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REVIEW: „Jackass: Bad Grandpa“ (Blu-ray Disc)

Jackass Bad Grandpa

Original: Jackass Presents: Bad Grandpa

Anbieter: Paramount Home Entertainment

Laufzeit: ca. 102 min.

Bildformat: 1,78:1

Audiokanäle

  • Dolby Digital 5.1, Deutsch
  • DTS HD MA 5.1 Englisch

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 27.02.2014

Film

Der 86-jährige Irving Zisman (Johnny Knoxville) hofft, nach dem Tod seiner Frau endlich mal wieder etwas Zeit für sich selbst zu finden – und auch ein paar Frauen anzugraben. Doch dann hat er plötzlich seinen acht Jahre alten Enkel Billy (Jackson Nicoll) am Hals, weil dessen Mutter ins Gefängnis muss. Aber zum Glück gibt es ja noch den leiblichen Vater von Billy, der in Hoffnung auf Unterhaltsunterstützung gerne bereit ist, den Jungen bei sich aufzunehmen. Also macht sich Irving zusammen mit Billy auf den Weg zu einer kleinen Reise durch die USA….

In der MTV-Serie „Jackass“ ging es meist darum, irgendwelche total bescheuerten und oft gefährlichen Dinge vor der Kamera zu tun. In „Jackass: Bad Grandpa“ geht es weitaus harmloser zu. Hier stehen die Reaktionen der Umwelt auf die ständigen Provokationen Zismans im Vordergrund. Das ist mal mehr und mal weniger lustig.

Vor allem aber hat man sich so wenig um die Rahmenhandlung gekümmert, dass man sich diese eigentlich auch komplett hätte sparen können. Großvater und Enkel fahren im alten Straßenkreuzer von Ort zu Ort und ecken bei jedem Menschen an, dem sie begegnen. Irgendwie wiederholt sich das Ganze schnell ohne dass viel Dramatik oder Spannung entsteht.

Kurz vorm Schluss gibt es dann doch wieder etwas Abwechslung, wenn Billy als Mädchen verkleidet bei einem Kinder-Schönheits-Wettbewerb auftritt. Der provokante Strip-Auftritt nach dem Vorbild von „Little Miss Sunshine“ offenbart tiefste seelische Abgründe: Wenn man in die spaßlosen Gesichter der schockierten Eltern schaut, die ihre püppchenhaft kostümierten Töchter in einen solchen Wettbewerb schicken, will man nur hoffen, dass das alles nur Teil der Inszenierung von „Jackass“ ist.

Auch wenn man den Film wahrscheinlich nicht mehr als einmal sehen wird, können sich die Macher jetzt immerhin damit rühmen, eine Oscar-Nominierung erhalten zu haben – wenn auch nur für die wirklich gute Maske, hinter der sich Johnny Knoxville so gut tarnt, dass von seinen Gesichtszügen kaum etwas übrig bleibt.

 

Bild 82 %

Aufgrund des halbdokumentarischen Stils und der verschiedenen Kameras bietet der Film ein etwas wechselhaftes Bild. Die Aufnahmen der HD-Video-Kameras bieten eine sehr gute Qualität mit hoher Bildschärfe, gutem Kontrast und kräftigen Farben. Die mehr oder weniger versteckten Szenen wurden hingegen mit kompakteren Kameras gedreht, die weniger Farbauflösung bieten und teilweise stärkeres Rauschen und auch immer wieder Artefakte zeigen.

Ton 80 %

Der 5.1-Mix ist sehr unspektakulär und überwiegend sehr frontlastig. Der Pseudo-Doku-Stil bietet allerdings ohnehin kaum richtig spektakuläre Szenen. Im englischen Original sind auch die Dialoge nicht immer richtig deutlich verständlich.

 

Special Features

  • Uncut & Kinoversion
  • Streiche hinter den Kulissen


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