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REVIEW: „Wild Card“ (Blu-ray Disc)

Wild Card Blu-ray Disc

Original: Wild Card

Anbieter: Universum Film

Laufzeit: ca. 92 min.

Bildformat: 2,35:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 5.1 Deutsch
  • DTS HD MA 5.1 Englisch

Untertitel: Deutsch

VÖ-Termin: 31.07.2015

Film

Nick Wild (Jason Statham) hat eine kleine Sicherheitsfirma in Las Vegas, die ihn gerade so über Wasser hält. Da Nick ‎dem Kartenspiel nicht abgeneigt ist, ist der Weg zum Reichtum, der es ihm erlauben würde, die Stadt zu verlassen, sehr steinig. Jahrelang hat sich Nick aus den Angelegenheiten der Unterwelt rausgehalten, aber als eine Freundin vergewaltigt wird, macht er sich auf die Spur der Täter und bringt dadurch auch sein eigenes Leben in Gefahr …

„Wild Card“‎ ist ein Remake des Films „Heat – Nick der Killer“ mit Burt Reynolds aus dem Jahr 1986. „Wild Card“ bietet einige Action-Fights in typischer Jason Statham-Manier, die so temporeich wie in „Crank“ geschnitten sind. Ansonsten ist „Wild Card“ aber eher ruhig und auch mehr ein Drama als ein Unterhaltungsfilm. Dabei werden gleich mehrere Geschichten nebeneinander erzählt, die allesamt aber auch nicht so spannend sind, dass sie den Film wirklich ohne größere Durchhänger voranbringen.

Regisseur Simon West stand für „Wild Card“ ein reicht großes Schauspielerensemble mit mehreren bekannten Gesichtern selbst in kleineren Nebenrollen zur Verfügung. ‎Interessant ist auch der ungewöhnliche Blick auf Las Vegas, da viele Szenen nicht in den großen Casinos entlang des Strips sondern den weniger glamourösen Nebenstraßen spielen, die der gewöhnliche Tourist meist nicht zu sehen bekommt.

Trotzdem ist „Wild Card“ insgesamt etwas zu spröde geraten, um wirklich ausreichend Abwechslung für einen Filmabend zu bieten. Das liegt nicht daran, dass Jason Statham-Fans hier nicht die typische Haudrauf-Action serviert bekommen, die man sonst gewohnt ist. Bereits in „Parker“ und „Homefront“ konnte Statham zeigen, dass er mehr als nur zuschlagen kann und in „Wild Card“ hat Statham noch wesentlich mehr Zeit für Dialoge als den Einsatz seiner Fäuste. Das Drehbuch bietet aber inhaltlich zu wenig und man vermisst auch etwas mehr Dramatik, so dass dem Film trotz der gelungenen Atmosphäre etwas der Biss fehlt, der einen bleibenden Eindruck hinterlassen könnte, „Wild Card“ auch mehr als nur einmal anzuschauen.

 

Bild 80 %

„Wild Card“ wurde mit RED Epic-Kameras gedreht. Von der 5k-Auflösung sieht man aber nicht allzuviel. Der Film wirkt meist so, als ob ein leicht nebliger Schleier über dem Bild liegen würde und Lichter umgibt auch oft ein leicht strahlender Schein. Der Kontrast bewegt sich zwischen passabel und gerade noch gut. Selbst bei Tageslicht sind viele Szenen sehr dunkel und dunkle Bildbereiche zeigen meist sehr tiefe Schatten. Dadurch wirkt das Bild nicht sehr plastisch. „Wild Card“ zeigt die bunten Kulissen von Las Vegas zudem in unterkühlten Tönen mit reduzierter Farbsättigung. Die Kompression wirkt recht solide. Nur dunkle Bildbereiche wirken stellenweise etwas unruhig.

 

Ton 82 %

„Wild Card“ bietet einen sehr minimalistischen Soundtrack. Es gibt durchaus Musik und Hintergrundgeräusche, aber die bleiben trotz guter Basswiedergabe meist recht unauffällig und klingen ziemlich frontbetont. Große Surround-Effekte gibt es in „Wild Card“ nicht. Aber da der Film auch mehr ein Drama als ein typischer Jason Statham-Action-Film ist, gibt es dafür auch nur wenig Anlass und zumindest die Musik sorgt für etwas Atmosphäre.

 

Special Features

  • Interviews
  • Featurettes
  • Trailer


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