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REVIEW: „Black Sea“ (Blu-ray Disc)

Black Sea Blu-ray Disc

Original: Black Sea

Anbieter: Sony Pictures Home Entertainment

Laufzeit: ca. 114 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 5.1 Englisch
  • DTS HD MA 5.1 Deutsch

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 09.07.2015

Film

U-Boot-Kapitän Robinson (Jude Law) wird überraschend entlassen und steht mit einer kleinen Abfindung vor einer unsicheren Zukunft. Als er von einem deutschem U-Boot erfährt, welches mit einer millionenschweren Goldfracht im Zweiten Weltkrieg im Schwarzen Meer versunken ist, beteiligt er sich an der Expedition, um den Schatz zu bergen. Doch nicht nur in den Tiefen des Schwarzen Meers lauern Gefahren, sondern auch zwischen den britischen und russischen Crew-Mitgliedern des U-Boots entstehen Spannungen, die den Erfolg der Mission gefährden …

Wer von „Black Sea“ einen spannenden Tiefsee-Thriller erwartet, sollte seine Ansprüche zunächst einmal deutlich runterfahren. Denn gerade am Anfang stehen die persönlichen Konflikte der Besatzung mehr im Vordergrund als die Suche nach dem Goldschatz. Neid und Abneigung beherrschen von Anfang an das Klima der ungleichen Crew-Mitglieder, bei denen schon kleinste Konflikte für harte Auseinandersetzungen sorgen. Und wie sich später herausstellt, gibt es auch nur wenig Anlass für gegenseitiges Vertrauen.

In der zweiten Hälfte gewinnt der Film zum Glück an Spannung, sobald die eigentliche Suche nach dem U-Boot beginnt. Zudem entwickelt auch die anfangs noch etwas zähe Inszenierung zum Ende hin deutlich mehr Dramatik, so dass „Black Sea“ zwar nicht als das neue „Boot“ in Erinnerung bleiben wird, aber durchaus eine einmalige Betrachtung wert ist.

Zudem gelingt es Regisseur Kevin Macdonald, den Film selbst in den schwächeren Momenten immer wie einen soliden Kinofilm erscheinen zu lassen, ohne dass „Black Sea“ wie ein B-Movie wirkt, obwohl der Film ursprünglich nur als Low Budget-Produktion für das britische Fernsehen konzipiert wurde.

 

Bild 86 %

„Black Sea“ wurde überwiegend mit Arri Alexa-Kameras gedreht, die für einen sehr klassischen Film-Look‎ sorgen aber gleichzeitig wenig Rauschen und eine hohe Detailschärfe bieten. Der Kontrast wirkt sehr plastisch. Lediglich in den vielen dunklen Bildbereichen erscheint der Kontrast etwas zu hart und säuft schnell in tiefes Schwarz ab. Die kräftigen Farben werden durch eine orange-grünliche Eintönung dominiert. Die Kompression ist sehr sauber lässt auch problematischen Bildbereichen keine Unregelmäßigkeiten erkennen.  

 

Ton 85 %

Der Mehrkanalmix ist anfangs sehr minimalistisch und nutzt das Klangpotential der U-Boot-Kulisse nur teilweise aus. Hin und wieder gibt es einige atmosphärische Sound-Elemente von allen Seiten und auch der dezente Bass im Hintergrund unterstützt die bedrohlich wirkende Stimmung. Meist bleibt der Sound dabei aber zunächst recht leise und auch die Musik unterstützt den Sound nur in ganz leichtem Maße. ‎In der letzten halben Stunde dreht der Surround-Mix dann aber mächtig auf und bietet zum Ende dann doch noch eine sehr abwechslungsreiche räumliche Surroundkulisse mit vielen Soundeffekten von allen Seiten.

 

Special Features

  • Kommentar des Regisseurs Kevin Macdonald
  • Black Sea: In den Tiefen


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