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REVIEW: „London Has Fallen“ (Blu-ray Disc)

London Has Fallen Blu-ray Disc

Original: London Has Fallen

Anbieter: Universum Film

Laufzeit: 99 min.

Bildformat: 2,35:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 5.1 Deutsch
  • DTS HD MA 5.1 Englisch

Untertitel: Deutsch

VÖ-Termin: 29.07.2016

Film

Der britische Premierminister stirbt plötzlich unter rätselhaften Umständen und alle Staatsoberhäupter der westlichen Welt fliegen zur Beerdigung nach London. Was  US-Präsident Benjamin Asher und sein Leibwächter Mike Banning nicht ahnen: Trotz höchster Sicherheitsmaßnahmen steht das Leben der der mächtigsten Politiker der Erde auf dem Spiel. Banning kann das Leben des US-Präsidenten gerade noch retten und flieht mit ihm in den Londoner Untergrund. Zusammen mit einer Agentin des MI6 versucht er, Asher zur Rettung in die amerikanische Botschaft zu bringen …

„London Has Fallen“ ist einer dieser Filme, bei denen es schwer fällt, eindeutig zu sagen, ob man ihn eher gut oder eher schlecht findet. Auf dem Papier klingt eigentlich alles trotz der etwas konstruiert wirkenden Story ziemlich gut und über einen Mangel an Action kann man sich wirklich nicht beklagen. Aber trotz der harten Inszenierung wirkt der Film nur selten echt. So wird immer recht geschickt kaschiert, wenn es wirklich brutal wird und auch die vielen digitalen Effekte sind nur selten so gut gemacht, dass sie nicht auffallen. Daher wirkt der Film häufig auch eher wie ein etwas aufgepimpter TV-Movie als ein richtiger Kino-Film. Zumindest Fans von klassischen Auto-Verfolgungsjagden kommen bei „London Has Fallen“ aber gut auf ihre Kosten.

 

Bild 81 %

„London Has Fallen“ wurde mit Red Epic Dragon-Kameras gedreht. Diese gehört mit 6k-Auflösung zu den besten derzeit erhältlichen Kameras auf der Welt. Doch die Bildqualität von „London Has Fallen“ ist lediglich auf oberem guten Niveau. Bei der digitalen Nachbearbeitung wurde viel verschlimmbessert. Der harte Kontrast sorgt für stark überstrahlende Bildbereiche und harte Schatten. Dabei wirkt das Bild meist etwas düster und grau. Während oft wichtige Bildelemente kaum zu erkennen sind, werden unwichtige helle Bildbereiche viel zu überbetont.

Die schmutzigen Farben mit Teal/Orange-Tönung verstärken diese ausgewaschene Optik und auch die Bildschärfe ist meist nur in Nahaufnahmen richtig gut. Zudem wirkt die Optik auch oft etwas neblig und teilweise sogar verrauscht. Angesichts der vielen digitalen Effekte liegt die Vermutung nahe, dass beim finalen Mastering des Films fürs Kino weniger eine optimale Bildqualität angestrebt wurde sondern ein Look, bei dem die Unterschiede zwischen den realen Aufnahmen und digitalen Effekten möglichst wenig auffallen. Das harte digitale Grading mindert allerdings auch das Potenzial für eine spätere Ultra HD Blu-ray-Veröffentlichung.

 

Ton 84 %

„London Has Fallen“ bietet einen weiträumigen Mehrkanalmix mit toller Atmosphäre und immer wieder sehr clever arrangierten Split Surround-Effekten. Leider mindert die Klangqualität etwas den Eindruck. Die Dynamik ist relativ zurückhaltend und nur recht selten gibt es richtig satte Basseinlagen. Auch im Hochtonbereich vermisst man Brillanz und die Stimmwiedergabe ist etwas dünn (deutsche Synchron) bzw. klingt leicht muffig (Originalfassung). Mit etwas höherem Lautstärkepegel bietet „London Has Fallen“ durchaus einen weiträumigen Sound aber so richtig packend klingt die Abmischung nur selten.

 

Special Features

  • Making of
  • Interviews mit Cast & Crew
  • 2 Featurettes


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