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REVIEW: „Snowpiercer“ (Blu-ray Disc)

Snowpiercer Blu-ray Disc

Original: Snowpiercer

Anbieter: Ascot Elite Home Entertainment

Laufzeit: ca. 126 min.

Bildformat: 1,85:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 5.1 Englisch, Deutsch

Untertitel: Deutsch u.a.

VÖ-Termin: 23.09.2014

Film

Nach einem fehlgeschlagenen Experiment versinkt die Erde im ewigen Eis. Der Großteil der Menschheit ist bereits gestorben. Die wenigen überlebenden Menschen sind an Bord des „Snowpiercers“, einem langen Zug, der bereits seit Jahren auf der gleichen Strecke um die Welt fährt. Dort herrt ein eigenwilliges Regiment. Während wenige reiche Passagiere im Luxus an der Spitze des Zuges schwelgen, muss die Masse im finsteren hinteren Teil ihr Dasein ertragen und bekommt nur klebriges Zeugs fragwürdiger Herkunft zum Essen. Doch nach Jahren der Unterdrückung verlieren die Passagiere der untersten Klasse ihre Geduld und wagen es, sich zu wehren und notfalls mit Gewalt an die Spitze des Zuges vorzudringen….

„Snowpiercer“ ist weniger ein atmosphärischer Science Fiction-Thriller als ein sozialkritisches Kammerspiel. Über den Zustand der Welt draußen erfährt man weniger als über die eigenwillige Hierarchie vom Zugende bis zur Lokomotive.

Der Film spielt überwiegend in der ziemlich öden Zugkulisse weswegen trotz der eher simplen Animationstechnik die wenigen Szenen ausserhalb des Zuges eine willkommene Abwechslung bieten. Leider macht sich der Film nur wenig Mühe, dem Zuschauer das ziemlich schräge Ausgangsszenario glaubhaft zu vermitteln. Ständig wird man daran erinnert, wie absurd das Ganze eigentlich ist. Das gelingt den den nicht minder dystopischen Buch/Filmreihen der letzten Zeit wie „The Hunger Games“, „Divergent“ und demnächst „The Maze Runner“ weitaus besser.

Zudem erscheinen viele der Figuren in dem Film des Koreaners Bong Joon-ho (The Host) ziemlich unglaubwürdig und gerade die überdrehten Szenen mit der grausig zurechtgemachten Tilda Swinton im Kassenbrillen-Look vermitteln den unpassenden Eindruck einer leicht durchgeknallten Wes Anderson-Produktion.

Von einem Abteil ins nächste schreitet die Handlung sehr episodenhaft voran und wird immer unglaubwürdiger. Die Figuren in den vorderen Zugabteilungen erscheinen immer absurder überzeichnet. Wer dem Film nur halbwegs folgen möchte, sollte möglichst wenig über ihn nachdenken. Leider halten sich die interessanten Offenbahrungen in Grenzen und auch das Ende bringt eigentlich keine richtige Lösung.

 

Bild 79 %

„Snowpiercer“ wurde mit klassischen Zelluloid-Kameras gedreht und man könnte meinen, die Zielvorgabe wäre gewesen, den gesamten Film so hässlich wie mõglich erscheinen zu lassen. Das Bild ist immer wieder recht körnig und ebenso sieht man vereinzelt recht deutliches Farbrauschen. Das Bild ist ist nicht sonderlich kontrastreich und in dunklen Bildbereichen zeigen sich schnell harte Schatten. Die Farben erscheinen mit ihrer Betonung von Orange/Grüntönen recht schmutzig. Leider ist auch die Bildschärfe nicht sonderlich hoch ausgeprägt. Auf kleinen Bildschirmen fällt dies kaum auf, aber bei Betrachtung mit Bilddiagonalen über 80 Zoll vermisst man einiges an Detail.

 

Ton 83 %

Der anfangs bis auf einzelne Umgebungsgeräusche noch recht ruhige Mehrkanalmix entwickelt mit dem Fortschritt des Films immer mehr Dynamik. So bietet „Snowpiercer“ dann mit dem letzten Drittel eine recht kräftige Surround-Kulisse mit Musikelementen und einigen Effekten. Die Tonqualität ist leider nicht ganz überzeugend, weil der Sound oft etwas dumpf und monoton klingt.

 

Special Features

  • Making of
  • Making of (Spot)
  • Special Animated Clip
  • Production Sketches (Diashow)
  • Trailer
  • Kinotrailer
  • Teaser

 


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