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REVIEW: „The Last Days On Mars“ (Blu-ray Disc)

The Last Days on Mars Blu-ray

Original: The Last Days On Mars

Anbieter: Universum Film

Laufzeit: ca. 98 min.

Bildformat: 2,35:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 5.1 Deutsch
  • DTS HD MA 5.1 Englisch

Untertitel: Deutsch

VÖ-Termin: 15.08.2014

Film

Eine sechsmonatige Mars-Expedition nähert sich dem Ende. Am letzten Tag vor der Abholung durch eine Landefähre macht ein Forscher eine ungewöhnliche Entdeckung. Er wird allerdings verschüttet und kann vom Rettungsteam nicht mehr geborgen werden. Doch dieses entdeckt Fußspuren, die direkt zur Basis zurück führen obwohl diesen Unfall unmöglich jemand überlebt haben kann …

„The Last Days on Mars“ sieht aus wie ein Film von jemandem, der sehr oft „Alien“,  „Das Ding aus einer anderen Welt“ und „2001“ gesehen hat. Und in der Tat nennt Regisseur Ruairí Robinson gerade John Carpenters „The Thing“ als eines der großen Filmvorbilder für seine Verfilmung der Kurzgeschichte „The Animators“ von Sydney James Bounds aus dem Jahr 1975.

Robinson erfindet mit seinem Film das Genre keineswegs neu. Dennoch wurden hier bekannte Ideen recht geschickt als Grundlage für einen neuen Film genutzt, der in seinem eher mäßigen Erzähltempo und den etwas zurückhaltend inszenierten Action-Szenen zwar bei Michael Bay-Fans Entzugserscheinungen hervorrufen dürfte, aber dennoch bis zum ungewöhnlich schlichten Ende einige Abwechslung bietet und dem Zuschauer immer nur gerade so viel Horror zeigt wie es nötig ist.

Da die Aufnahmen der Marslandschaften in Jordanien gemacht wurden und nur an einzelnen Stellen mit digitalen Effekten nachgeholfen wurde, wirkt alles sehr authentisch und auch bei den Raumanzügen, Fahrzeugen und der Marsstation wurde ein nicht übermäßig futuristisches Design verwendet, welches sehr vertraulich erscheint.

Man mag dem Regisseur vorwerfen, etwas zu sehr an den Vorbildern zu hängen und nur wenige richtige Überraschungsmomente zu bieten, aber trotzdem ist „The Last Days On Mars“ gerade visuell deutlich ansprechender als viele Remakes und Fortsetzungen, die jeden Sommer als Blockbuster serviert werden. Ruairí Robinson liefert hier ein erstaunlich professionell wirkendes Spielfilm-Debut ab, welches mit seinen phantastisch arrangierten Bildern für bleibenden Eindruck sorgt.

 

Bild 89 %

„The Last Days on Mars“ wurde auf Zelluloid gedreht und zeigt ein leicht körniges aber sehr detailscharfes Bild. Während die Aufnahmen von der Marsoberfläche immer leicht rötlich eingetönt sind ohne dass dies künstlich wirkt, zeigen die Bilder aus der Station eine sehr plastische Optik mit kräftigen aber recht neutralen Farben. Der Kontrast ist perfekt. Der tiefe Schwarzwert ist genau getroffen und auch in dunklen Bildbereichen sind noch ausreichend Details zu erkennen. Die Kompression macht einen tadellosen Eindruck und lässt keine Unregelmäßigkeiten erkennen.

 

Ton 88 %

Weniger ist manchmal mehr. Der Mehrkanalmix besteht in erster Linie aus dezenten Score-Elementen und gleichmäßig auf alle Kanäle verteilten Klangverläufen. Statt tosender Effekte baut sich die Lautstärke meist langsam auf und ab. Mit diesem minimalistischen Ansatz erzeugt der Film aber eine hervorragende räumliche Atmosphäre und gerade im Bassbereich sorgt das tiefe Grollen immer wieder für beeindruckende Momente. In den Action-Sequenzen sind darüber hinaus immer wieder kleine aber gut arrangierte Effekte von allen Seiten zu hören.

 

Special Features

  • Interviews
  • B-Rolls
  • Visual Effects Demo
  • Trailer


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