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REVIEW: „Escobar – Paradise Lost“ (Blu-ray Disc)

Escobar - Paradise Lost Blu-ray Disc

Original: Escobar – Paradise Lost

Anbieter: Alamode / ALIVE

Laufzeit: ca. 116 min.

Bildformat: 2,35:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 5.1 Deutsch
  • DTS HD MA 5.1 Englisch

Untertitel: Deutsch

VÖ-Termin: 20.11.2015

Film

Nick Brady (Josh Hutcherson) träumt davon, gemeinsam mit seinem Bruder Dylan (Brady Corbet) an der kolumbianischen Küste eine eigene Surfschule zu veröffnen. Nickt trifft dort Maria (Claudia Traisac) und verliebt sich in sie. Doch die die Schöne hat berühmt-berüchtigte Verwandschaft: Maria ist die Nichte des Drogenbarons Pablo Escobar (Benicio del Toro). Anfangs bereitet das der Beziehung noch keine wirklichen Probleme. Escobar wirkt auf Nick zunächst wie der großzügige Anführer eines Familienclans und nimmt Nick wie einen Sohn auf. Doch nach und nach wird Nick immer mehr in den blutigen Kampf Escobars gegen die kolumbianische Regierung mit hinein gezogen und von diesem schließlich dazu gezwungen, eine folgenschwere, tödliche Entscheidung zu treffen …

„Escobar – Paradise Lost“ erzählt die düstere Geschichte Pablo Escobars aus einer ungewöhnlichen Perspektive. Zwar soll eigentlich die Romanze zwischen Nick und Maria im Vordergrund stehen, doch der grandiose Benicio del Toro dominiert mit seiner Aura zwischen Finsterniss und Verträumtheit diesen Film voll und ganz. Um so enttäuschender ist der vollkommen charismafreie Josh Hutcherson, der für die eigentliche Hauptrolle wie eine absolute Fehlbesetzung erscheint. Zum Ende hin wird der Film zwar immer spannender. Doch Hutchersons dauerhafter und sich zum Finale noch steigernder Jammerblick erweist sich als ziemlicher Atmosphäre-Killer, der das Interesse am mehr als einmaligen Betrachten des Films ziemlich minimiert.

 

Bild 83 %

Das Master ist überwiegend sehr sauber und bietet eine hohe Detailschärfe. Gelegentliche Unschärfen wirken wie ein absichtliches Stilmittel. Der Kontrast ist etwas überhöht und zeigt harte Schatten. Trotzdem wirkt das Bild meist noch recht plastisch. Die Farben mit leicht orange-grünlicher Tönung erscheinen etwas schmutzig. Die Kompression wirkt sehr sauber.

 

Ton 84 %

Der Mehrkanalmix ist recht zurückhaltend abgemischt worden. Effekte gibt es zwar kaum aber zumindest der Music Score sorgt stellenweise für eine sehr weiträumige Atmosphäre und trägt in den dramatischen Szenen auch effektvoll zur Spannung des Films mit bei.

 

Special Features

  • Trailer
  • Interviews mit den Schauspielern
  • Making of
  • Wendecover


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