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REVIEW: „Midnight Special“ (Blu-ray Disc)

Midnight Special Blu-ray Disc

Original: Midnight Special

Anbieter: Warner Bros. Home Entertainment

Laufzeit: ca. 112 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 5.1 (Englisch)
  • Dolby Digital 5.1 (Deutsch)

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 23.06.2016

Film

Der achtjährige Alton entwickelt übermenschliche Kräfte. Sein Vater Roy (Michael Shannon) flieht mit ihm zusammen aus einem religiösen Kult in Oregon. Während über eine Vermisstenmeldung via Radio und Fernsehen nach dem Jungen gesucht wird, versucht Roy, ihn zu einer bestimmten Zeit an einen geheimgehaltenen Ort zu bringen. Denn dort soll ein Ereignis stattfinden, welches eine Erklärung für die übermenschlichen Fähigkeiten von Alton bieten und ihm endlich ein normales Leben ermöglichen könnte. Und Roy ist notfalls auch mit Gewalt dazu bereit, Alton gegen alle Hindernisse an diesen Ort zu bringen …

„Midnight Special“ ist ein Science-Fiction-Fantasy-Film, der weitgehend auf große Action verzichtet und in der ganz normalen heutigen Welt spielt. Stattdessen setzt Regisseur Jeff Nichols vor allem auf Mystery und Atmosphäre. Der Zuschauer erfährt erst nach, was genau eigentlich mit Alton passiert und wieso und vor wem Roy und Alton auf der Flucht sind. Wenn man den Film ganz ohne vorherige Informationen sieht und auch die Trailer ignoriert hat, bietet „Midnight Special“ mit seinen vielen Überraschungen recht solide und weitgehend kitschfreie Unterhaltung. Michael Shannon und Joel Edgarton sorgen alleine schon durch ihre Leinwandpräsenz für eine düstere Stimmung, die durch die atmosphärische Musik gekonnt unterstützt wird. Die Auflösung der ganzen Geheimnisse dürfte aber nicht unbedingt jeden Zuschauer vom Hocker reissen und sobald man das Ende kennt, geht ein Großteil der Atmosphäre für eine wiederholte Betrachtung verloren. Zum einmaligen Ansehen zur dunklen Abendzeit kann „Midnight Special“ aber durchaus empfohlen werden.

 

Bild 81 %

„Midnight Special“ wurde mit klassischen Filmkameras gedreht. Das Master zeigt nur eine leichte Körnigkeit. Der Kontrast ist ganz passabel. Nur in dunklen Bildbereichen fehlt es oft an Feinzeichnung. Trotzdem lassen die Nachtszenen alle wichtigen Details erkennen. Die Farben mit Teal/Orange-Filterung wirken etwas schmutzig. Die Bildschärfe ist konstant auf gutem bis sehr gutem Niveau. Dabei erreicht „Midnight Special“ aber nicht ganz die Schärfe von Filmen, die mit modernen Digitalkameras gedreht wurden.

 

Ton 84 %

„Midnight Special“ gehört zu den Filmen, bei denen der Music Score entscheidend für die ganze Atmosphäre ist. Die eigentliche Handlung bietet kaum Sound-Effekte, aber der Soundtrack sorgt in den entscheidenden Momenten immer wieder für einen räumlichen Sound von allen Seiten und auch im Bassbereich stellenweise für richtig Druck. Dadurch trägt der Music Score auch entscheidend zur zunehmenden Dramatik des Films bei.  

 

Special Features

  • Die Vorgeschichte: Roy, Sarah, Lucas, Sevier und Alton
  • Die unsichtbare Welt


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