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REVIEW: "Need for Speed" (Blu-ray Disc/Blu-ray 3D)

Need for Speed Blu-ray Disc

Original: Need for Speed

Anbieter: Constantin Film/Highlight

Laufzeit: ca. 131 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • DTS HD HR 7.1 Deutsch
  • DTS HD HR 7.1 Englisch

Untertitel: Deutsch

VÖ-Termin: 09.10.2014

Film

Tobey Marshall (Aaron Paul) ist Mechaniker, Muscle-Car-Fan und illegaler Street Racer. Aus alten Tagen hegt er noch eine Rivalität mit dem arroganten Rennfahrer Dino Brewster (Dominic Cooper), der inzwischen durch eine NASCAR-Karriere reich geworden ist. Bei einem privaten Rennen verursacht Brewster den Tod eines Freundes, verschafft sich aber ein Alibi und kommt ungeschoren davon. Nur Tobey muss ins Gefängnis und nachdem er entlassen wird, sinnt er auf Rache. Doch ihm bleiben nur 45 Stunden Zeit, um von New York nach Kalifornien zu fahren, um dort bei einem Supercar-Rennen seinen Rivalen zu stellen...

"Need for Speed" ist eine der erfolgreichsten Rennspiel-Serien der letzten Jahre. Seit 1994 bringt Electronic Arts immer neue Spiele mit leicht verändertem Konzept und wechselnden Umgebungen heraus, in denen man mit Supercars wilde Straßenrennen fährt und dabei oft auch noch von der Polizei verfolgt wird. Der erste Kinofilm mit dem berühmten Spiele-Namen setzt vor allem auf handgemachte Action-Sequenzen, die durch viel Tempo und die ungewöhnlichen Kameraperspektiven bestechen. Regisseur Scott Waugh (Act of Valor) ist ein erfahrener Stunt Coordinator, der die typischen Elemente der Spiele sehr ausdrucksstark in Szene setzt. Vorbild für den Film ist weniger die Fast & Furious-Reihe, die inzwischen mit ihren absurd wirkenden Stunts und viel Poser-Gehabe immer mehr sich selbst parodiert, sondern eher Klassiker wie "Bullit" mit Steve McQueen, aus dem gleich ganz am Anfang einige Szenen zu sehen sind. Dem Regisseur ist es gelungen, die typischen Bilder aus den "Need for Speed"-Spielen nachzuahmen und selbst die Landschaften und Straßenzüge erinnern oft an die Spiele. Natürlich dürfen auch die Polizeibarrikaden und Helikopter-Einsätze dabei nicht fehlen. Trotz dem lauten Gedröhne der Motoren und den stylischen Rennsequenzen wirkt das Ganze aber nicht einfach aalglatt und cool sondern der Zuschauer bekommt teilweise ziemlich drastisch vor Augen geführt, was passiert, wenn bei der Raserei etwas schief läuft.

Inhaltlich sollte man von "Need for Speed" nicht allzu viel erwarten: Die Story ist sehr simpel gestrickt. Das Ausgangsszenario kann zunächst noch überzeugen und der Film bemüht sich sogar anfangs, seinen Figuren etwas Charakter zu vermitteln. Breaking Bad-Star Aaron Paul wirkt im Vergleich zu den Testosteron-Alpha-Tieren aus "Fast & Furious" zwar eher wie in Milchbubi, aber dafür auch nicht ganz so überzeichnet. Nach der Entlassung Tobeys aus dem Gefängnis nimmt die Handlung leider zunehmend bizarre Züge an und insbesondere die Freunde von Tobey, die ihn auf der Reise an die Westküste begleiten, wechseln sich immer wieder dabei ab, eine absurde Einlage nach der nächsten abzuliefern. Ergänzt wird das noch durch Michael Keatons Rolle als exzentrischem Organisator des Rennens, der in erster Linie merkwürdige Kommentare abliefert. Und natürlich darf auch die kleine Love-Story am Rande mit Imogen Poots nicht fehlen, die aber wenigstens nicht ganz so überdreht wirkt wie Tobeys Kumpanen.

Angesichts der vielen wirklich extrem misslungenen Computerspiele-Verfilmungen der letzten Jahre muss man "Need for Speed" trotz der etwas müden Story aber doch als eines der gelungeneren Werke dieses Genres betrachten. Gerade weil die Rennszenen wirklich Maßstäbe setzen und die Dynamik aus den Spielen gut vermitteln, lohnt es sich, den Film mehr als nur einmal anzuschauen.

 

Bild 92 %

"Need for Speed" wurde mit verschiedenen Digitalkameratypen gedreht. Für die Rennsequenzen kam dabei sogar teilweise die auch bei Action-Filmern populäre GoPro zum Einsatz. Trotzdem wirkt das Bild meist sehr konsistent und bis auf leichtes Rauschen in dunklen Bildbereichen auch sehr sauber. Die Kombination aus plastischem Kontrast, sattem Schwarzwert und Neon-Farben sorgt für eine sehr lebendige Optik und auch die Bildschärfe ist überwiegend auf sehr hohem Niveau. Bereits in 2D sorgen die atemberauben inszenierten Rennsequenzen dafür, dass man sich so fühlt, als ob man einen Zuschauerplatz auf Stoßstangenhöhe bekommen hätte.

3D 87 %

"Need for Speed" bietet immer wieder ganz gute 3D-Effekte und nutz dabei insbesondere den Bildvordergrund aus, der teilweise sogar aus dem Bild herauszuragen scheint. Die schnellen Kamerabewegungen sorgen allerdings dafür, dass man schon immer sehr genau hinsehen muss um keinen 3D-Effekt zu verpassen.

 

Ton 86 %

Der Mehrkanalmix präsentiert vor allem den Music Score recht lautstark von allen Seiten und in einzelnen Action-Szenen gibtes auch immer wieder Effekte von allen Seiten zu hören. Auch die Klangqualität ist recht ordentlich. Da der Film zum Großteil aus sich oft ähnelnden Racing-Szenen besteht, hält sich die Abwechslung aber in Grenzen.

 

Special Features

  • Audiokommentar
  • Das Gefühl von Geschwindigkeit (ca. 10 Min.)
  • Need for Speed Rivals Trailer (ca. 1,5 Min.),
  • Familienbande (ca. 12 Min.)
  • Deleted Scenes (ca. 5 Min.)
  • Der Zirkus ist in der Stadt (ca. 11 Min.),
  • Monarch & Maverick Outtakes (ca. 1,5 Min.)
  • Originaltrailer Deutsch (ca. 2,5 Min.)
  • Originaltrailer Englisch (ca. 2,5 Min.)

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