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Blu-ray Disc & DVD-Verkäufe zeigen trotz Streaming nur wenig Schwäche – „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ erfolgreichster Film 2014

Der Bundesverband Audiovisuelle Medien e.V. hat aktuelle Zahlen zum deutschen Home Entertainment Markt 2014 veröffentlicht. Demnach sind bei den Blu-ray Disc & DVD-Verkäufen zwar Umsatzrückgänge um 5 Prozent im Vergleich zum Rekordjahr 2013 zu verzeichnen gewesen. Mit insgesamt über 1,3 Milliarden EUR Umsatz dominieren diese aber trotz immer mehr Online-Angeboten weiterhin den deutschen Filmverkauf.

Trotz anhaltendem Preisverfall, Fußball-WM und relativ wenigen Neuheiten ging der Umsatz bei den Blu-ray Discs gerade einmal von 410 Millionen auf 405 Millionen EUR zurück. Im Verleih-Bereich stiegen sogar die Blu-ray Disc-Umsätze um 9 Prozent auf 56 Millionen EUR. Bei den DVDs waren die Umsatzrückgänge größer, aber sie dominiert mit 899 Millionen EUR immer noch den Gesamtmarkt. Der erfolgreichste Film 2014 war „Der Hobbit: Smaugs Einöde“, gefolgt von „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ und „Fack Ju Göhte“.

Der digitale Filmverkauf machte trotz Steigerung auf 67 Millionen EUR gerade einmal einen Marktanteil von 5 % aus. Mehr Umsatz wurde im digitalen Verleih mit 83 Millionen EUR gemacht. Der Verleih-Anteil der klassischen Videotheken sinkt weiter, macht mit 159 Millionen EUR aber immer noch den Großteil des Mietumsatzes aus. 

Die Zahlen umfassen nur den direkten Einzelverkauf und Verleih von Filmen. Streaming-Abrufe über Film & Serien-Flatrates wie von Netflix, Amazon Prime Instant Video oder Maxdome sind darin nicht enthalten.

Im Detail hat sich der deutsche Home Entertainment Markt 2014 wie folgt entwickelt:

Pressemitteilung

Hamburg, 12. Februar 2015 – Wie die aktuellen Daten der GfK Panel Services Deutschland, die im Auftrag der Filmförderungsanstalt (FFA) erhoben werden, belegen, hat die deutsche Videobranche in 2014 zwar nicht an das Allzeitrekordergebnis des Vorjahres (1.723 Mio. Euro in 2013) anknüpfen können, doch angesichts eines WM-Jahres mit wenigen Blockbustertiteln ist die Branche mit dem Gesamtmarktumsatz in Höhe von 1.642 Mio. Euro äußerst zufrieden.
 
Während der Kaufmarktumsatz mit 1.370 Mio. Euro um -5% unter dem Ergebnis des Vorjahres (1.445 Mio. Euro) liegt, hat der Leihmarkt (ohne Abo-Angebote bzw. Subscriptional VoD) mit 272 Mio. Euro nach 278 Mio. Euro in 2014 in etwa das Vorjahresergebnis erzielt.
 
Innerhalb des Kaufmarktes sind die Umsätze mit physischen Bildtonträgern wie der DVD von 984 Mio. Euro in 2013 um -9% auf 899 Mio. Euro in 2014 und der Blu-ray im gleichen Zeitraum von 410 Mio. Euro um -1% auf 405 Mio. Euro gesunken. Der digitale Kaufmarkt (EST, Electronic Sell Through) hat sich dagegen mit 67 Mio. Euro Umsatz nach 52 Mio. Euro in 2013 um +29% äußerst positiv entwickelt. Der Marktanteil digitaler Verkäufe liegt damit aber nur bei 5% (nach 4% in 2013), so dass das Videokaufgeschäft weiterhin deutlich von den physischen Formaten (DVD, Blu-ray) dominiert wird.
 
Auch im Videoverleihmarkt tragen die stetig anwachsenden Digital-Umsätze zur Konsolidierung bei. Während der DVD-Verleih um -16% auf 132 Mio. Euro Umsatz zurückging (nach 158 Mio. Euro in 2013) und die Blu-ray-Vermietung mit 56 Mio. Euro nach 53 Mio. Euro in 2013 um +9% angestiegen ist, konnte das digitale Leihformat „TVoD“ (Transactional VoD) von 68 Mio. Euro Umsatz auf 83 Mio. Euro um +21% zulegen. Die digitalen Einzelabrufe (TVoD) tragen somit fast zu einem Drittel (31%) des gesamten Vermietergebnisses bei, in 2013 lag dieser Anteil noch bei 24%.
 
Segmentiert man den Verleihmarkt nach Distributionskanälen, wird deutlich, dass mit 159 Mio. Euro oder 58% noch etwas mehr als die Hälfte des gesamten Mietumsatzes in Höhe von 272 Mio. Euro in den herkömmlichen Videotheken erwirtschaftet wird. Im Vorjahr lag dieser Anteil jedoch noch bei 64%. Weitere 30 Mio. Euro mit einem Marktanteil von 11% werden durch Internetbestellung und postalische Versendung physischer Bildtonträger erzielt.
 
Insgesamt entfielen so 9% oder 150 Mio. Euro des Gesamtmarktumsatzes in Höhe von 1.642 Mio. Euro auf digitale Kauf- und Leihangebote. Mehr als neun von zehn Euro (91%) werden demnach weiterhin durch die klassischen Silberscheiben (DVD, Blu-ray) generiert. Der Umsatzanteil digitaler Angebote ist somit innerhalb des letzten Jahres von 7% in 2013 (120 Mio. Euro Digitalumsatz bei 1.723 Mio. Euro Gesamtumsatz) um zwei Prozentpunkte angestiegen.
 
Dem zweiten Teil der Hobbit-Trilogie „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ gelang es in 2014, den ersten Rang der physischen Verkaufscharts (DVD und Blu-ray) zu belegen. Gefolgt von Disneys jüngstem Zeichentrickspaß „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ auf dem zweiten und dem deutschen Erfolgsfilm „Fack Ju Göhte“ auf dem dritten Platz.
 
Im physischen Verleihmarkt hat wiederum  „Fack Ju Göhte“ alle anderen Filme hinter sich gelassen. Am zweithäufigsten haben die deutschen Videothekenkunden im vergangenen Jahr die Agentenpersiflage „R.E.D. 2 – Noch Älter. Härter. Besser.“ ausgeliehen, vor dem Science Fiction-Film „Gravity“ an dritter Position.
 
Die Top-Titel im digitalen Videomarkt werden ebenfalls von „Fack Ju Göhte“ angeführt. Auch in dieser Rangliste lag „R.E.D. 2 – Noch Älter. Härter. Besser.“ an zweiter Stelle noch vor „Gravity“ auf dem dritten Rang.

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