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REVIEW: „Halloween – Die Nacht des Grauens“ (Blu-ray Disc)

Halloween Blu-ray Disc

Original: Halloween

Anbieter: Concorde Home Entertainment

Laufzeit: ca. 91 min.

Bildformat: 2,35:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 5.1 Deutsch
  • DTS HD MA 5.1 Englisch

Untertitel: Deutsch

VÖ-Termin: 16.02.2012

Film

1963 ermordert der sechsjährige Michael Myers an Halloween seine ältere Schwester mit einem Küchenmesser. Er landet in einem nahe gelegenen Sanatorium, wo er unter Sicherungsverwahrung eingeschlossen wird. 15 Jahre nach dem Mord bricht Michael aus dem Sanatorium aus und kehrt nach Haddonfield zurück. Sein Doktor Sam Loonis vermutet dies und warnt den örtlichen Sherrif, der die Sache aber nicht richtig ernst nimmt. Und während sich die drei Schülerinnen Laurie, Annie und Lynda auf die Halloween-Nacht vorbereiten, ahnt niemand, dass diesmal ein „Trick or Treat“ mit tödlichem Ausgang bevorsteht …

Der John Carpenter-Klassiker aus dem Jahr 1978 hat auch Jahre später nichts von seiner düsteren Atmosphäre verloren. Sogar im Gegenteil: Die altbacken erscheinenden Siebziger Jahre-Kulissen lassen den ganzen Film mit zunehmenden Alter noch unterkühlter wirken. Die Spannung baut sich ganz langsam auf und zwischen die harmlos-belanglosen Alltagsgeschichten der Haupdarsteller werden immer wieder einzelne Schock-Elemente gestreut. Denn Michael Myers lauert seinen Opfern schon lange vorher auf, bevor diese auch nur etwas erahnen. Lediglich Hauptdarstellerin Laurie (Jamie Lee Curtis) kommt dieser merkwürdige Typ schon von Anfang an etwas dubios vor, kann aber auch nicht die richtigen Schlüsse ziehen. Das Gewalt-Level in „Halloween“ ist sehr gering. Um so mehr spielt der Film mit der ständig wechselnden Spannung. Und vor allem die von John Carpenter selbst komponierte Musik wirkt schon alleine so unheilvoll, dass „Halloween“ auch ganz ohne den meist nur undeutlich erkennbaren Michael Myers mit seiner Maske weitaus unheimlicher wirken würde als deutlich brutallere Horror-Filme.

 

Bild 71 %

Das Master bietet für eine Low Budget-Produktion aus dieser Zeit eine recht gute Bildqualität. Kratzer sind fast nie zu sehen und auch der Bildstand ist recht stabil. Da viele Szenen mit Handkamera gedreht wurden, sind leichte Wackler aber nicht zu vermeiden. Der Kontrast wirkt meist sehr plastisch, überstrahlt in hellen Bereichen aber auch öfters. Die Farbwiedergabe in satten Tönen wirkt überwiegend sehr natürlich. Eine leicht vergilbte Optik lässt sich aber nicht ganz vermeiden. Die Bildschärfe ist gut und in Nahaufnahmen teilweise auch sehr gut. Detail wirken aber meist eine Spur zu glatt. In dunklen Bildbereichen ist auch vereinzelt leichtes Rauschen zu sehen. Die Kompression erscheint ziemlich sauber.
 

 

Ton (Englisch) 66 %

Ton (Deutsch) 42 %

In der englischen Originalfassung bietet der 5.1-Mix zwar einen etwas dünnen und leicht aufdringlichen Sound. Der 5.1-Remix ist aber weitgehend gelungen. Inbesondere die Musik klingt sehr sauber und deutlich aus den Surround-Kanälen. Auch Umgebungsgeräusche werden immer wieder gut über die Surround-Kanäle wiedergegeben. Die Stimmen klingen allerdings etwas dumpf und Dynamik ist kaum vorhanden.

Trotzdem sollte man der Originalfassung den Vorzug geben, denn die deutsche Synchro klingt ziemlich bescheiden. Der Sound ist sehr muffig und monoton. Räumlichen Klang gibt es nur ansatzweise und die Dialoge klingen etwas undeutlich und verzerrt. Während in der Originalfassung die Musik sehr gekonnt die Atmosphäre des Films unterstützt, klingt diese in Synchronfassung eher wie störendes Beiwerk.

 

Special Features

  • Audiokommentar mit Regisseur John Carpenter, Jamie Lee Curtis und Debra Hill
  • Halloween-Interviews
  • An den Original-Schauplätzen: 25 Jahre später
  • Die „Heiligen Stätten“ des Horrorgenres
  • Spots & Trailer


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