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REVIEW: „No Escape“ (Blu-ray Disc)

No Escape Blu-ray Disc

Original: No Escape

Anbieter: Eurovideo

Laufzeit: ca. 103 min.

Bildformat: 1,85:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 5.1 Deutsch
  • DTS HD MA 5.1 Englisch

Untertitel: Deutsch

VÖ-Termin: 25.02.2016

Film

Jack Dwyer (Owen Wilson) übernimmt für das Cardiff-Unternehmen die Leitung einer neuen Wasseraufbereitungsanlage in Südostasien und zieht mit der ganzen Familie auf die andere Seite der Welt. Schon bei der Ankunft kommt Jack die Umgebung etwas komisch vor. Militär auf den Straßen und kein Fernsehen und Internet im Hotel lassen die Alarmglocken aber noch nicht laut genug klingen. Erst als am nächsten Morgen Jack plötzlich in einen gewalttätigen Aufstand bewaffneter Rebellen gerät, die Ausländer exekutieren, wird ihm die Bedrohung in Sekundenbruchteilen klar. Und die Rebellen sind bereits auf dem Weg zum Hotel, aus dem Jack Frau und Kinder in Sicherheit bringen muss …

„No Escape“ ist ein Mix aus Drama und Thriller mit einem recht ernsten Hintergrund. Aus der Geschichte hätte man ein unterhaltsamen B-Movie mit viel Action machen können. Doch der Film von „Katakomben“-Regisseur John Eric Dowdle wirkt gerade darin sehr bemüht, das ganze Szenario möglichst authentisch ‎erscheinen zu lassen und stellt die Figuren immer wieder vor die Herausforderung, in der Krisensituation die richtigen Entscheidungen zu treffen, die über Leben und Tod entscheiden können. Dabei werden alle Mitglieder der Familie existenziellen Situationen ausgesetzt und selbst die Kinder mit allen Härten konfrontiert, wenn die Rebellen gnadenlos jeden erschießen, der ihnen in den Weg kommt. Owen Wilson erscheint für einen so ernsten Film nicht unbedingt als optimale Wahl. Um so authentischer meistern aber Lake Bell als Annie Dwyer und die beiden Kinder-Darsteller ihre Rollen.

Im weiteren Verlauf des Films ergeben sich dann auch noch einige Zusammenhänge, die nicht von Anfang an offensichtlich erscheinen. Und Pierce Brosnan gelingt es wieder einmal, in einer kleinen schnoddrigen Nebenrolle zu glänzen, in der weniger die Gentleman-Qualitaten eines 007 sondern Überlebensinstinkte gefragt sind. Und gerade Brosnan bringt auch einen Bezug zur Realität in den Film hinein, der eine kritische Note verleiht, die „No Escape“ noch einmal inhaltlich deutlich aufwertet.

 

Bild 87 %

„No Escape“ wurde mit digitalen Arri Alexa- und RED Epic-Kameras produziert.‎ Viele Szenen wurden per Hand gedreht. Das Gewackel hält sich aber in Grenzen und lenkt nicht zu sehr von der Handlung ab. Der hohe Kontrast sorgt für einen sehr plastischen Bildeindruck. Die leicht untersättigten Farben erscheinen etwas schmutzig, wirken ansonsten aber sehr neutral. Die Bildschärfe ist konstant auf einem guten bis sehr gutem Niveau und zeigt eine Menge Details. Die Kompression ist sauber und zeigt keine Störungen.

 

Ton 85 %

„No Escape“ bietet einen relativ zurückhaltenden Soundtrack, der überwiegend nur mit dezenten Musik- und Soundeffekten auskommt. Die saubere Hochtonwiedergabe sorgt aber trotzdem für ein ‎recht atmosphärisches Klangbild der Umgebungsgeräusche und in den dramatischen Szenen bietet der Film auch einige lautstarke Momente. So richtig satte Bässe hört man trotzdem nur selten. Dabei muss man aber auch berücksichtigen, dass dies kein Michael Bay-Film mit Dauerfeuer ist sondern zugunsten der Dramatik es sogar vereinzelt Momente weitgehender Stille gibt.

 

Special Features

  • Audiokommentar
  • Featurettes
  • Gelöschte Szenen


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