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REVIEW: „The Gambler“ (Blu-ray Disc)

The Gambler Blu-ray DiscOriginal: The Gambler

Anbieter: Paramount Home Entertainment

Laufzeit: ca. 111 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • Dolby Digital 5.1, Deutsch u.a.
  • DTS HD MA 5.1, Englisch

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 28.05.2015

 

Film

Literaturprofessor Jim Bennett (Mark Wahlberg) ist spielsüchtig und steckt tief in den Schulden. Innerhalb einer Woche soll er 240.000 Dollar an Lee (Alvin Ing) zurückzahlen, der einen Zocker-Ring betreibt. Wenn Bennet nicht zahlen kann, droht Lee ihm mit Mord. Beim Kredit-Hai Neville Baraka (Michael K. Williams) hat Bennet auch noch weitere Schulden. Jim bettelt seine eigene Mutter um einen verzweifelten Kredit an – um dann das Geld in einer einzigen Nacht zu verspielen. Nur noch das Angebot eines weiteren Kredithais (John Goodman) erscheint für Jim jetzt als Ausweg, doch das Risiko wird immer höher und die Zeit immer knapper, damit er heile aus dem selbst geschaufelten Grab wieder hinaus kommen kann ….

„Planet der Affen: Prevolution“-Regisseur Rupert Wyatt zeigt in „The Gambler“ zwar tolle Bilder von vielen unbekannten Plätzen in Los Angeles. Doch trotz der grundsätzlich interessanten Handlung schwindet das Interesse am Film mit zunehmender Laufzeit. Das liegt vor allem an der fehlenden Spannung und Dramatik. Der spielsüchtige Professor schaufelt sich einfach selbst sein eigenes Grab und macht so ziemlich jeden Fehler, der sich anbietet, um seine Situation weiter zu verschlechtern. Dabei bleibt es etwas schleierhaft, ob das wirklich an einer krankhaften Spielsucht, einem Hang zur Selbstzerstörung bis Todessehnsucht, vollkommener Dummheit oder einfach nur einem Mix aus allem liegt.

Mark Wahlberg spielt die Hauptfigur ziemlich gelangweilt und das lässt auch den Zuschauer das Interesse an seinem Schicksal schnell verlieren. Zum Glück gibt es aber wenigstens John Goodman in voller Leibesfülle mit den besten tief gegrummelten Monologen seit „The Big Lebowski“, die „The Gambler“ zumindest in einigen Momenten sehenswert machen.

 

Bild 84 %

„The Gambler“ wurde mit digitalen Arri Alexa-Kameras gedreht. ‎Das Master ist sehr sauber und zeigt einen überwiegend recht guten Kontrast, der in hellen Bildbereichen aber teilweise überstrahlt. Die Farbwiedergabe ist etwas reduziert und wirkt meist recht kalt. Die Bildschärfe ist durchgängig sehr gut und die Kompression sehr sauber.

 

Ton 86 %

Der Mehrkanalmix bietet weitaus mehr als man für einen Film dieser Art erwarten könnte. Neben dem atmosphärischen Music Score präsentiert „The Gambler“ stellenweise auch sehr gelungene Sound-Effekte mit weiträumigen Klang. Zudem kann auch die Klangqualität durch saubere Höhen und eine oft sehr gute Feindynamik überzeugen. Und hin und wieder überrascht „The Gambler“ sogar mit recht effektvollen kleinen Surround-Elementen.

 

Special Features

  • Mr. Self Destruct: Hinter der Kulissen von „The Gambler“
  • Dunkelheit vor der Dämmerung: Der Abstieg des Gamblers
  • Das Blatt wendet sich: Adaptionen
  • In der Stadt: Drehorte
  • Kostüme der Schauspieler: Das Design der Kostüme
  • Entfernte/Erweiterte Szenen


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