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REVIEW: „Robocop – Director’s Cut“ (Blu-ray Disc)

RoboCop Blu-ray Disc

Original: Robocop

Anbieter: 20th Fox Home Entertainment

Laufzeit: ca. 103 min.

Bildformat: 1,85:1

Audiokanäle

  • DTS 5.1 Deutsch u.a.
  • DTS HD MA 5.1 Englisch

Untertitel: Deutsch

VÖ-Termin: 31.01.2014

Film

Der Polizist Murphy wird bei seinem ersten Einsatz in einer neuen Einheit in Detroit schwer verletzt und steht dem Tode nahe. Murphy wird daraufhin mit einem künstlichen Körper ausgestattet und der Großteil der Hirnfunktionen durch ein Computersystem übernommen. Als „Robocop“ ist Murphy ab jetzt der Prototyp für einen neuen Roboter, den die Firma OCP an die Detroiter Polizei verkaufen will. Zunächst ist er im Kampf gegen die Kriminellen der Stadt äußerst erfolgreich. Doch nach und nach erwachen immer mehr Erinnerungen an Murphys früheres Leben – und auch an seine Mörder, deren Spur zu OCP zurück führt…

Zwar genießt „Robocop“ seinen Kultstatus nicht zuletzt aufgrund einiger blutiger Szenen, doch die Gewalt beschränkt sich selbst in dem nach Aufhebung der Indizierung erstmals frei verkäuflichen „Director’s Cut“ nur auf einige wenige visuell sehr drastische Momente, die genau so überzeichnet wie der ganze Film wirken. Im Unterschied zu vielen B-Movies dreht sich in dieser dystopischen Zukunfts-Vision nicht alles um Gewalt sondern vor allem skrupellose Manager eines Mega-Unternehmens, die einerseits versuchen, Geld mit der Kommerzialisierung der Polizei zu verdienen, mit Verbindungen in die Unterwelt die Kriminalität aber direkt fördern.

Die verrückten Bösewichte in „Robocop“ sind einfach grandios. Sie entsprechen wunderbar den typischen Film-Klischees der 80er und Verhoeven widmet ihnen viele Szenen, in denen er dem Zuschauer zeigt, wie durchgeknallt diese Schurken sind. Neben Peter Weller spielt auf der Seite der „Guten“ nur Nancy Allen als Murphys Kollegin Lewis eine bedeutendere Rolle. Aber der „Robocop“ ist vor allem ein Einzelgänger.

„Robocop“ wirkt visuell trotz der etwas düsteren Optik sehr ansprechend. Der Erfolg von „Robocop“ ist nicht zuletzt auch ein Verdienst des Kameramanns Jost Vacano, der für „Das Boot“ eine Oscar-Nominierung erhielt und viele „Robocop“-Szenen aus unmittelbarer Nähe und ungewöhnlichen Perspektiven gedreht hat. Viele Momente werden auch aus der Ich-Perspektive von Murphy gezeigt.

Trotz der düsteren Darstellung der Verhältnisse in Detroit (die den tatsächlichen Niedergang der Stadt zugespitzt vorwegnahm) ist „Robocop“ aber auch immer wieder recht amüsant, weil sehr viele Szenen etwas überdreht inszeniert wurden. Grandios sind vor allem die TV-Einspieler, die aus verschiedenen Bereichen das Geschehen im Alltag dieser bizarren Welt zeigen sollen.

Gerade diese Kombination aus düsterer Zukunftsvision, punktuell sehr direkt dargestellter Gewalt aber ebenso komischen, oft zynischen aber ebenso leicht sozialkritischen Momenten, zeichnet „Robocop“ besonders aus, weil diese verschiedenen Elemente dafür sorgen, dass der Film sich nicht einfach in eine Schublade packen lässt.

 

Bild 80 %

„Robocop“ wurde zusammen mit einer ganzen Reihe weiterer Filme aus dem Archiv von MGM aus Anlass des 90 jährigen Studio-Jubiläums vom Original-Master in 4k-Auflösung neu abgetastet. Das Master ist recht körnig und zeigt auch leichtes Farbrauschen. Der Kontrast ist bis auf etwas dunkle Schattenbereiche recht gut und die solide Farbwiedergabe fällt positiv durch die neutralen Töne auf.

Die Bildschärfe bewegt sich zwischen mäßig und gut. Zwar erreicht die Detailschärfe nur vereinzelt echtes HDTV-Niveau, wenn man den Film auf einem größeren Bildschirm oder Projektor betrachtet. Weil die Kamera aber meist sehr nah am Geschehen ist, bieten die meisten Szenen aber zumindest eine ausreichend hohe Kantenschärfe und auf kleineren Fernsehern unter 50 Zoll Diagonale sieht das Bild auch meist sehr gut aus.

Die Kompression lässt keine Störungen erkennen und auch Rauschfilter wurden nur behutsam eingesetzt.

 

Ton 81 % (Englisch)

Ton 68 % (Deutsch)

Der englische DTS HD MA 5.1-Mix bietet eine relativ gute Klanqualität und auch immer wieder sehr weiträumig abgemischte Effekte. Im Vergleich zu heutigen Filmen ist der Klang nicht ganz so brillant, aber lebendiger als bei typischen Action-Filmen aus dieser Zeit. Hier macht sich schon bemerkbar, dass der Sound etwas optimiert wurde. Nur im Bassbereich ist der 5.1-Mix recht zurückhaltend abgemischt.

Die deutsche Tonspur ist im Vergleich etwas leise und dumpf. Effekte lassen sich trotz 5.1-Mix meist nur bei genauem Hinhören wahrnehmen. Positiv ist zumindest die deutliche Dialogwiedergabe zu erwähnen.

 

Special Features

  • Diskussion mit den Machern vom Film
  • Fleisch und Stahl: Die Entstehung von RoboCop
  • Featurette: Die Dreharbeiten (1987)
  • Featurette: Making- of (1987)
  • Storyboards mit Kommentar von Animator Phil Tippett
  • Entfallene Szenen
  • Die Schurken des alten Detroits
  • Spezialeffekte damals und heute
  • RoboCop: Die Entstehung einer Legende
  • Paul Verhoevens Cameo- Auftritt
  • Audiokommentar von Regisseur Paul Verhoeven, Autor Ed Neumeier und geschäftsführendem Produzenten Jon Davison
  • Original Kinotrailer
  • TV-Spot


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