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REVIEW: „Poltergeist“ (Blu-ray Disc)

Poltergeist Blu-ray Disc

Original: Poltergeist

Anbieter: 20th Fox Home Entertainment

Laufzeit: ca. 94 min. (Extended Cut: 101 min.)

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 7.1 Englisch
  • DTS HD 5.1 Deutsch

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 22.10.2015

Film

Die Familie Bowen zieht in ein kleineres Haus um, da Vater Eric arbeitslos geworden ist. Das neue Haus will jedoch nicht so recht zur Heimat werden. Merkwürdige Geräusche und eine Kiste von Clown-Puppen sind die ersten Anzeichen, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Als dann auch noch nachts wie von Geisterhand elektrische Geräte sich ein- und ausschalten wird schnell klar, dass hier unbekannte Mächte am Werk sein müssen. Und Tochter Maddy scheint mit den Poltergeistern auch noch über den Fernseher in Kontakt treten zu können …

Wie bei jedem Remake ist ein Vergleich mit der Original-Vorlage unvermeidbar und der drängt sich bei „Poltergeist“ vor allem deswegen auf, weil das Original von Steven Spielberg und Tobe Hooper auch keineswegs perfekt war aber immerhin als modernes Gruselmärchen vor einer kitschig-amerikanischen Vorstadtkulisse seinen eigenen Charme hatte und mit recht bescheidenen technischen Mitteln einige gelungene Gruselmomente bot.

Das Remake ist handwerklich durchaus ordentlich gemacht, entwickelt dabei aber trotz besserer technischer Möglichkeiten nur wenig überzeugende Spuk-Atmosphäre. Statt der netten Durchschnittsfamilie steht im Mittelpunkt der Geschichte eine Familie mit zu vielen verschrobenen Figuren, deren Nervereien zu sehr von der eigentlichen Geschichte ablenken. Während die Mutter und die Tochter noch halbwegs glaubwürdig erscheinen, greift der Vater gerne zum Glas und wirkt chronisch verpennt. Der Sohnemann ist eine totale Heulsuse und die ältere Schwester eine verwöhnte Zicke mit Smartphone-Abhängigkeit. Das ist aber noch nichts gegen die absolut unseriös wirkende Geisterjäger-Truppe, die die Familie von ihrer Hausplage wieder befreien soll und den Film mit ihrem Geschwätz endgültig ins Lächerliche zieht. Immerhin: Der Blick in Welt der Poltergeister zum Ende des Films bietet einige Momente, die mit digitaler Tricktechnik visuell beeindruckender als im Original umgesetzt werden konnten.

 

Bild  84 %

„Poltergeist“ wurde mit digitalen Arri Alexa-Kameras gedreht. Das Master ist sehr sauber und die Bildschärfe überwiegend auf gutem bis sehr gutem Niveau. Das Bild wirkt selbst bei Tageslichtaufnahmen immer etwas dunkel und die etwas schmutzig-gelbstichigen Farben verstärken diesen Effekt noch etwas. Dadurch wirkt das Bild trotz der hohen Bildschärfe auch oft nicht sehr plastisch wobei sogar die Innenaufnahmen meist den besten Eindruck hinterlassen.

 

Ton  85 %

Der Mehrkanalmix konzentriert sich vor allem auf kleinere Sound-Effekte mit Schock-Elementen. Die sind anfangs nur von Zeit zu Zeit zu hören und nehmen zum Ende hin an Intensität zu. Dabei gibt es immer wieder recht gelungene Schock-Effekte, die zwar nicht klanglich sonderlich spektakulär erscheinen, aber dennoch recht wirkungsvoll sind. Für die beste Sound-Atmosphäre sorgen vor allem die oft wiederkehrenden subtilen Bass-Effekte.

 

Special Features

Alternatives Filmende
Bildergalerie
Original Kinotrailer


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