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REVIEW: „Joy – Alles außer gewöhnlich“ (Blu-ray Disc)

Joy Blu-ray Disc

Original: Joy

Anbieter: 20th Fox Home Entertainment

Laufzeit: ca. 124 min.

Bildformat: 1,85:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 5.1 Englisch
  • DTS 5.1 Deutsch

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 12.05.2016

Film

„Joy“ erzählt über mehrere Jahrzehnte die Familiengeschichte von Joy Mangano (Jennifer Lawrence), die sich seit Jahren um ihre gesamte Familie kümmern muss. Als Joy eines Tages eine Erfindung macht, muss sie nicht nur ihren eigenen Willen in der Geschäftswelt durchsetzen, sondern bekommt auch noch von ihrer eigenen Familie Steine in den Weg gelegt, da fast alle Joy für eine Versagerin halten, die nicht das Zeug zum Erfolg hat …

David O. Russells „Joy“ basiert auf einer wahren Geschichte und je weniger man über die Hintergründe weiß, um so mehr Überraschungen bietet der Film – nicht zuletzt auch, weil der Trailer dem Zuschauer einen ganz anderen Eindruck über die Art des Films vermittelt.

Neben Jennifer Lawrence und Bradley Cooper, die bereits in früheren David O. Russel-Filmen zu sehen waren, sieht man in weiteren Nebenrollen u.a. auch Robert De Niro und Isabella Rossellini.

Einerseits ist „Joy“ ein Film, der zeigt, wie schmal in der Geschäftswelt der Grat zwischen Erfolg und Niederlage verläuft. Aber vor allem ist „Joy“ ein Familiendrama, weil die Erfinderin in kritischen Momenten immer wieder auf sich alleine gestellt ist. Die meisten Familienmitglieder wollen nicht an ihren Erfolg richtig glauben und gönnen ihr diesen teilweise auch gar nicht. Der Film spielt auf verschiedenen Zeitebenen und ist trotz aller Ernsthaftigkeit auch immer wieder ganz amüsant, insbesondere dann, wenn „Joy“ überlegen muss, wie sie sich aus einer scheinbar ausweglosen Situation retten kann. Mit zwei Stunden Laufzeit bietet der Film zwar eine normale Länge, hätte aber auch ruhig noch etwas länger ausfallen können, weil er schon wieder vorbei ist, als es gerade richtig interessant wird.

 

 

Bild  77 %

„Joy“ wurde mit klassischen Filmkameras gedreht und zeigt ein ziemlich verrauschtes Bild. Das Master wirkt auch nicht sehr scharf. Nur Nahaufnahmen bieten eine gute Schärfe, die auch noch bei großen Bilddiagonalen ausreichend Detail zeigt. Auf kleinen Bildschirmen mit weniger als 65 Zoll machen sich die Bilddefizite deutlich weniger bemerkbar. Der Kontrast und die Farben sind ähnlich wie bei früheren Filmen von David O. Russel. Der harte Kontrast sorgt für tiefe Schatten mit wenig Feinzeichnung von Details in dunklen Bildbereichen und die Farben werden vor allem durch braune und orange Töne dominiert.

 

Ton 80 %

Der Surround-Mix ist sehr frontbetont abgemischt und macht nur wenig von den Surround-Kanälen Gebrauch. Der Film ist sehr dialogbetont und nutzt auch Musik nur recht zurückhaltend ein. Auch klanglich bietet der Film nichts Besonderes. Die englische Originalfassung erscheint etwas dumpf abgemischt wodurch Dialoge stellenweise etwas undeutlich klingen.

 

Special Features

  • Die Hintergründe zum Film
  • Jennifer Lawrence und David O. Russel zu Gast im „Times Talk“ (moderiert von Maureen Dowd)
  • Bildergalerie
  • Original Kinotrailer


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