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REVIEW: „Blackhat“ (Blu-ray Disc)

Blackhat Blu-ray Disc

Original: Blackhat

Anbieter: Universal Pictures Home Entertainment

Laufzeit: ca. 133 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • DTS 5.1 Deutsch u.a.
  • DTS HD MA 5.1 Englisch

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 18.06.2015

Film

Hacker-Genie Nicholas Hathaway (Chris Hemsworth) sitzt eine mehrjährige Haftstrafe wegen Computerkriminalität ab. Doch als die geheimnisvolle „Blackhat“-Hackergruppe Angriffe auf ein Atomkraftwerk in China und die weltweiten Finanzmärkte startet, sieht sich das FBI gezwungen, Hathaway für ihre Zwecke einzuspannen. Unter Aussicht auf Straffreiheit lässt er sich auf einen Deal ein, der ihn schon bald in lebensbedrohliche Gefahr bringt …

„Blackhat“ ist ein sehr typischer Michael Mann-Film, der alleine schon wegen seiner Kamera-Sequenzen im Hochglanz-Stil sehenswert ist. Der Macher von „Miami Vice“, „Heat“ und „Collateral“ versteht es immer noch, mit tollen Kamera-Perspektiven und Schnittfolgen visuell zu beeindrucken. Und auch die Musik unterstützt gekonnt die Atmosphäre des Films – selbst wenn sie nicht ganz so stark beeindruckt wie in früheren Michael Mann-Filmen.

Die Geschichte von „Blackhat“ ist interessant, es gibt viele wechselnde Standorte an exotischen Plätzen und Schießereien im Stile von „Heat“ und mit „Thor“-Darsteller Chris Hemsworth hat Mann zum Glück einen Hauptdarsteller gefunden, der nicht den typischen Nerd-Klischees entspricht, die sonst meist bei Computer-Themen in Kino-Filmen üblich sind. Dennoch wirkt die Inszenierung von „Blackhat“ nicht packend genug, um über 130 Minuten Laufzeit abwechslungsreich auszufüllen. Bei der eleganten Inszenierung bleibt die Dynamik etwas auf der Strecke. „Blackhat“ wirkt wie ein Film voller „Deleted Scenes“, die besser unter den Tisch hätten fallen sollen. Immer wieder gibt es unnötige Längen, in denen Zeit vergeht ohne dass die Handlung wirklich vorangebracht wird. Das gilt erst recht für die ziemlich öde integrierte Love-Story.

Und während Mann in „The Insider“ eine sehr einfache Geschichte dazu nutzte, um eine Menge über die Tabak-Industrie zu verraten, bleibt „Blackhat“ doch immer etwas zu sehr an der Oberfläche seines Themas „Cyber-Kriminalität“ und die Auflösung der Ziele der Hacker-Gruppe wirkt im Vergleich zu deren ersten Aktionen doch relativ unspektakulär.

Im Kern ist „Blackhat“, der ganz ohne aufgesetzte Hacker-Coolness auskommt, ein Thriller mit viel Potential, der mit ein paar weiteren Story-Ideen, etwas gekürzter Laufzeit und mehr Tempo richtig gut hätte werden können. So bliebt „Blackhat“ leider doch nur ein stylisher Mann-Film, der sich in erster Linie auf der visuellen Ebene besonders von der Masse hervorhebt. 

 

Bild 86 %

„Blackhat‎“ wurde mit einer ganzen Reihe von verschiedenen Digitalkameras von RED und Arri gedreht. Trotzdem wirkt die Bildqualität sehr konsistent. Das Master zeigt eine gute bis sehr gute Bildschärfe und einen überwiegend recht plastischen Kontrast mit satten Neon-Farben. In dunklen Bildbereichen fehlt es häufiger etwas an Feinzeichnung und stellenweise zieht das Bild bei schnellen Bewegungen leicht nach. Die Kompression der Blu-ray Disc ist einwandfrei.

 

Ton 87 %

„Blackhat“ bietet einen sehr atmosphärischen Surround-Mix der vor allem von dem räumlichen Music Score dominiert wird, der den Großteil des Films mit seinen Ambient-Klangen begleitet und dabei mit vielen verschiedenen Sound-Elemente beeindruckt, die sowohl im Frontbereich als auf den Surround-Lautsprechern umherwandern. Dazu kommen noch sehr gelungene Split Surround-Effekte während der Schießereien. Auch klanglich kann „Blackthat“ durch eine gute Feindynamiik und schöne subtile Subwoofer-Einlagen gefallen.

 

Special Features

  • Die Cyber-Gefahr
  • Drehorte überall auf der Welt
  • Realität erschaffen


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