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REVIEW: „Still Alice – Mein Leben ohne Gestern“ (Blu-ray Disc)

Still Alice Blu-ray Disc

Original: Still Alice

Anbieter: Polyband

Laufzeit: ca. 101 min.

Bildformat: 1,77:1

Audiokanäle

  • DTS HD 5.1 Englisch, Deutsch

Untertitel: Deutsch

VÖ-Termin: 31.07.2015

Film

Alice Howland (Julianne Moore) ist Sprachwissenschaftlerin und Vorzeige-Mutter, die drei Kinder großgezogen hat. Tochter Lydia ist das Problemkind der Familie, die in Los Angeles an einer Filmkarriere mit bislang wenig Erfolg arbeitet. Alice entwickelt im Alter von rund 50 Jahren zunehmend Gedächtnislücken. Erst vergisst sie Worte, dann verliert sie aber auch von Zeit zu Zeit die Orientierung. Ein Neurologe kommt nach längeren Untersuchungen zur Diagnose „Alzheimer“. Alice muss nicht nur damit klar kommen, dass ihr zunehmend die Kontrolle über ihren Alltag entschwindet. Zudem handelt es sich auch noch um eine seltene Form von Alzheimer, die mit hoher Wahrscheinlichkeit vererbbar ist und somit auch das Schicksal ihrer Kinder betrifft, von denen die älteste Tochter gerade mit Zwillingen schwanger ist …

„Still Alice“ ist ein Film, bei dem von Anfang an klar ist, dass ein Happy End nicht erwartet werden kann. Trotzdem ist der Film erstaunlich nüchtern inszeniert worden und setzt nur dezent auf den Einsatz der Tränendrüse. Stattdessen erfährt man eine Menge Informationen über die Erkennung der Krankheit und den Alltag im Umgang mit Alzheimer. „Still Alice“ zeigt vor allem, wie Alice versucht, mit verschiedenen Hilfsmitteln ihren Alltag organisieren zu können, solange dies noch möglich ist. Julianne Moore spielt diese Rolle mit Bravour, da ihr Verhalten in keinem Moment übertrieben oder gestellt wirkt. Allerdings endet der Film auch vor dem Zeitpunkt, an dem die Demenz so weit fortgeschritten ist, dass Alice zum Pflegefall wird und die Auswirkungen der Krankheit für Betroffene und Angehörige besonders strapazierend werden.

 

Bild 79 %

„Still Alice“ wurde mit ‎Arri Alexa-Kameras gedreht. Das Master wirkt leicht grieselig, ist aber ansonsten recht sauber. Der Kontrast wurde leicht überhöht und die Farben erscheinen meist etwas ausgewaschen in orange-bläulichen Tönen. Die Bildschärfe ist wechselhaft. Neben Nahaufnahmen mit guter Schärfe zeigt der Film auch viele eher weichgezeichnete Momente – wenn auch teilweise gewollt, um die Momente zu verdeutlichen, in denen Alice orientierungslos wird. Das Bild wirkt angesichts der verschiedenen Stilmittel nicht sonderlich plastisch. Auch die Kompression ist nicht ganz perfekt. In feinen Details zeigen sich stellenweise leichte Unregelmäßigkeiten.

 

Ton 80 %

Der Soundtrack ist sehr minimalistisch gestaltet. „Still Alice“ ist überwiegend ein Dialogfilm, bei dem der Sound vorwiegend aus dem Center kommt. Hin und wieder gibt es aber auch kurze Musikeinlagen mit dezentem Surround-Klang.

 

Special Features

  • Interviews mit Cast & Crew
  • B-Roll


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