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REVIEW: „Krampus“ (Blu-ray Disc)

Krampus

Original: Krampus

Anbieter: Universal Pictures Video

Laufzeit: ca. 97 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 5.1 (Englisch)
  • DTS 5.1 (Deutsch u.a.)

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 28.04.2016

Film

Der kleine Max hat den vorweihnachtlichen Streit in seiner Familie satt und beschliesst darauf, der angeblich schönsten Zeit des Jahres endgültig den Rücken zu kehren. Nichtsahnend beschwört er aber damit den Zorn des „Krampus“ herauf. Denn die finstere Kreatur ist von der Bestimmung angetrieben, all jene zu bestrafen, die den Glauben an Weihnachten verloren haben. Plötzlich geht es nicht mehr um harmlose Weihnachtsbräuche sondern das pure Überleben und nur wenn Max und seine Familie zusammenhalten, haben sie eine Chance, den Klauen des Dämons und seiner düsteren Gehilfen zu entkommen …

„Krampus“ fängt an wie eine typische Familien-Komödie, deren Harmlosigkeit jedoch schnell verfliegt und einer düsteren Gruselstimmung weicht. Die Horror-Szenen sind sehr gekonnt inszeniert und zeigen dem Zuschauer zunächst noch sehr wenig. Puren Splatter-Horror bietet „Krampus“ jedoch nicht sondern hält sich in der Gewaltdarstellung etwas zurück. Einige der Helfer des dunklen Weihnachstmanns wirken sogar recht amüsant und geben dem Film etwas „Gremlins“-Flair. Trotz der originellen Ausgangsgeschichte, die ihren Ursprung in alten Bräuchen aus dem süddeutschen-österreichischen Raum hat, zeichnet sich „Krampus“ allerdings auch nicht durch viele Überraschungen aus sondern folgt weitgehend dem klassischen Muster vieler Horror-Filme. Visuell wirkt der Film mit seinen verwunschen wirkenden Schnelandschaften im Stil von Ridley Scotts „Legende“ aber dennoch ziemlich beeindruckend.

 

Bild 85 %

„Krampus“ wurde mit Arri Alexa-Kameras gedreht. Das Master ist digital-typisch sehr sauber, zeigt aber auch eine leichte (künstliche) Körnigkeit. Der Film bietet einen plastischen Kontrast und sehr kräftige Farben, die zwar leicht eingetönt sind, ansonsten aber recht natürlich wirken. Der Film ist über weite Strecken recht dunkel, zeigt aber auch in diesen Momenten viel Detail mit erstaunlich wenig Rauschen. Die Bildschärfe ist überwiegend auf sehr gutem Niveau. Die Kompression zeigt keine Störungen.

Ton 90 %

Der Mehrkanalmix bietet einen sehr atmosphärischen Sound. Neben dem ausgefeilten Music Score bieten insbesondere die Aussenaufnahmen mit dem fauchenden Wind von allen Seiten eine sehr weiträumige Surround-Kulisse. Aber auch Innenaufnahmen bieten immer wieder sehr gut arrangierte kleinere Surround-Effekte. Je mehr sich der Film dem Ende nähert, um so bombastischer werden die Effekte. Auch die Klangqualität ist recht gut und fällt insbesondere durch die saubere Hochtonwiedergabe positiv auf. Eigentlich wäre der Film mit seinen vielen präzise ortbaren Effekten für einen Dolby Atmos-Mix prädestiniert gewesen. Doch auch im klassischen Mehrkanal-Format bietet „Krampus“ bereits hohe Demo-Qualitäten.

 

Special Features

– Alternatives Ende
– Unveröffentlichte Szenen
– Gag Reel
– Krampus wird lebendig
– Hinter den Kulissen
– Bildergalerie


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