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REVIEW: „Das finstere Tal“ (Blu-ray Disc)

Das finstere Tal Blu-ray Disc

Original: Das finstere Tal

Anbieter: X-Verleih / Warner Bros. Home Entertainment

Laufzeit: ca. 115 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 5.1 Deutsch

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 04.09.2014

Film

Ende des 19. Jahrhunderts taucht in einem abgelegenen Alpendorf kurz vor Wintereinbruch ein fremder Besucher auf, der sich Greider (Sam Riley) nennt. Nur noch wenige Tage werden vergehen, bis der Schnee das Dorf einschließt. In dem kleinen Ort hat die Familie des Brenner-Bauern das Sagen. Die Söhne werfen ein scharfes Auge auf jeden Besucher und wer ihnen nicht passt, kann gleich wieder verschwinden. Greider gibt sich als Fotograf aus und wird nach Zahlung einiger Goldmünzen geduldet. Er kommt bei der Witwe Gader und ihrer jungen Tochter Luzi (Paula Beer) unter. Alles ist sehr spartanisch, aber Greider hat auch keine hohen Ansprüche. Er verbringt nur wenig Zeit mit dem Fotografieren: Schon kurze Zeit nach Greiders Eintreffen ereignen sich mehrere mysteriöse Todesfälle, die nicht zufällig im Zusammenhang mit dem neuen Besucher stehen. Denn das Dorf hat ein düsteres Geheimnis und Greider noch eine Rechnung aus alten Zeiten offen…

Auf Basis des gleichnamigen Romans von Thomas Willman drehte der Österreicher Andreas Prochaska mit „Das finstere Tal“ einen waschechten Rache-Western, der in den Alpen spielt. Der Film bemüht sich nicht sonderlich groß, das Geheimnis lange im Dunkeln zu lassen sondern konzentriert sich vor allem auf den Rachefeldzug, den Greider gegen die Dorf-Paten unternimmt. Die Spannung hält sich in Grenzen, aber das macht „Das finstere Tal“ durch die düstere Atmosphäre, die durch den ganzen Film schwebt, und die guten Schauspieler wieder wett. Visuell ist der Film mit ausgewaschenem Kontrast und minimalem Farbeinsatz ziemlich karg, aber die Kameraführung, die Schnitte und nicht zuletzt die Musik erzeugen eine fesselnde Stimmung.

 

Bild 87 %

Das Master ist sehr sauber und detailscharf. Die Bilder im Cinemascope-Format wirken makellos und sehr detailliert. Allerdings wurde die Optik sehr düster, farblich kühl und ausgewaschen abgestimmt. Deswegen erscheint das HD-Bild nicht ganz so brillant wie es sein könnte. Der Kontrast zeigt zwar etwas harte Schatten aber dennoch auch in dunklen Szenen meist ausreichend Detail. Die Kompression lässt keine Störungen erkennen.

 

Ton 90 %

Der Soundtrack im DTS HD MA 5.1-Format bietet einen sehr atmosphärischen Mehrkanalsound mit hoher räumlicher Weite. Neben dem lautstarken Music Score hört man auch immer wieder einzelne Sound-Effekte von allen Seiten und Umgebungsgeräusche wie prasselnder Regen werden sehr authentisch und sauber wiedergegeben. Auch die klangliche Qualität ist in Ordnung. Die Abmischung ist sehr dynamisch und bietet insbesondere im Bassbereich viel Volumen.

 

Special Features

  • Audiokommentar von Regisseur Andreas Prochaska & Filmjournalist Christian Fuchs
  • Making Of
  • Entfallene Szenen
  • Trailer


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