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REVIEW: „Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere – Extended Edition“ (Blu-ray Disc)

Der Hobbit - Die Schlacht der fuenf Heere - Extended Edition Blu-ray Disc

Original: „The Hobbit: Battle of the Five Armies“

Anbieter: Warner Bros. Home Entertainment

Laufzeit: 163:56 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 7.1 Englisch, Deutsch

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 26.11.2015

Film

„Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere“ (The Hobbit: The Battle of The Five Armies) ist der Abschluss von Peter Jacksons „Hobbit“-Trilogie, der aus dem putzigen Kinderbuch von J.R.R. Tolkien ein Action-Spektakel für die Fans der „Herr der Ringe“-Filme machte und damit kommerziell genau den Massengeschmack vieler Fans traf.

Smaug der Drache war in den ersten beiden Hobbit-Filmen ein mächtiger Gegner, dem lange Zeit niemand etwas anhaben konnte. Im dritten Teil ist Smaug allerdings aus dem Spiel und dadurch treten die anderen Konflikte wieder deutlicher in den Vordergrund. Thorin Eichenschild und die Zwerge von Erebor erheben ebenso Anspruch auf den Goldschatz im Berg wie die Bewohner von Esgaroth, die unter den letzten Attacken Smaugs ziemliche Verluste erleiden mussten und auch der Elbenkönig Thranduil will einen Teil der Beute bekommen und rückt mit einer eigenen Armee an. Doch als ein Angriff riesiger Orks droht, müssen sich die verfeindeten Parteien zusammenraufen, um nicht gemeinsam unterzugehen …

Das Hobbit-Finale „Die Schlacht der fünf Heere“ trägt diesen Titel nicht umsonst, denn diese große Schlacht macht den Großteil des ganzen Films aus. Am Anfang gibt es noch etwas Abwechslung mit dem Todeskampf von Smaug und dem Konflikt um den Schatz im Berg, der vor allem dem unter der „Drachenkrankheit“ leidenden Thorin Eichenschild zuzuschreiben ist, weil er immer mehr in Allmachtsphantasien verfällt und nicht bereit ist, etwas von dem Schatz abzugeben, den sich Smaug einst zusammengeraubt hat. Selbst unter den eigenen Reihen sieht Thorin Verrat, weil der wertvolle Arkenstein im riesigen Goldschatz angeblich nicht auffindbar ist.

Die große Schlacht wird episch in die Länge gezogen und zwischen dem zwischen verschiedenen Schauplätzen und Figuren stattfindenden Gemetzel bleibt auch immer viel Zeit für mit viel Pathos angereicherte Dialoge sowie kleinere Szenen über schändliche Feiglinge und sogar einen Anflug von Romantik. Die große Schlacht zum Ende wirkt dabei oft unfreiwillig komisch, denn die Stunts haben immer weniger mit den Gesetzen der Physik zu tun und spielen stattdessen zunehmend die Möglichkeiten moderner CGI-Animationen aus. 

Mit 144 Minuten Laufzeit war „Die Schlacht der Fünf Heere“ in der Kinofassung rund 20 Minuten kürzer als die ersten beiden „Hobbit“-Filme. Und zum Schluss gelang Peter Jackson mit dem Finale der „Hobbit“-Trilogie eine gelungene Verknüpfung zum „Herr der Ringe“, die es Mittelerde-Fans ermöglicht, zukünftig alle sechs Peter Jackson-Filme in einem großen Marathon anzusehen.

Trotzdem wirkte die etwas episodenhafte Inszenierung bereits in der Kinofassung immer noch etwas mehr in die Länge gezogen als die Handlung eigentlich hergibt. In der „Extended Edition“ bringt es der Film auf eine Laufzeit von 163:57 Minuten und zeigt neben noch etwas mehr Action auch einige komplett neue Szenen. Es verwundert dabei aber nicht, dass der „Extended Cut“ insgesamt kürzer als bei „Eine unerwartete Reise“ (184:56 min.) und „Smaugs Einöde“ (186:38 min.) ausfällt. Denn noch mehr als die ersten beiden Teile hätte der Film eigentlich eher eine Straffung der Handlung als eine noch weitere Verlängerung verdient gehabt. Wer jetzt einen Film-Marathon mit allen drei Hobbit-Filmen beabsichtigt, muss dafür insgesamt rund neun Stunden einplanen.

 

Bild 92 %

„Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere“ wurde wie die zwei ersten Teile mit  RED Epic-Kameras in 5K gedreht. Diese sorgen für eine aalglatte Optik mit extrem hoher Detailschärfe. Das Bild ist so scharf, dass man beinahe jede kleine Pore in den Gesichtern der Darsteller zu erkennen vermag. Der überhöhte Kontrast wirkt sehr lebendig, neigt aber auch zu Überstrahlungen in hellen Flächen. Beim digitalen Grading wurde die Optik wieder etwas kühler abgestimmt und die leicht orange-bläulichen Farben wirken auch leicht verwaschen und schmutzig. Mit diesen Verfremdungen wirken auch die echten Film-Aufnahmen etwas künstlich. Dieser Trick sorgt aber auch dafür, dass Realszenen und digitale Effekte wie aus einem Guss wirken.

Trotz Überlänge wurde auch die „Extended Edition“ in 2D auf eine einzige Blu-ray Disc gepackt. Kompressionsartefakte sind nicht zu erkennen.

 

 

Ton 95 %

Sowohl der englische Originalton als auch die deutsche Synchronisation werden in DTS-HD MA 7.1 präsentiert. Wie bereits bei den Vorgängern kann man auch mit dem Finale der Hobbit-Trilogie einen ausgezeichneten Surround-Mix erleben, der alle Register zieht und mit einem Mix aus imposanten Score-Elementen und clever arrangierten Effekten von allen Seiten wirklich Top-Niveau bietet. Auch wenn man leider nicht den Dolby Atmos-Mix erleben kann, klingt auch bereits der diskrete 7.1-Mix sehr dreidimensional und atmosphärisch. Die Abmischung bietet eine hohe Dynamik und viel Aktivität des Subwoofers. Die Qualität der deutschen Synchronfassung ist dabei weitgehend auf einem Level mit dem englischen Originalton.

 

Special Features

  • Audio-Kommentar
  • Neuseeland: Heimat von Mittelerde – Teil 3
  • Die Anhänge – Teil 11: Der aufziehende Sturm
  • Die Hobbit-Chroniken Teil 3
  • Die Anhänge, Teil 12: Am Ende der Reise

 


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