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REVIEW: „Fifty Shades Of Grey – Unveröffentlichte Fassung“ (Blu-ray Disc)

Fifty Shades of Grey Blu-ray Disc

Original: Fifty Shades Of Grey

Anbieter: Universal Pictures Home Entertainment

Laufzeit: 128:19 min. (Kinofassung: 125:13 min.)

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • DTS 5.1 Deutsch u.a.
  • DTS HD MA 5.1 Englisch

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 18.06.2015

Film

Die 21-jährige Literaturstudentin Anastasia Steele (Dakota Johnson) lernt bei einem Interview den wohlhabenden jungen Firmeninhaber Christian Grey (Jamie Dorman) kennen und fühlt sich von ihm angezogen obwohl dessen dominantes beherrschendes Auftreten sie gleichzeitig irritiert. Nach dem Interview treffen sich Anastasia und Christian wieder. Doch Christian will keine gleichberechtigte Beziehung und hält auch nichts von Romantik. Stattdessen macht er Anastasia ein ungewöhnliches Angebot: Sie soll einen Verschwiegenheitserklärung unterschreiben, denn Christian steht auf Sex mit Fesseln und sadomasochistischen Rollenspielen. Anastasia bleibt skeptisch, doch andererseits will sie Christian auch nicht verlieren …

„Fifty Shades Of Grey“ ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von E. L. James, der im Sogwasser der „Twilight“-Serie ursprünglich als Fan-Fiction entstand und zum Millionen-Beststeller wurde.

Wer die Romanvorlage nicht kennt, wird „Fifty Shades of Grey“ sehr wahrscheinlich anfangs als ähnlich schräg wie den 90er-Klassiker „American Psycho“ empfinden. Jamie Dorman wirkt keineswegs harmlos, aber man denkt bei seinem Auftritt weniger an ein Alpha-Tier mit Hang zum BDSM-Sex als einen verklemmt-verstörten Bubi, der irgendwo ein paar Leichen im Keller versteckt hat. Dakota Johnson hingegen wird ziemlich übertrieben als schüchternes Mauerblümchen dargestellt obwohl sich im Verlauf des Films herausstellt, dass sie eigentlich meist sehr selbstbewusst Christian Grey zu verstehen gibt wo ihre Limits sind.

Wer in „Fifty Shades of Grey“ Erotik erwartet, bekommt zwar ein paar Brüste aber sonst nicht viel mehr zu sehen – wie es von einem Hollywood-Film, der vor allem Geld einspielen soll, auch nicht anders zu erwarten ist. Der Film versteckt Körperteile unterhalb der Gürtellinie durch viele Schatten aber auch das Zusammenspiel der Darsteller wirkt in den vermeintlichen Sex-Szenen sehr dröge. Die „unveröffentlichte Version“ entfaltet auch in rund drei Minuten Extra-Laufzeit kaum mehr Leidenschaft als die Kinofassung.

Es gibt viele unfreiwillig-komische Momente, in denen man schnell ins Lachen kommt aber trotzdem erscheint „Fifty Shades of Grey“ vor allem wie ein etwas schräges Liebesdrama zwischen einem traumatisierten Jung-Millionär, der sich keine Beziehung ohne Peitschenhiebe vorstellen kann und einer romantisch-verklärten Studentin, die sich auf diese merkwürdige Beziehung einlässt, weil sie hofft, ihn doch irgendwann vom Gegenteil überzeugen zu können.

Auch für Männer ist der Film durchaus erträglich. Es hätte weitaus schlimmer werden können. Der triefende Fantasy-Kitsch der „Twilight“-Trilogie wurde hier zum Glück nicht zum Vorbild genommen. Ausserdem wurde „Fifty Shades of Grey“ auch visuell recht ansehbar inszeniert und kann mit tollen Szenenbildern im breiten Cinemascope-Format aufwarten.

 

Bild 89 %

„Fifty‎ Shades Of Grey“ wurde mit digitalen Arri Alexa-Kameras gedreht und bietet eine sehr angenehme Film-Optik mit knackscharfer Detaildarstellung. Der Kontrast ist ziemlich hoch. In dunklen Bildbereichen fehlt es etwas an Feinzeichnung, weswegen Schatten schnell ins tiefe Schwarz absaufen. Das ist sicherlich meist auch Absicht, weil dadurch noch weniger Details in den Sex-Szenen zu erkennen ist. Die Farbgebung ist meist etwas kühl und auch durch eine leicht bläuliche Filterung gekennzeichnet. Trotzdem wirken die absichtlichen Verfremdungen relativ dezent. Die Kompression ist tadellos.

 

Ton 85 %

Der Mehrkanalmix beschränkt sich meist auf gelegentliche Musik sowie einzelne Sound-Effekte. Die Abmischung ist dabei ziemlich frontlastig aber hin und wieder gibt es auch etwas Echo und kleinere Surround-Elemente. Die Klanqualität ist obendrein auch recht gut und sorgt zumindest bei der Musik auch für gelegentliche Basseinlagen.

 

 

Special Features

•    Hinter den Kulissen
•    E L James & Fifty Shades
•    Fifty Shades: Die Lust am Schmerz
•    Christians Wohnung: 360°-Set-Tour
•    Musikvideos (Skylar Grey „I know you“, The Weeknd „Earned it“)
•    Hinter den Kulissen von „Earned it“
•    Die Welt von Fifty Shades of Grey:
–    Christian Grey: Christian Grey Profil, Jamie Dornan Profil, Christians Wohnung, Christians Kleidung, Das Spielzeug eines reichen Mannes
–    Ana: Alles über Ana, Dakota Johnson Profil, Anas Welt, Anas Kleidung
–    Freunde und Familie: Eloise Mumford, Max Martini, Marcia Gay Harden, Luke Grimes, Jennifer Ehle, Victor Rasuk, Rita Ora
•    Die unveröffentlichte Filmversion mit alternativem Ende
•    Teaser Fifty Shades Darker
•    Die Musik von Fifty Shades of Grey
•    Autogrammstunde in Vancouver
•    Fifty Shades sehen
•    Lieblingsszenen (Jamie Dornan: Die Interviewszene / Dakota Johnson: Die Verhandlungsszene / Sam Taylor-Johnson: Die Trennungsszene / E.L. James: Die Barszene, die Helikopterszene und die Gleiterszene)
•    Fotogalerie

 


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