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REVIEW: „Rush – Alles für den Sieg“ (Blu-ray Disc)

Rush - Alles fuer den Sieg Blu-ray Disc

Original: Rush

Anbieter: Universum Film

Laufzeit: ca. 123 min.

Bildformat: 2,35:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 5.1 Deutsch
  • DTS HD MA 5.1 Englisch

Untertitel: Deutsch

VÖ-Termin: 28.03.2014

Film

Ron Howard erzählt in „Rush – Alles für den Sieg“ die Geschichte des Formel 1-Zweikampfs 1976 zwischen dem Briten James Hunt (Chris Hemsworth) und dem Österreicher Niki Lauda (Daniel Brühl). Nicht nur die Gegensätze zwischen diesen beiden Fahrern – Frauenschwarm Hunt als ruppiger Draufgänger und Lauda als kühler Analytiker mit Blick auf jedes einzelne Detail seines Wagens und der Rennstrecke – machen diesen Ausschnitt aus der Formel 1-Geschichte auch für Kino-Besucher interessant, die normalerweise nicht sonntags dabei zuschauen, wie eine Armada schneller Rennwagen stundenlang im Kreis herumfährt. Denn die Formel 1-Meisterschaft 1976 wird auch zu einem persönlichen Drama für den in der Rangliste führenden Niki Lauda, der nach einem Unfall beim Rennen auf dem Nürburgring tagelang mit seinem Leben ringt und es trotz noch nicht ganz verheilter Wunden wagt, den Kampf um den Formel 1-Titel wieder aufzunehmen.

Der Film beginnt bereits einige Jahre vor dem Unfall als Hunt und Lauda beide noch in der Formel 3 fahren und befasst sich auch wesentlich mehr mit den Hintergründen, wie die beiden Fahrer ihren Weg in die Formel 1 finden als den eigentlichen Rennen, die in der ersten Stunde von „Rush“ meist nur in ganz kurzen Ausschnitten zu sehen sind. Lediglich das verhängnisvolle Nürburgring-Rennen, Laudas erstes Rennen nach dem Unfall in Monza und schließlich das Finale in Japan wurden umfangreicher in Szene gesetzt. Dadurch bietet „Rush“ eine sehr interessante Mischung aus Drama mit gut inszenierter Action und vor allem dem packenden Music Score von Hans Zimmer ist es zu verdanken, dass selbst die eher ruhigen Szenen oft eine spannende Dynamik bieten. Auch das Privatleben der beiden Fahrer und deren dauerhafte Rivalität wird in vielen Szenen immer wieder gezeigt. Beide Hauptfiguren werden mit Ecken und Kanten dargestellt, wirken aber trotzdem sympathisch und meist auch respektvoll im gegenseitigen Umgang. Die Geschichte von Niki Lauda steht im Vergleich zu James Hunt etwas mehr im Vordergrund und Daniel Brühl gelingt es neben der optisch verblüffenden Darstellung von Niki Lauda auch sehr gut, dessen Sprache und Mimik nachzuahmen. Auch Alexandra Maria Lara hat eine erstaunliche Ähnlichkeit mit Laudas erster Frau Marlene. Obwohl „Rush“ über weite Strecken ein sehr ernster Film ist, der in einer Zeit spielt, in der tödliche Unfälle ein ständiger Begleiter der Formel 1-Piloten waren, gibt es aber dennoch immer wieder sehr amüsante Szenen zu sehen. Dabei vermeidet Ron Howard aber plumpe Albernheiten und bietet zum Glück kaum Kitsch und Pathos sondern erweist seinen Hauptfiguren eine stille, würdige Referenz. „Rush“ dürfte neben „Apollo 13“ und „Frost/Nixon“ als einer der besten Filme in Ron Howards Hollywood-Karriere dauerhaft in Erinnerung bleiben.

 

Bild 81 %

Auf der technischen Ebene kann „Rush“ zwar mit vielen tollen Kameraperspektiven begeistern, bietet aber leider eine viel zu übertriebene 70er Jahre-Optik, die durch Grieseln und viele Unschärfen auffällt. Die dreckige Optik wird vor allem durch einen überstrahlendem Kontrast und ausgewaschenen-verrauschten Farben in orange-grünlIchen Tönen dominiert. Gerade bei den eher unscharfen Rennszenen könnte man fast den Eindruck bekommen, dass es sich hierbei um echte Archivaufnahmen aus der damaligen Zeit handeln würde. Dazwischen mischen sich auch immer wieder detailscharfe Szenen auf hohem HD-Niveau und auch insgesamt überwiegen die Momente mit scharfen Bilder. Eine bewusst gering angesetzte Schärfentiefe ist trotzdem während des gesamten Films sehr oft zu sehen.

 

Ton 92 %

Der Mehrkanalmix – sowohl in Deutsch als auch Englisch im DTS HD MA 5.1-Format präsentiert – beeindruckt wesentlich mehr als das Bild. Der temporeiche Music Score von Hans Zimmer erklingt während des gesamten Films kräftig von allen Seiten. Zudem wurden auch die Renn-Sequenzen sehr packend inszeniert und bieten impulsive Surround-Effekte von beeindruckender räumlicher Weite. Die rein deutschen Dialoge sind übrigens auch in der englischen Originalfassung in Deutsch zu hören.

 

Special Features

  • Featurettes
  • Deleted Scenes
  • Interviews mit Cast & Crew


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