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REVIEW: „Batman v Superman: Dawn of Justice – Ultimate Edition“ (Blu-ray Disc)

Batman v Superman - Dawn of Justice Blu-ray Disc

Original: Batman v Superman: Dawn of Justice

Anbieter: Warner Bros. Home Entertainment

Laufzeit: 151 min. (Ultimate Cut: 182 min.)

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • Dolby Atmos (Deutsch, Englisch)

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 04.08.2016

Film

Mit „Batman v Superman: Dawn of Justice“ will Warner für die Helden der DC-Comics den Grundstein für ein eigenes Film-Universum legen, wie es Marvel und Disney bereits erfolgreich etabliert haben. Der Film führt bereits einige weitere Figuren aus dem DC-Universum in die Geschichte ein, die in Zukunft eine größere Rolle spielen sollen. Ein erster „Justice League“-Film ist für den November 2017 in Planung. Daher ist eigentlich schon von Anfang an klar, dass der Konflikt zwischen Batman (Ben Affleck) und Superman (Henry Cavill) nicht von Dauer sein wird. Genauer gesagt ist der Film auch kein Zweikampf sondern eine Dreiecksgeschichte, denn neben Batman und Superman ist da auch noch Lex Luthor (Jesse Eisenberg), der sein eigenes bizarres Spielchen treibt und in seiner hibbeligen Performance oft an den „Joker“ erinnert. Ben Affleck macht als „Batman“ ein deutlich gestandenere Figur – vor allem, weil er im Unterschied zu den anderen Hauptfiguren wesentlich älter wirkt.

Drehbuchautor David S. Goyer und Regisseur Zack Snyder haben „Batman v Superman: Dawn of Justice“ in Überlänge konzipiert und präsentieren neben der eigentlichen Story noch eine Menge von Rückblenden, Träumen und so ziemlich allem, was einem irgendwie zu den beiden Superhelden und DC einfällt. Dabei kaschiert Snyder mit seinem ziemlich hektischen Inszenierungs-Stil, dass der Film nur wenig Story zu bieten hat. Die einzelnen Szenen dauern meist nur wenige Minuten, bis neue Sub-Plots eröffnet werden, die oft nur am Rande einen direkten Bezug zu eigentlichen Handlung haben und auch stellenweise etwas wirr zusammen geschnitten wirken.

Bis die Hauptfiguren in Montur aufeinander treffen, lässt Snyder einige Zeit vergehen und die Action konzentriert sich vor allem auf das letzte Drittel. Die ganze Inszenierung ist weitgehend spaßfrei. Lediglich „Wonder Woman“ lockert die Geschichte etwas auf. In all der Hektik entwickelt der Film auch keine Atmosphäre wie Christopher Nolans „The Dark Knight“-Trilogie, die dem Ganzen etwas Ernsthaftigkeit verleihen könnte. Und zum Schluss hat man den Eindruck, dass der Regisseur auch kein richtiges Ende finden kann, weil Snyder bis zur letzten Sekunde immer wieder nochmal etwas Neues auspackt.

Mit rund 151 Minuten ist bereits die Kinofassung sehr lang und der „Ultimate Cut“ bringt es sogar auf mehr als drei Stunden. Der längere „Ultimate Cut“ ist auf einer eigenen Bluray Disc zu finden. Er macht mit den zusätzliche Szenen „Batman v Suoerman: Dawn of Justice“ zwar nicht viel besser, sorgt aber zumindest dafür, dass der ganze Film etwas aufgeräumter wirkt und auch die Handlung etwas mehr betont wird.

 

Bild 83 %

Wie bereits „Man of Steel“ ist auch „Batman v Superman: Dawn of Justice“ ein sehr düsterer Film, was Regisseur Zack Snyder auf seine schrille Art und Weise auch visuell betont. Es gibt vor allem viel Hell und Dunkel mit nur wenigen Zwischentönen zu sehen. Trotz der harten Optik bleiben auf dem Fernseher die wichtigsten Details noch erkennbar sofern man den Film in einem Raum mit wenig Umgebungslicht betrachtet. Im Unterschied zum tiefen Batman-Schwarz wirken die grellen Bildbereiche oft etwas milchig und auch die überwiegend sehr kühlen Farben erscheinen meist schmutzig und ausgewaschen. Die Bildschärfe ist überwiegend auf sehr hohem Niveau. Das stellenweise recht starke Rauschen im Bild sorgt allerdings dafür, dass die Detaildarstellung nicht immer optimal erscheint.

 

Ton 90 %

Warner präsentiert beide Tonspuren mit Dolby Atmos-Sound. Während dieser bei der Synchronfassung verlustfrei komprimiertes Dolby TrueHD als Basis nutzt, kommt dafür bei der englischen Originalfassung Dolby Digital Plus zum Einsatz. Der Film setzt vor allem den Music Score von Hans Zimmer/Junkie XL für eine weite Klangkulisse ein, die oft nur aus dezenten Sound-Effekten besteht, aber selbst bei niedrigem Wiedergabelpegel immer sehr lebendig erscheint. Die Action-Szenen bieten auch viele gelungene Surround-Effekte. Der Film setzt dabei nicht auf Brachial-Dynamik mit ständig krachenden Bässen sondern mehr auf Klangelemente, die sich recht gleichmäßig auf- und abbauen, wirkt aber gerade mit den subtilen Basseinlagen sehr effektiv. Und selbst Szenen, in denen nicht viel passiert, bieten meist eine sehr atmosphärische Wiedergabe der Umgebungsgeräusche. Während bei den ersten Filmen mit Dolby Atmos oft nur einzelne Highlights wirklich die zusätzlichen Deckenkanale deutlich ausnutzten, bietet „Batman v Superman: Dawn of Justice“ einen sehr raumfüllenden 360 Grad-Sound, der die Deckenkanäle häufig für atmosphärische Elemente oder punktuelle Effekte einsetzt. 

 

Special Features

Die Vereinigung der Superhelden
Götter und Menschen: Ein Treffen der Giganten
Kriegerin & Mythos
Beschleunigtes Design: Das neue Batmobil
Superman: Komplexität & Wahrheit
Batman: Entbehrung & Wut
Wonder Woman: Anmut & Stärke
Batcave: Das Vermächtnis der Höhle
Die Macht eines Schlages
Das Imperium von Luthor
Rettet die Fledermäuse


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