TEST: Econik Speakers 1851 - Klang- und Stilikone made in Germany

Ein gänzlich neues Lautsprecher-Projekt hob der deutsche Lautsprecherhersteller Econik kürzlich aus der Taufe: Den extravaganten Design-Schallwandler 1851. Er verbindet eine hohe optische Extravaganz und Ästhetik mit enormer akustischer Kompetenz, so verspricht es Econik. Ob dies gelungen ist, zeigt unser Testbericht.
Hier geht es direkt zur 1851 bei Econik
Wie entstand das Projekt?

Das war das Ziel: Ein optisch edler, extravaganter Lautsprecher, der auch klanglich überzeugt
2025 war Econik auf der High End und hat dort den Standlautsprecher Econik 11 präsentiert. Dort kam der junge Münchner Designer Anton Erbenich auf die Econik-Geschäftsführer Jens Hörmann und Berthold Daubner zu. Der studierte Architekt hatte sich schon länger mit dem Thema 3D-Druck mit dem Werkstoff Quarzsand beschäftigt. Er hatte auch bereits kleinere Lautsprecher mittels 3D-Druck aus Quarzsand fertigen lassen. Erbenich war sehr begeistert vom Klang der Econik 11, und zugleich hatte er bereits ein Konzept für einen größeren, extravagant und unverwechselbar gestalteten Lautsprecher aus Quarzsand in der Hinterhand.
Hier geht es zur eben erwähnten Econik ELEVEN
Wie ging es weiter?

Nicht nur optisch, auch akustisch soll der 1851 auffallen, und zwar ausschließlich positiv
Jens Hörmann war von den Bildern, die Erbenich präsentierte, absolut angetan. Und so reifte die Idee heran, ob man einen Econik Aktivlautsprecher, avantgardistisch gestaltet und zugleich klanglich auf Spitzen-Niveau, realisieren könnte. Der Münchner Designer steuerte seine optischen Entwürfe bei, und Econik hat diese Vorlagen so angepasst, dass man einen real existierenden Lautsprecher bauen konnte. Am längsten hat der Prozess gedauert, der Grundidee möglichst treu zu bleiben, allerdings sollte auch die Akustik mit der optischen Finesse Schritt halten.
Der Lautsprecher

Akustisch bietet die Konstruktion sehr gute Rahmenbedingungen

Seitliche Ansicht

Detail hinten
Und hier nun brachte Econik die eigene Erfahrung ins Spiel und schaffte eine nahezu optimale Kombination aus optischer Extravaganz und Noblesse sowie einem exzellenten Klang. Gewisse Stilelemente des optischen Konzepts dienen im Übrigen auch der akustischen Optimierung, wie zum Beispiel die runde Bauform oder die extrem hohe Dichte durchs Material Quarzsand. Durch letzteres Material bekommt man nahezu ideale Dämpfungseigenschaften, Vibrationsarmut und Steifigkeit.
Die verwendeten Treiber

Hochtöner im Lautsprecher

Aus seitlicher Perspektive

Hochtöner ausgebaut

Hochtöner ausgebaut von hinten
Die Treiber wurden von Econik perfekt aufs vorhandene Gehäusevolumen abgestimmt. Es handelt sich um einen relativ großen 28 mm Hochtöner aus dem Hause Eton und einen 181 mm Tief-/Mitteltöner, ebenfalls von Eton. Die Membranen beider Treiber sind aus extrem leichtem, zugleich außergewöhnlich steifem Keramik-Werkstoff hergestellt. Die Wahl fiel auf diese Chassis, weil Econik im Tief-/Mitteltonbereich einen etwas größeren Treiber verwenden wollte, und auch der Hochtöner ist etwas größer.

Tief-/Mitteltöner in der 1851

Aus seitlicher Perspektive

Tiefmitteltöner und Hochtöner

Tief-/Mitteltöner

Im Detail
Die 28 mm wurden deswegen gewählt, weil man so eine niedrigere Trennfrequenz zum Mittelton realisieren konnte. Das führt zu einem gleichmäßigerem Abstrahlverhalten und zu einem perfekten Übergang von den Höhen zu den oberen Mitten. Das Material Spezialkeramik ist zudem hinsichtlich der Präzision bei der akustischen Wiedergabe nahezu konkurrenzlos.
Die Fertigung

Die Gehäuse im Lager bei Econik

Der Gehäseteil für den Tief-/Mitteltöner

Gehäuseteil für den Hochtöner
Das Gehäuse besteht aus 2 Teilen, und die Fertigung erfolgt im 3D-Druckverfahren bei einem mit dieser Praxis eng vertrauten Betrieb. Anschließend wird es zu einem zweiten Unternehmen gebracht, dort wird das beim ersten Unternehmen „gedruckte“ Gehäuse dann mit einer Epoxid-Harz-Lösung durchtränkt, und zusätzlich vierfach lackiert. Das Grundmaterial trägt die Farbe Anthrazit, durch die 4-fach-Lackerierung kommt dann die sandfarbene Optik zustande. Die Lackierung deckt, so ist es gewünscht, nicht alles ab, die Grundstruktur, die charakteristische Körnung des Quarzsandes, soll optisch und haptisch als Stilmerkmal erhalten bleiben.
Der Zusammenbau

Die hochsolide Konstruktion, an der die eigentlichen Boxen dann befestigt werden, bekommt Econik von einem renommierten Zulieferer

Befestigungselement oben am Rahmen

Kabelführung
Die komplette Montage und sämtliche Qualitätskontrollen finden im Econik-Hauptquartier in Sulzfeld bei Heilbronn statt. Hinzuzufügen ist an dieser Stelle noch, dass der Standfuß aus Edelstahl, gefertigt von einem deutschen Rhönrad-Bauer, komplett bei Econik angeliefert und dort verbaut wird.
Die Technik
Bei der Econik 1851 werden pro Lautsprecher zwei jeweils 150 Watt starke Class D-Verstärker eingebaut, die in Dänemark entwickelt wurden. Im Inneren arbeitet eine volldigitale Frequenzweiche, das heißt, das Signal wird genau einmal von der digitalen auf die analoge Ebene gewandelt, und dabei wird im Sinne maximaler Signalintegrität der kürzeste Signalweg gegangen. Die Ansteuerung der beiden Boxen findet per Funk über WiSA-Protokoll statt. Gerade bei einer Lösung wie den 1851 ist die Wireless-Signalübertragung die mit Abstand beste, optisch sauberste Lösung.
Der Hub

Der Stereo-Hub

Hochwertige Fernbedienung zum Hub
Die ideale Lösung, um ein komplettes System zu erhalten, ist die Ergänzung der 1851 um einen der verschiedenen erhältlichen Hubs, die das WiSA-Protokoll unterstützem. In diesem Fall, hier direkt bei Econik, wird ein auch dort erhältlicher Stereo-Hub genutzt (da das Paar 1851 16.800 EUR kostet, ist der Hub im Preis selbstverständlich enthalten). Im Hub integriert ist eine umfangreiche Anschlusssektion, unter anderem mit HDMI-ARC, drei optischen Digitaleingängen, einem koaxialen Digitaleingang sowie einem analogen Eingang, ausgestattet. Ebenfalls an Bord des Hubs ist ein durchdachtes Einmessystem, das wir in den Tests von Econik-Boxen ebenfalls immer gern verwendet haben. Möchte man die automatische Einmessung nicht nutzen, kann man das System auch mittels manuell zugänglicher EQs komplett auf den persönlichen Geschmack und den Raum einstellen. An Streaming-Optionen sind vorhanden: Spotify Connect, AirPlay 2, Roon ready, Chromecast, WiFi und Bluetooth 5.0.
Anmerkung: Wer mehr Informationen zum Hub und zur Einmessung haben möchte, kann sich unseren sehr ausführlichen Test zur Econik FOUR anschauen.
Hier geht es direkt zu unserem Test der Econik FOUR und hier geht es direkt bei Econik zur FOUR

Die Econik 1851 im Einsatz
Klang, zugespielt über AirPlay 2, Apple Music, John Williams, Imperial March, Wiener Philharmoniker
Sehr vehement kommt der Beginn heraus, mit viel Nachdruck und einer Basskraft, die wir so nicht erwartet hätten. Die gesamten akustischen Strukturen sind exzellent herausgearbeitet, das betrifft die sehr kraftvollen Passagen ebenso wie die ruhigeren Parts des legendären Musikstücks.

Sehr gekonnte und vielschichtige Wiedergabe
Jede einzelne Instrumentengruppe innerhalb des Orchesters ist mit hervorragender Präzision sofort auszumachen, und kleine spezielle Charakteristika der Instrumente kommen mit hoher Klarheit zur Geltung. Höhere Pegel sind gar kein Problem, die Endstufen handhaben dies locker, und der Klang bleibt auch im Hochtonbereich souverän und sauber. Harsche oder metallische Zwischentöne sucht man vergeblich.
Klang, zugespielt über AirPlay 2, Apple Music, Diana Krall, The Look Of Love
Sehr sauber herausmodelliert präsentieren sich hier auch kleine musikalische Einzelheiten. Dianas Stimme hat genau die Ausstrahlung, die sich der anspruchsvolle Hörer wünscht. Feindynamisch eine Glanzleistung, ohne jeden Zweifel.

Stimmen kommen extrem gut heraus
Die Instrumente gruppieren sich exakt um Dianas Auftritt herum und beeindrucken durch stabile Konturen. Ganz besonders gut hat uns das Klavier-Solo gefallen, das vor allem mit dem akkuraten Treffen der richtigen Temperatur sehr positive Eindrücke hinterlässt. Die weitläufige räumliche Wirkung vervollständigt das Profil der 1851 wirkungsvoll.
Klang, zugespielt über AirPlay 2, Apple Music, Puccini, Turandot, Nessun Dorma, gesungen von Jonas Kaufmann
Hier staunen wir nicht schlecht: Jonas‘ facettenreiche, faszinierende Stimme kommt mit einer exzellenten räumlichen sowie dynamischen Wirkung heraus. Das betrifft subtile Nuancen ebenso wie die Momente, in denen er die Stimme erhebt und ein Plus an Gesamtdynamik vorhanden ist. Die Streicher sind brillant und feinfühlig, sehr transparent, aber nie unpassend spitz. Der Chorgesang, oftmals zu weit im Hintergrund, wird sauber und präzise akzentuiert zur Geltung gebracht. Als Jonas voll loslegt und das Orchester auch, behalten die 1851 auch bei deutlich gehobenem Pegel die komplette akustische Übersicht.
Klang, zugespielt über AirPlay 2, Apple Music, Fields Of Gold, Sting
Sehr melancholisch, sehr feinfühlig – so, und zwar genau so, soll Stings Stimme bei diesem Titel klingen. Und die Econik 1851 lassen sich nicht lange bitten. Sie stellen die Stimme mit der richtigen Balance in den Fokus der Gesamtdarbietung, und holen die Instrumente genau so weit hervor, dass die Verhältnismäßigkeit Gesang zu den restlichen akustischen Elementen zu nahezu 100 Prozent funktioniert. Räumlich notieren wir auch hier wieder eine saubere Vorstellung, bei der sich der Klang stimmig von den Chassis löst.
Klang, zugespielt über AirPlay 2, Apple Music, Boris Blank, Resonance
Und wieder erstaunen uns die 1851: Der Tiefgang ist für das Gehäusevolumen herausragend. So bekommt man direkt zu Beginn des Tracks ein komplettes akustisches Bild, mit weiter Räumlichkeit, die aber immer hochgradig natürlich wirkt. Es ergibt sich eines zum anderen, wie selbstverständlich und ohne erkennbare Mühe. Genau das zeichnet den Econik-Lautsprecher aus: Alles tritt nahtlos, passend, schlüssig auf. Sehr homogen, sehr kontrolliert, sehr klar. Das Aufsammeln der unterschiedlichen akustische Elemente bei diesem Titel gelingt auf hohem Niveau, und mindestens ebenso lobenswert ist, wie schnell jede Kleinigkeit ihren Platz im musikalischen Gesamtgefüge findet. Hervorzuheben ist noch, wie unerschütterlich ruhig das hochdichte Gehäuse bleibt.
Klang, zugespielt über AirPlay 2, Apple Music, Free Your Mind, MOGUAI, Pizzata & Klein & Salvatore
Bei diesem Track geht es richtig zur Sache – schnelle Effektkombinationen, harter Kickbass, viel räumliche Information. Und die edlen Econik-Boxen nehmen auch solche Herausforderungen mit einem akustischen Achselzucken zur Kenntnis: Der Kickbass erweist sich als hart und trocken, die Effekte fliegen sauber platziert durch den Hörraum, die Räumlichkeit ist korrekt definiert, und der Klang löst sich exzellent von den beiden Lautsprechern. Insgesamt, so zeigt dieses Beispiel deutlich, kommen die 1851 mit nahezu jedem Quellmaterial richtig gut zurecht.
Klang, zugespielt über AirPlay 2, Apple Music, Land Of Confusion, Disturbed Coverversion
Und das nächste Genre wartet schon – aber auch hier marschieren die beiden 1851 munter voran und stellen die E-Gitarre fetzig und mit akkurater Kontur dar. Bei höheren Pegeln leidet etwas die Differenzierung, was hier aber am lediglich durchschnittlichen Quellmaterial begründet liegt. Die gesamte Dynamik ist enorm, wuchtig, und trifft den Zuhörer voll. Das erzeugt einen richtigen Live-Eindruck, der sofort dafür sorgt, dass man sich mitten im Track wähnt.
Fazit

Uns gefällt das der Econik 1851 zugrund liegende Konzept extrem gut. Lautsprecher, die sich ähneln und nur durch Details voneinander zu unterscheiden sind, gibt es viele - aber nur eine Econik 1851. Dieser Schallwandler ist in allem anders: Das extrem vibrationsarme Quarzsand-Gehäuse, die genau darauf abgestimmten Eton-High-Tech-Treiber, die extrem hochwertige Konstruktion von Standfuß und Aufhängung - hier fügt sich alles zu einem bis ins Detail stimmigen Gesamtbild zusammen. Durch alle speziellen Eigenschaften und Features hat die 1851 keine direkte Konkurrenz, auch das wurde von Econik schlau eingefädelt. Akustisch erweist sich die extravagante Box aber ebenso als Volltreffer. Sie spielt mit enormer Kontrolle, offeriert eine überragende Detaillierung, ist pegelfest und beeindruckt durch hervorragende dynamische Eigenschaften. Überraschend sind die Basskraft, die auch bei hohen Lautstärken stets präzise vorgetragen wird, und das hohe Maß an authentischer Räumlichkeit.
Econik Speakers beeindruckt: Die 1851 ist ein komplett eigenständiges, optisch individuelles Konzept mit erstklassigem Klang

Lautsprecher Luxusklasse
Test 25. Juni 2026
Hier geht es direkt zur 1851 bei Econik
Test und Bilder: Carsten Rampacher
Bilder teilweise mit KI bearbeitet (Chat GPT)
Redaktion: Philipp Kind
Datum: 25. Juni 2026
Tags: 1851 • Aktivlautsprecher • Econik • Lautsprecher






