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REVIEW: „13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi“ (Blu-ray Disc)

13 Hours Blu-ray Disc

Original: 13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi

Anbieter: Paramount Home Entertainment

Laufzeit: ca. 144 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • Dolby Digital 5.1 (Deutsch u.a.)
  • Dolby Atmos (Englisch)

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 28.07.2016

Film

Bei ihrer Attacke auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi am 11.09.2012 haben die Angreifer leichtes Spiel: Die Anlage ist nur spärlich bewacht und der anwesende Botschafter nur von zwei Personen beschützt. Als sechs Elite-Kämpfer aus einer geheimen CIA-Station in der Nähe zu Hilfe eilen ist dies jedoch erst der Anfang eines 13 Stunden lang andauernen Kampfes um Leben und Tod …

Michael Bays „13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi“ wirkt auf den ersten Blick wie ein Wahlgeschenk an die US-Republikaner, die den Anschlang in Benghazi seit Jahren politisch ausschlachten und vor allem der damaligen US-Aussenministerin Hillary Clinton ein persönliches Versagen durch eine Fehleinschätzung der damaligen Sicherheitslage in Libyen anlasten. Doch im Kino geriet „13 Hours“ zum Flop und wurde mit gerade einmal rund 69 Millionen Dollar Einspielergebnis Michael Boys bislang erfolglosester Film.

Ignoriert man einfach einmal das ganze Drumherum, so bietet der auf dem Sachbuch von Mitchell Zuckoff basierende Film ein hartes Action-Feuerwerk in typischer Michael Bay-Manier. Die Rollen von Gut und Böse sind eindeutig verteilt aber für Baysche Verhältnisse gibt es erstaunlich wenig Pathos und Flaggengewedel zu sehen. Und selbst das politische Umfeld der Ereignisse wird kaum thematisiert. Stattdessen konzentriert sich der Film weitgehend auf die Geschehnisse vor Ort aus der Perspektive der sechs Elite-Kämpfer, die offiziell nur als Sicherheitsleute von der CIA angeheuert wurden. Mit rasanten Schnitten und schnellen Kamerabewegungen inszenierte Bay „13 Hours“ im gewohnt flotten Stil und gerade die Verfolgungsjagden gehören neben den harten Kämpfen zu den Highlights des Films, der einen langen Anlauf nimmt und in fast zweieinhalb Stunden Spielzeit auch immer wieder die persönliche Seite der Kämpfer zeigt. Dabei ist „13 Hours“ noch packender als Michael Bays frühere Action-Werke wie „The Rock“ geraten und lässt hoffen, dass irgendwann einmal wirklich Schluss mit den „Transformers“ sein wird und sich Bay in Zukunft wieder verstärkt etwas erwachseneren Themen in seinen Filmen widmen wird.

 

Bild 84 %

„13 Hours“ wurde zum Großteil mit Red Epic Dragon-Kameras gedreht. Für die Action-Sequenzen kamen aber auch kompaktere Sony Alpha 7s und GoPro-Kameras zum Einsatz. Trotzdem zeigt „13 Hours“ eine sehr konstante Bildqualität. Das Master ist sehr sauber und zeigt einen sehr plastischen, wenn auch etwas überdrehten Kontrast. Die üppigen Farben werden durch viele Gelb- und Grüntöne dominiert. Stellenweise zeigt sich auch etwas Farbrauschen. Die Bildschärfe ist etwas wechselhaft. Leichte Unschärfen scheinen auch ein Stilmittel zu sein. Aber überwiegend wirkt das Bild recht detailliert und gerade Nachaufnahmen zeigen immer wieder knackscharfe Einzelnheiten.

 

Ton 95 %

„13 Hours“ bietet einen sehr ausgefeilten Surround-Mix, der viele klangliche Feinheiten bieten. Statt lautstark krachender Extremdynamik mit harten Bässen besticht der Film mehr durch die Feindynamik beim Klang von Gefechtsfeuer und Pistolensalven. Dabei bietet der Sound-Mix ein sehr weiträumiges Klangbild und der englische Dolby Atmos-Mix kann auch mit einer ganzen Reihe sehr kräftiger Deckeneffekte glänzen. Nur die Musik kommt etwas zu kurz. Der Music Score von Lorne Balfe hält sich über weite Strecken im Hintergrund und fällt meist nur durch kleinere Sound-Effekte auf.

 

Special Features

Während die deutsche Blu-ray Disc keine Extras enthält, gibt es „13 Hours“ auch als Blu-ray-Import z.B. aus Frankreich inklusive deutschem Ton und zusätzlicher Bonus-Disc, die in mehreren Featurettes u.a. weitere Informationen über die realen Hintergründe des Films zeigt.


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