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REVIEW: „Das Versprechen eines Lebens“ (Blu-ray Disc)

Das Versprechen eines Lebens Blu-ray Disc

Original: The Water Diviner

Anbieter: Universal Pictures Home Entertainment

Laufzeit: ca. 111 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • DTS 5.1 Deutsch u.a.
  • DTS HD MA 5.1 Englisch

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 17.09.2015

Film

Während des Ersten Weltkriegs kämpfen auch australische Soldaten auf dem europäischen Schlachtfeld für das britische Empire. 1915 kommende bei der Schlacht im türkischen Galipoli viele der in die alte Welt entsandten Soldaten ums Leben. Auch die drei Söhne des Farmers Joshua Connor (Russell Crowe) hatten sich kurz nach Kriegsausbruch zum Einsatz in der Armee gemeldet. Die Nachricht über den Tod der drei Brüder liegt auch nach dem Ende des Krieges noch wie eine schwere Last auf den Connors. Nachdem seine Frau Eliza die Trauer nicht ertragen kann und Selbstmord begeht, macht sich Joshua 1919 in die Türkei auf, um die Gräber seiner Söhne zu finden.

Die britische Armee will Connor jedoch nicht erlauben, das Schlachtfeld zu betreten und bei der türkischen Bevölkerung stößt Connor ebenso auf Mißtrauen, die jeden meidet, der etwas mit der britischen Besatzungsmacht zu tun hat, die am Ende als Sieger aus dem Krieg hervorging obwohl die Türkei die Schlacht von Galipoli gewonnen hatte …

Russell Crowes Regiedebüt wirkt handwerklich solide inszeniert und zeigt, dass Crowe bei seinen vielen Filmen, in denen er zuvor nur als Darsteller mitwirkte, eine Menge gelernt hat. Crowe erzählt seine Geschichte in eindrucksvollen Bildern. Hinter der Kamera stand der 2014 verstorbene Andrew Lesnie, der vor allem mit Peter Jackson in den letzten Jahren für die „Herr der Ringe“- und „Hobbit“-Trilogien im Einsatz war.

Die etwas verschachtelte Erzählweise des Films sorgt für einige Zeitsprünge und vermittelt dem Zuschauer die Hintergründe der Handlung nur in Bruchstücken. Die Hauptgeschichte wird sehr ruhig erzählt und auch wenn „Das Versprechen eines Lebens“ einige Action-Szenen aufweist, ist der Film vor allem ein Drama, welches für Versöhnung ehemaliger Feinde plädiert. Dabei konzentriert sich der Film allerdings nicht immer stringent auf seine Hauptgeschichte, die ruhig etwas mehr Tempo, Spannung und auch eine genauere Vermittlung des teils kontroversen historischen Hintergrunds verdient hätte, sondern reduziert das Ganze vor allem auf eine sehr persönliche Geschichte mit einer Romanze am Rande, die die „Feelgood“-Stimmung etwas übertrieben kitschig erscheinen lässt.

 

Bild 84 %

„Das Versprechen eines Lebens“ wurde mit Arri Alexa- und Red Epic-Digitalkameras gedreht. Das Master wirkt leicht körnig und in dunklen Szenen teilweise auch etwas stärker verrauscht. Der Kontrast wirkt durchaus recht plastisch, erscheint aufgrund des „Gradings“ aber etwas reduziert und zeigt stellenweise auch einen etwas leicht milchigen Look. Die Farben sind sehr intensiv aber oft auch etwas gelbstichig. Das lässt den Film über weite Strecken sehr künstlich wirken. Die Bildschärfe ist überwiegend sehr gut und die Kompression zeigt keine Störungen.

 

Ton 86 %

Der Film setzt überwiegend auf die etwas leiseren Töne aber bietet dennoch gerade in den Szenen vom Schlachtfeld recht gut abgemischte intensive Sound-Effekte von allen Seiten. Neben einer Menge Split Surround-Effekte bietet „Das Versprechen eines Lebens“ auch eine gute Klangqualität mit teilweise sehr hohen Dynamiksprüngen und kräftigen Bässen.

 

Special Features

  • Making of


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