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REVIEW: „Run All Night“ (Blu-ray Disc)

Run All Night Blu-ray Disc

Original: Run All Night

Anbieter: Warner Bros. Home Entertainment

Laufzeit: ca. 114 min.

Bildformat: 2,35:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 5.1 (Englisch, Deutsch)

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 03.09.2015

Film

Jimmy „The Gravedigger“ Conlon (Liam Neeson) war einst Eintreiber für irische Gangster und ist inzwischen ein Alkoholiker, dessen Sohn Mike nichts mehr mit seinem Vater zu tun haben will. Durch unglückliche Umstände kommt der Sohn von Conlons ehemaligem Boss Shawn (Ed Harris) ums Leben und dieser fordert als Tribut den Kopf von Mike …

In „Run All Night“ spielt Liam Neeson wieder den typischen etwas heruntergekommenen Typen mit rauher Stimme und harter Faust. Auch wenn Jimmy Conlon eine Menge Leichen im Keller hat, soll er natürlich im Grunde genommen ein ordentlicher Typ sein, der fürsorglich für die Mitglieder seiner Familie eintritt.

„Run All Night“ ist nach „Unknown Identity“ und „Non-Stop“ bereits die dritte Zusammenarbeit zwischen Neeson und Regisseur Jaume-Collet Serra. Vom Stil ist der Film recht ähnlich inszeniert worden. Im Unterschied zu den immer durchgeknallteren „96 Hours“-Fortsetzungen bietet Serra auch in ‎“Run all Night“ wieder eine gelungene Balance zwischen den erwartet harten Action-Momenten und ernsteren Szenen, in denen der Film sogar etwas Tiefgang entwickelt. So bietet „Run all Night“ keineswegs nur pure Action sondern zeigt ähnlich wie z.B. in Michael Manns „Heat“ auch in vielen etwas weniger temporeichen Szenen einiges aus dem Familienleben der Hauptfiguren.

Die Story ist simpel gestrickt und die angeknackste Vater/Sohn-Beziehung wirkt vielleicht auch etwas klischeehaft. Mit den dynamischen Bildern des deutschen Kameramanns Martin Ruhe, die den Zuschauer immer hautnah ins Geschehen hineinziehen und der gut inszenierten Rivalität mit dem eisig spielenden Ed Harris wirkt „Run All Night“ aber schon jetzt wie ein zeitloser Action-Klassiker, den man immer wieder gerne ansehen kann. Die virtuellen Kamerafahrten über die ganze Stadt mögen da vielleicht etwas unnötig modern erscheinen. Aber dafür bietet „Run All Night“ auch eine der rasantesten Kino-Verfolgungsjagden des Jahres.

 

Bild 77 %

„Run all Night“ wurde optisch auf Schmuddel-Optik getrimmt und bietet daher auf großen Bildschirmen nicht die inzwischen übliche HD-Qualitat. Gedreht wurde auf klassischem Film mit sichtbarem Rauschen und hartem Kontrast, der in der dominierenden Dunkelheit viele tiefe Schatten zeigt. Das Bild wirkt oft wackelig und unscharf. Nur einzelne Szenen bieten wirklich eine passable Bildschärfe. Auch die Farben wirken überwiegend sehr schmutzig. Auch wenn die düstere Optiik durchaus zum rauhen Stil des Films passen mag, wirkt sie zumindest bei größeren Bilddiagonalen gerade aufgrund der geringen Schärfe etwas übertrieben.

 

Ton 89 %

Der Mehrkanalmix kann im Unterschied zum Bild überzeugen und ist für einen eher kleinen Film dieser Art erstaunlich spektakulär. Das ist vor allem dem grandiosen Music Score von Action-Spezialist Tom Holkenborg (Junkie XL) zu verdanken, der viel Atmosphäre, schnarrende Sounds und subtil brodelnde Bässe‎ präsentiert. In den Action-Szenen bietet „Run All Night“ auch immer wieder einige gelungene Surround-Effekte und schöne Pistolensalven mit Split Surround-Atmosphöre.

 

Special Features

  • Zwei Making of Featurettes
  • Deleted Scenes


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