TEST: KEF R5 Meta - kompakter Dreiwege-Standlautsprecher mit feiner Verarbeitung und ausgewogener, fundierter Akustik
Klangwertung

Streaming-Stereovollverstärker Hegel H150
Für die Zuspielung unserer Klangbeispiele haben wir den Hegel H150 Streaming-Vollverstärker ausgewählt. Wir starten unsere Klangwertung mit "I Believe in You (Je crois en toi)" von Il Divo feat. Céline Dion. Der Titel beginnt mit Querflöten, die mit sehr viel Fingerspitzengefühl von den KEF R5 Meta präsentiert werden - hier wird auch aus feindynamishcer Perspektive einiges geboten, und as Timing erweist sich als exzellent. Als sich dann nach wenigen Momenten Streicher in den Titel integrieren, freuen wir uns über eine hervorragende Gliederung der akustischen Struktur. Kurz darauf folgen die ersten vokalen Elemente der mehrstimmigen Gesangsgruppe, und mit für einer für diese Preisklasse hervorragenden Homogenität werden die Stimmen eingearbeitet - auch die Stimmfarbe wird sehr treffend umrissen. Bei diesem Titel spielt der Uni-Q Treiber der 12. Generation seine Trümpfe aus und stellt durch seine auf den Punkt kommende, zugleich sehr angenehme Wiedergabe erneut unter Beweis, warum wir von diesem Konzept so überzeugt sind. Die tieffrequenden Passagen des Titel werden von den beiden Tieftöner der KEF R5 Meta äußerst kraftvoll und präzise in Szene gesetzt.
Weiter geht es mit "The Prayer" von Josh Groban und Charlotte Church. Das gefühlvolle Stück startet mit einem Orchester und hervorgehobenen Streichern, die von unserer Hegel/KEF Kombination natürlich und mit einer stimmigen räumlichen Einarbeitung umgesetzt wird. Als nach wenigen Augenblicken Charlotte Church mit ihrem gefühlvollen Gesang in den Titel einsteigt, wird die Stimmfarbe exakt getroffen, und die akustischen Facetten können sich hervorragend von unseren KEF R5 Meta lösen. Auch als Josh Groban mit seiner klassisch ausgebildeten Bariton-Stimme hinzukommt, bestechen die KEF R5 Meta mit einer ausgezeichneten Differenzierung und stellen auch Joshs Stiomme mit sehr sauberen Konturen dar. Zudem gelingt den Lautsprechern eine exzellente Räumlichkeit und eine ausgezeichnete Tiefenstaffelung.
Als nächstes Klangbeispiel haben wir uns die 2025 Version von "I Refuse" von Five Finger Death Punch ausgesucht. Hierfür hat sich die Band Unterstützung von Maria Brink geholt, Frontfrau von "In This Moment". Das zu Beginn des Titels erklingende Klavier wird sehr präzise sowie plastisch von den KEF R5 Meta dargestellt und als nach wenigen Momenten Ivan Moody, Frontmann der Band, mit seiner unverkennbaren Stimmfarbe in den Titel einsteigt, sind wir fasziniert, wie punktgenau die Stimme mit all ihren Eigenheiten getroffen wird - und das nicht von einem Luxus-Lautsprecher, sondern von einem durchaus bezahlbarem Exemplar. Auch hier löst sich die Stimme wieder tadellos von den Schallwandlern. Als nach einigen Momenten Maria mit ihren feinen und gefühlvollen Gesang loslegt, sind wir ein weiteres Mal begeistert, wie detailliert und aussagekräftig das vokale Spetrkum von Maria präsentiert wird. Als im weiteren Verlauf die Dynamik und die Facetten zunehmen, ermöglichen unsere Testkandidaten ein hervorragendes Zusammenspiel aus dem mehrstimmigen Gesang, den harten Drums und den E-Gitarren.
Nochmals gefühlvoll wird es beim nächsten Klangbeispiel. Hierfür haben wir uns "Lose Control" von Teddy Swims ausgesucht. Das zu Beginn des Titels einsetzende Keyboard sowie die leichten Drums werden mit akkurater Struktur und erneut praktisch perfekt passendem Timing von den R5 Meta in Szene gesetzt. Als Teddy kurze Zeit darauf mit seiner sehr "soullastigen" und empfindsamen Stimmfarbe einsteigt, erfreuen uns die KEF R5 Meta mit ihrer lebendigen, feinfühligen und präzisen Darstellung. Ebenfalls gelingt wieder eine hervorragende Differenzierung der unterschiedlichen Instrumente wie dem Schlagzeug, den Gitarren und dem Keyboard.
Wir wechseln das Genre und möchten nun versuchen, die KEF R5 Meta aus der Komfortzone zu locken. Wir starten die Wiedergabe von "Heavy Metal Love" von twocolors. Der Track startet mit Synthesizer-Effekten sowie einer leicht hallenden Gesangseinlage von Nina Chuba. Diese beiden Facetten meistern unsere KEF Schallwandler wieder hervorragend, mit einer ausgezeichneten Differenzierung und einem tollen Stereo-Panorama. Als der Titel dann innerhalb kürzester Zeit einen Dynamikschub erlebt, bleiben die KEF R5 Meta ihrer Linie treu und beeindrucken mit einem sauberen, präzisen und mit Nachdruck versehenen Klang - nicht nur die Wucht erstaunt hier, auch die hervorragende Differenzierung bleibt in nahezu vollem Umfang erhalten. Die beiden Tieftöner liefern ein sattes, aber stets kontrolliertes und sauberes Bassfundament.
Als nächstes haben wir uns den Techno-Remix "Vois sur ton chemin" von Bennett ausgesucht. Der mehrstimmige Chorgesang zu Beginn des Titels wird sehr klar und mit sauberen Konturen dargestellt. Als dann nach wenigen Sekunden zusätzlich ein hartes Kickbass-Feuerwerk gezündet wird, sind wir überrascht, welches Volumen uns die recht kompakten KEF R5 Meta im Bassbereich bieten. So schieben die KEF-Lautsprecher den Bassbereich präzise und voluminös an, als würden deutlich teuere Exemplare vor uns stehen. Dabei wird aber der Mittel- sowie Hochtonbereich zu keinster Zeit vernachlässigt. Der Uni-Q Treiber liefert eine präzise und facettenreiche Auflösung der musikalischen Elemente, selbst bei komplex zu handhabenden Titeln. Die zahlreichen Synthziser-Effekte werden auch nie zu harsch oder schrill, selbst nicht bei höherem Lautstärkepegeln.

clearaudio compass Schallplattenspieler
Bevor wir uns den Konkurrenzvergleich annehmen, möchten wir die R5 Meta nochmal bei der Zuspielung via Vinyl checken: Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit "Smells Like Teen Spirit" von Nirvana. Der dynamische Titel beginnt mit einer E-Gitarre und bereits nach wenigen Momenten geht sprichwörtlich "die Post ab" mit harten Drums, aggressiven E-Gitarre und einem kräftigen Bass. Der KEF R5 Meta Standlautsprecher bleibt von diesen Hürden unbeeindruckt und sichert eine lebendige, zugleich angenehme Wiedergabe. Auch der speziell ausgeprägte Gesang von Kurt Cobain wird mit Bravour und einer sauberen Balance umgesetzt - zu metallisch oder harsch wird die Stimme selbst bei höherem Pegel nicht. Unsere Testkombination, bestehend aus dem dem Hegel H150 als Stereovollverstärker, den manuellen Schallplattenspieler compass von den Erlangener Spezialisten von clearaudio, spielt ausgesprochen gut mit den KEF R5 Meta zusammen.
Konkurrenzvergleich

- Canton Townus 100: Wir starten unseren Konkurrenzvergleich mit der Canton Townus 100. Ab 1.599 EUR (mattes Weiß oder hochglänzendes Schwarz) ist der Dreiwege-Schallwandler pro Stück erhältlich. Für nobles Nussbaum-Furnier werden 100 EUR Aufpreis pro Box fällig. Ausgestattet sind die Lautsprecher mit zwei 192 mm Basstreibern mit Titanium-Membran nach dem Double-Cone-Prinzip aus. 180 Watt Nennbelastbarkeit ist ein guter Wert, die Musikbelastbarkeit wird mit 340 Watt angegeben. Beides sehr respektable Werte. Zum Konzept der Tieftöner gehören auch spezielle, extrem verlustarme Wave-Sicken. Die Membran des 174 mm Mitteltöners ist aus dem identischen Material wie die der Tieftöner. Der 25 mm Aluminium-Oxyd-Keramik-Hochtöner spielt bis auf 40 kHz hoch, ideal für die Wiedergabe von High Resolution Audio-Titeln mit erweitertem Frequenzbereich. Die charakteristischen Townus-Merkmale kommen auch in Verbindung mit dem großen Gehäuse nahezu optimal heraus. Akustisch überragt die Townus 100 viele, auch teurere Konkurrenten, mit ihrer außergewöhnlich ausgeprägten Ausgewogenheit. Gleichzeitig aber artet das Zuhören nie in Langeweile aus, weil der Dreiwege-Standlautsprecher durchaus in der Lage ist, charakteristische Merkmale eines jeden Titels sehr gut und glaubwürdig herauszuarbeiten. Für seinen Kaufpreis ist der Townus 100 Standlautsprecher daher auf jeden Fall eine große Bereicherung des Standlautsprecher-Marktes und des Canton Produkt-Portfolios.
![]()
- Dali Opticon 8 MK2: Weiter geht es mit der Dali Opticon 8 MK2. Die dänischen Schallwandler sind für einen Paarpreis von 3.598 EUR im Handel erhältlich. Als Farbvarianten stehen Eiche Dunkel und Esche Schwarz zur Disposition. Zur Ausstattung der Opticon 8 MK2 gehören zwei Tieftöner mit SMC-Magnetsystem und 200 mm Holzfasermembranen sowie ein 165 mm Mitteltöner, wiederum mit SMC-Magnetsystem und einer Holzfasermembran. Über dem Mitteltöner der Opticon 8 MK2 befindet sich der Dali Hybrid-Hochtöner mit der neuen, von der CALLISTO Serie übernommenen 29 mm-Gewebekalotte und dem 17 x 45 mm großen Bändchen. Bedingt durch die große Kalotte sind Abstrahlverhalten und Räumlichkeit auf hohem Level, zudem läuft die Anbindung an den Mitteltonbereich nahtlos ab. Maximal werden 112 dB Schalldruck erzeugt, und die Übergangsfrequenzen geben die Dänen mit 380/2.200 /14.000 Hz an. Sie wiegt satte 34 kg pro Stück und ist 1.141 mm hoch, 241 mm breit und 450 mm tief. Sie gibt Frequenzen zwischen 38 Hz und 30 kHz wieder. Das Innere der Opticon 8 MK2 ist durch nicht-parallele Trennwände in separate Gehäusekammern unterteilt, damit die einzelnen Chassis unabhängig voneinander arbeiten können und störende Resonanzen sowie stehende Wellen im Inneren des Gehäuses minimiert werden. Die Dali Opticon 8 MK2 ist ein grundehrlicher, solide aufgebauter Lautsprecher mit High-Tech-Chassis, der eine hohe Dynamik mit einem stets stimmigen, kraftvollen Fundament verbindet. Seine direkte Art, Musik zu präsentieren, ist mitreißend, man fühlt sich direkt so, als wäre man inmitten der Musik - niemand braucht Zeit, um sich sozusagen "hineingehören" - nein, die Opticon 8 MK2 zieht den Zuhörer sofort in ihren Bann. Sie hat das Pech, in einer extrem stark besetzten Preisklasse anzugreifen, und zugleich das große Glück, dass Dali den Lautsprecher akustisch so geschickt aufgebaut hat, dass die Opticon 8 MK2 ihr eigenes, genau definiertes Profil hat.
Weiter auf: Vorherige Seite Nächste Seite
Tags: Heimkino-Lautsprecher • HiFi • Hifi-Lautsprecher • KEF • Lautsprecher • Mehrkanal • Uni-Q Treiber






