durchbruch zu enden. Sehr interessant ist vor allem, wie die verschiedenen Epochen miteinander verknüpft werden und sich trotz der harten Kapitelübergänge die Schritte zum nächsten Produkt sehr raffiniert andeuten.

Wer sich vor allem für die Produkt-Geschichte von Apple interessiert, wird aber trotzdem mehr in einer der vielen Dokumentationen über das Unternehmen als in diesem Film erfahren.

 

Bild 83 %

Die verschiedenen Abschnitte des Films wurden mit unterschiedlichen Kameras gedreht, von grieseligem 16 mm-Film bis zu digitalen Red Epic Dragon mit 6k-Auflösung. Die ersten Kapitel sind noch ziemlich verrauscht und etwas unscharf. Die letzten beiden Kapitel bieten hingegen ein sauberes Bild mit hoher Schärfe und gutem Kontrast. Die Farbgebung ist ziemlich neutral und in der Sättigung auch nicht übermäßig hoch. Die Kompression ist sehr sauber.

Ton 82 %

Der Mehrkanalmix ist sehr frontlastig und über weite Strecken auch sehr unauffällig. Nur selten hört man etwas mehr von hinten. Das liegt natürlich auch an der dialoglastigen Handlung des Films.

 

Special Features

– Inside Jobs: Das Making-of von „Steve Jobs“
– Filmkommentar mit den Filmemachern


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