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REVIEW: „Knight of Cups“ (Blu-ray Disc)

Knight of Cups Blu-ray Disc

Original: Knight of Cups

Anbieter: StudioCanal / Arthaus

Laufzeit: ca. 118 min.

Bildformat: 2,35:1

Audiokanäle

  • Dolby Digital 5.1 Deutsch
  • Dolby Digital 5.1 Englisch

Untertitel: Deutsch

VÖ-Termin: 14.01.2016

Film

Hollywood-Autor Rick (Christian Bale) ist zwar erfolgreich aber trotzdem in einer Sinnkrise. Auf der Suche nach Liebe und dem Sinn des Lebens geht Rick auf Partys und sucht Affären mit vielen verschiedenen Frauen. Doch der richtige Weg zur Wahrheitsfindung wird für Rick nur langsam erkennbar und auch die Begegnung mit seinem Bruder reisst alte Wunden in der Familiengeschichte wieder auf …

Terrence Malick macht bereits seit einigen Jahren keine klassischen Spielfilme mehr und selbst bei seinen früheren Werken wie „Der schmale Grat“, die noch eine richtige Handlung hatten, stand bereits vor allem die Ästhetik der Bilder stark im Mittelpunkt. Nach „The Tree of Life“ und „To the Wonder“ präsentiert Malick mit „Knight of Cups“ einen weiteren Experimentalfilm, der mit wenigen Dialogen und einem Minimum an Handlung auskommt. Diesmal konnte Malick u.a. Christian Bale, Natalie Portman und Cate Blanchett verpflichten.

„Knight of Cups“ zeigt einige schöne Bilder von prächtigen Orten mit überwiegend erfolgsverwöhnten Menschen aus Los Angeles und Umgebung, die wahrscheinlich auch eine wunderbare Kulisse für ein Musikvideo bilden könnten und vor allem ästhetische Qualitäten haben. Christian Bale ist zwar Hauptdarsteller, spricht aber weniger mit den anderen Figuren des Films sondern überwiegend aus dem Off. Der Film ist so sperrig wie erwartet und lediglich der hohe technische Anspruch Malicks weckt ein leises Interesse, „Knight of Cups“ zumindest eine Chance zu geben.

Wer neben den ästhetischen Bildern noch irgendeinen Sinn in diesem Film entdeckt oder einfach nur hinein interpretieren will, kann sich freuen.‎ Die meisten Zuschauer dürften allerdings am Ende genau so ratlos dastehen wie am Anfang. Ganz so bildgewaltig wie einige von Malicks früheren Werken ist „Knight of Cups“ leider auch nicht und macht oft auch einen sehr improvisierten Eindruck, weswegen der Film eigentlich nur Zuschauern empfohlen werden kann, die genau wissen, worauf sie sich einlassen.

Bild 84 %

„Knight of Cups“ wurde mit vielen verschiedenen Kameras gedreht. Neben einigen GoPro-Kameras mit verwackelten Aufnahmen kamen überwiegend 35/65 mm Film und Arri Alexa-Digitalkameras zum Einsatz, die meist ebenso in Bewegung sind und sehr detailscharfe und plastische Bilder‎ zeigen. Der Kontrast ist meist sehr hoch und die Farben ausreichend aber nicht übermäßig stark gesättigt. Künstliche Verfremdungen kommen kaum zum Einsatz, weswegen der Film in der leicht kühlen Optik auch recht dokumentarisch wirkt. Vereinzelt ist leichtes Rauschen im Bild zu sehen. Die Kompression ist aber in Ordnung.

 

Ton 84 %

Am Anfang des Films wird direkt eine Empfehlung eingeblendet, den Film möglichst laut zu hören und das kann man auch gefahrlos tun. Denn der ganze Film bietet nur dezente Dynamiksprunge aber dafür einen sehr räumlichen Klang mit natürlichen Umgebungsgeräuschen, der fast durchgängig alle Lautsprecher nutzt. Selbst in den wenigen Momenten, in denen der Film etwas dramatischer wird, bleibt der Sound recht ruhig und der Soundtrack mit vielen Edward Grieg-Kompositionen unterstützt diese Atmosphäre ziemlich gut. Richtig brillante Surround-Effekte sollte man aber nicht erwarten.

 

Special Features

  • Aufnahmen von der Premiere
  • Berlinale-Pressekonferenz
  • Featurette


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