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REVIEW: „Hardcore“ (Blu-ray Disc)

Hardcore

Original: Hardcore Henry

Anbieter: Capelight

Laufzeit: ca. 90 min.

Bildformat: 1,85:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 5.1, Deutsch
  • Dolby Atmos, Englisch

Untertitel: Deutsch

VÖ-Termin: 09.09.2016

Film

Henry ist eigentlich so gut wie tot, doch seine Frau Estelle schafft es mit Hilfe von kybernetischen Prothesen, ihn ins Leben zurück zu holen. Henry kann sich allerdings an nichts aus seinem Vorleben erinnern und als dann seine Frau noch entführt wird, beginnt für ihn eine harte Suche durch Moskau, bei der sich ihm immer wieder neue Gegner in den Weg stellen, die Henry nur mit roher Gewalt vom Leibe halten kann …

„Hardcore“ würde komplett aus der Ego-Perspektive gedreht. Das ergibt den Look eines Action-Shooter-Computerspiels, der primär mit kleinen GoPro-Kameras und einer speziellen Halterung vor dem Gesicht des Henry-Darstellers erzeugt wurde, von dem man nur die Füße und Hände ab und zu sieht. Dank Bildstabilisierung ist das ganze Gewackel noch halbwegs erträglich und sorgt für Bewegungsabläufe, die den Egoshooter-Look recht überzeugend nachahmen. Von der besonderen Optik einmal abgesehen, ist „Hardcore“ ein ziemlich durchgeknallter Action-Thriller mit einem rasanten Erzähltempo, der Henry ohne große Pausen von einer Action-Szene in die nächste ‎stolpern lässt. Und wenn Henry austeilt, geht es dabei noch blutiger zu als in den großen B-Movie-Klassikern von Schwarzenegger und Co. Das nutzt „Hardcore“ auch immer wieder für unfreiwillig komische Momente und Sharlto Copley als mysteriöser Begleiter von Henry steigert die Absurdität noch weiter. Trotz gerade einmal 96 Minuten Laufzeit wirkt der Film allerdings gerade im letzten Drittel etwas langatmig, denn die Story bietet nur recht wenige wirklich spannende Momente und auch wenn das Splatter-Tempo zum Schluss noch einmal zunimmt, stellt sich doch auch ein gewisser Ermüdungsseffekt ein.

 

Bild 72 %

Die Bildqualität der eingesetzten GoPro-Kameras kommt nicht ganz an das Niveau richtiger Filmkameras‎ heran und zeigt auf grossen Bildschirmen ein etwas kontur- und detailarmes Bild mit leicht verwaschenen Farben. Auch leichte Kompressionsartefakte und Rauschen sind im Bild ab und zu erkennbar. Das Bildmaterial wirkt auch überwiegend recht roh ohne einheitliche Kontrast- und Farbabstimmung, was aber mit zum Konzept des Films gehören dürfte.

 

Ton 84 %

Für einen Low Budget-Film bietet „Hardcore“ einen erstaunlich ausgefeilten Mehrkanalmix, der zwar etwas dumpf und unvoluminös klingt, aber dafür von Zeit zu Zeit einige ganz nette Effekte bietet. Im englischen Original bekommt man sogar eine Dolby Atmos-Tonspur geboten, die einige der Stunts von Henry mit Effekten von der Decke‎ noch etwas abgedrehter wirken lässt.

 

Special Features

  • Audiokommentar Regisseur Ilya Naishuller
  • Audiokommentar Regisseur und Hauptdarsteller Sharlto Copley
  • Fan-Chat mit Ilya Naishuller und Sharlto Copley
  • Musikvideos „The Stampede“, „For the Kill“ und „Bad Motherfucker“ von BITING ELBOWS,
  • Behind the Scenes


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