TEST: Canton DM 55 aktiver TV-Lautsprecher im 2.1 Layout – Spitzenklang unter dem Fernseher?

Canton DM 55 Front Seitlich2

Bei Canton ändern sich die Zeiten: Einen gewichten Teil des Umsatzes machen die Hessen mittlerweile mit ihrer DM-Serie, die virtuelle 2.1 Systeme wie z.B. aktiver TV-Lautsprecher umfasst, und man kann diese Canton-Produkte auch gleich online bestellen. Also vieles neu bei den hessischen Klang-Experten, von denen wir den 449 EUR kostenden aktiven TV-Lautsprecher DM 55 mit 200 Watt Systemleistung im 2.1-Layout in diesem Testbericht unter die Lupe nehmen. Der DM 55 tritt die Nachfolge des 399 EUR kostenden DM 50 an, den wir im Herbst 2013 mit hervorragendem Ergebnis getestet haben. 50 EUR Mehrpreis demnach, an der Ausstattung hat sich aber nichts großartig verändert, zumindest den Daten nach. Wir hören später genau hin, ob sich der Mehrpreis vielleicht in einer weiter gesteigerten akustischen Leistungsfähigkeit niederspiegelt. 

Canton DM 55 Verarbeitung

Sehr hochwertige Materialanmutung, sehr gute Verarbeitungsqualität

Zunächst aber möchten wir lobend erwähnen, dass es das DM 55 System gleich in vier unterschiedlichen Ausführungen gibt: In schwarzem hochglänzendem Lack, in schwarzem matten Lack, in weißem und in silbernem Lack. Diese große Vielfalt an unterschiedlichen Farbgebungen bieten die Konkurrenten nicht. Unser System in hochglänzend schwarzem Lack sieht hervorragend aus, und auch aus Sicht der Detailverarbeitung können wir beim besten Willen keine Kritikpunkte finden, Die dicke obere Glasplatte ist perfekt im Hochglanzfinish lackiert, die exakt eingepassten schwarzen Seitenteile sind matt. Die Chassis des Lautsprecherteils, die sich vorn befinden, werden von einem ebenfalls präzise eingepassten Metallgitter geschützt. Im einzelnen handelt es sich nicht um simple Breitbänder wie bei vielen Konkurrenten, sondern um zwei 50 mm Mitteltöner und um zwei 19 mm Hochtöner mit Gewebekalotte. Die Ecken sind sorgfältig gerundet, was den hochwertigen Gesamteindruck weiter unterstützt.

Canton DM 55 Standfuss

Standfüße

Canton DM 55 Tieftoener

Zwei 100 mm Tieftöner

Canton DM 55 Unterseite

Unterseite komplett

Canton DM 55 Bassreflexoeffnung

Bassreflexöffnung hinten

Unter dem aktiven TV-Lautsprecher sind elegante silberne Füße, auch an solche Details denkt man bei Canton. Ebenfalls befinden sich die zwei 100 mm Basschassis auf der Unterseite. Dass der CM 55 TV-Lautsprecher ein vorn mittig platziertes Display hat, ist löblich, weniger brillant ist es um das Auflösungsvermögen bestellt.

Canton DM 55 Display

Display

Sehr gut sind die 40 kg maximale Traglast des massiven HDF (kein Schreibfehler)-Gehäuses. Oben liegt allerdings eine massive Glasplatte, was den gediegenen Eindruck weiter fördert. 5,3 kg wiegt der DM 55, er ist 54,5 cm breit, 6,8 cm hoch und exakt 30 cm tief. Sehr kompakte Abmessungen, die dafür sorgen, dass sich das formschöne Gerät bestens unterbringen lässt. Reichhaltig gestaltet sich der Lieferumfang. Neben dem DM 55 und der hochwertigen Fernbedienung sowie dem obligatorischen Netzkabel finden sich auch ein optisches Digitalkabel, ein koaxiales Digitalkabel sowie ein analoges Stereo-Audiokabel im Karton. Das ist als sehr großzügig zu bezeichnen. 

Canton DM 55 Fernbedienung

Die Fernbedienung setzt aus qualitativer Sicht Maßstäbe

Sehr gut gefällt uns die mitgelieferte Fernbedienung, die in hochwertiger Optik und massiver Verarbeitung Maßstäbe in dieser Produktkategorie setzt. Kaum ein Kontrahent kann hier etwas Vergleichbares bieten. 

Canton DM 55 Anschluesse Rueckseite

Anschlusssektion

Lückenhaft bestückt ist die Anschlusssektion. Es finden sich Bluetooth 3.0 inklusive aptX, ein analoger Cinch-Audioeingang, ein optischer Digitaleingang, ein koaxialer Digitaleingang sowie, praktischerweise, ein Pre-Out zum direkten, kabelgebundenen Anschluss eines aktiven Subwoofers. Nun zu unseren Kritikpunkten. Weder findet sich ein HDMI-Terminal (was eigentlich in dieser Preisklasse zu erwarten wäre), noch ein USB-Slot. Dieser erweist sich als praktisch, wenn man z.B. MP3-Titel von einem USB-Stick abspielen möchte. Bei der Technologie, die im Hause Canton vorhanden ist, wäre es auch wünschenswert, z.B. einen Slot für den Einschub eines Wireless-Moduls zu integrieren, dass man einen potentiellen Wireless-Aktivsubwoofer mit dem DM 55 Lautsprecher verbinden könnte. 

Wie sieht es mit den weiteren Features aus? Hier zu nennen wären die integrierte Bass- und Höhenregelung sowie der Dolby Digital-Decoder. Ein „echter“ DTS-Decoder ist nicht an Bord, lediglich DTS TruSurround für ein recht gutes virtuelles Surround-Erlebnis. Der Canton DM 55 verfügt über eine „Voice Funktion“ für besonders gut verständliche Stimmwiedergabe in Stereo und Surround. Mittels des „Hotel Mode“ kann man aufgrund der Rücksichtnahme bezüglich der Nachbarzimmer den maximalen Pegel eingrenzen. Canton baut dieses Merkmal nicht ohne Grund ein, denn auch für Hotels werden aktive TV-Lautsprecher, gerade in höheren Zimmerkategorien in 5-Sterne-Häusern, immer interessanter. Denn die einfache Installation – ein Kabel zum TV-Gerät, eines zur Steckdose – und auch das einfache Austauschen eines veralteten Systems sind wichtige Pluspunkte. Zwar ist in diesem Markt Bose mit dem TV Solo extrem stark, aber wir wünschen den „Cantonesen“ natürlich viel Glück, bei der Ausstattung von Hotels auch nachhaltig Fuß zu fassen. 

Wenden wir uns weiteren Ausstattungsmerkmalen zu. Aufgrund der Tatsache, dass die mitgelieferte Fernbedienung so ein Handschmeichler ist, ist es beinahe schon schade, dass man dank der IR-Lernfunktion den DM 55 Aktivlautsprecher auch mittels der TV-/Systemfernbedienung steuern kann. Mittels der IR-Löschfunktion kann man ungewollte Lernfunktionen schnell wieder verbannen. Lip-Sync für exakte Bild- und Sprachsynchronisierung fehlt ebenfalls nicht. Auch mit an Bord ist im Übrigen eine Ein- /Ausschaltautomatik. „Bluetooth Select“ wählt den BT-Eingang automatisch an. Für unterschiedliche Aufstellungsorte liefert Canton drei EQ-Presets mit. 

Klang

Einsatz des internen Dolby Digital Decoders. Alle aufgeführten Medien mit Dolby-Tonspur, die entsprechend wiedergegeben werden kann. Betriebsart „Virtual Surround“. 

Akustisch zieht der DM 55 Aktivlautsprecher alle Register. Wir testen ihn mit der Dolby Digital-Tonspur des Klassikers „Avatar“, gleich von Filmbeginn an. Hier notieren wir schon eine tolle Räumlichkeit bei der kurzen Kamerafahrt direkt am Anfang, die nur wenige Sekunden dauert. Dann wird Jake Sully aus dem langen Schlaf in seiner Kabine auf dem Langstreckenraumschiff auf. Seine Stimme wird überragend wiedergegeben, mit sauberer Staffelung und präziser Fokussierung. Die Geräusche der herausfahrenden Schlafkabinen und die Rufe der Mannschaft auf dem Raumschiff arbeitet der DM 55 gelungen und fließend ein. Der imposante Music Score, auch in den folgenden Sequenzen, kommt ausgezeichnet heraus. Hier deutet sich schon an, dass der DM 55 deutlich musikalischer aufspielt als die meisten, etwas emotionslos klingenden Konkurrenten. Auch, als das Kurzstreckenraumschiff Kurs auf die Basis auf Pandora nimmt, blamiert sich das DM 55 Aktivlautsprechersystem nicht. Kraftvoll und pegelfest bahnt es sich seinen Weg. Die maximal erzielbaren Pegel, durchaus „90“ laut Anzeige (wichtig: Bass auf „0“, Treble auf „0“ – sonst wird es des Guten zu viel und wir registrieren Verzerrungen) sind exzellent und werden von kaum einem preisgleichen Konkurrenten erreicht. Die Teufel Cinebase und der Nubert nuPro AS-250 schaffen ähnliche Lautstärken, kosten aber einiges mehr. Die virtuelle Surroundfunktion des DM 55 ist in jeder Beziehung erstklassig. Die generierte Räumlichkeit erscheint zum einen authentisch, zum anderen verteilt sie sich erstaunlich weitläufig. Es werden überdies dynamische Unterschiede auch aus räumlicher Sicht akkurat eingearbeitet. Die sehr angenehme, klare klangliche Auslegung spricht ebenfalls für den DM 55 Aktivlautsprecher. Im siebten Kapitel begibt sich Sully in Gestalt seines Avatars zu einem Ausflug mitten in den Dschungel von Avatar. Zusammen mit seinem Team wird der per Helikopter dort hingeflogen. Und der DM 55 zeigt anhand der Geräusche der Rotoren einmal mehr, was er kann: Ein realistisches, gut gestuftes akustisches Gesamterlebnis, auch bei kleineren Effekte, zu offerieren. Das hört man z.B., als vom Helikopter das Triebwerk herunter gefahren wird, oder anhand der Geräusche, die aus dem Dschungel von der fremdartigen Tierwelt zu den Ohren des Auditoriums dringen. Verblüffend ist erneut die gebotene Räumlichkeit. Man muss bedenken, dass es sich um ein rein auf pschoakustischen Effekten beruhendes virtuelles Surrounderlebnis handelt. Hat man dies im Hinterkopf, so ist bestechend, wie gelungen der DM 55 agiert.

Auch von Anfang an haben wir in „G.I. Joe – Die Abrechnung“ reingehört, um nachzuprüfen, ob der DM 55 auch bei diesem noch recht aktuellen Action-Movie für entsprechende Begeisterung sorgen kann. Bereits der bass- und effektstarke Auftakt begeistert, dann befindet man sich in Nordkorea, wo das G.I. Joe Team einen Überläufer befreien muss. Der spannungsgeladene Music Score wird sehr lebendig übertragen. Das Schmelzen des Metalls vom Gitterzaun mittels Spezialhandschuh wird mit feiner Auflösung dargestellt. Was der DM 55 im Bassbereich leistet, ist ausgezeichnet und setzt im Bereich der kompakten aktiven TV-Lautsprecher klar Maßstäbe. Auch das kurze Faustgefecht kommt mit entsprechendem Nachdruck heraus. Sehr gut gefällt uns, dass kleine Effekte und Geräusche, die sonst gern untergehen, vom DM 55 sorgfältig berücksichtigt werden. Mit tadelloser Impulstreue werden solche akustischen Details eingearbeitet. Die Atmosphäre im G.I Joe Camp wird vom Canton Aktivlautsprecher überragend abgebildet. Zuerst leise, mit vielen Dialogszenen, dann wird es laut, als das Lager im vierten Kapitel angegriffen wird -der DM 55 schafft das alles mit einer Souveränität, die man von aktiven TV-Lautsprechern sonst nicht kennt. Diese Nachdrücklichkeit, dieser Druck auch im Bassbereich – das ist exzellent für diese Produktkategorie. Der Tiefgang ist, setzt man ihn in Relation zu den Gehäuseabmessungen, brillant. Sicherlich, absolut gesehen geht viel mehr, aber wir reden hier von einem kompakten aktiven TV-Lautsprecher. Dieser gibt auch MP-Salven mit Struktur und Energie wieder, selbst bei enormem Pegel. Die paar G.I. Joe, die sich in den Brunnen retten, verursachen Geräusche im Wasser – das Plätschern wird mit erstaunlich differenzierter Auflösung wiedergegeben. Ebenso die im Hintergrund noch brennenden Reste des Camps, während sich der kleine Rest der Truppe über die nun zu treffenden Maßnahmen verständigt.

Nun wird es schwierig für Cantons DM 55 Aktivlautsprecher, denn wir hören den Titelsong „Prism Of Life“ von der gleichnamigen Ambra BD. Hier sind enorme Dynamik und intensive Räumlichkeit gefragt. Hätte uns der DM 55 nicht zuvor schon so überzeugt, hätten wir ihm diese komplexe Übung erst gar nicht aufgetragen. Und wir hatten Recht: Der DM 55 blamiert sich auch hier nicht. Die E-Gitarre und die Effektvielfalt kommen überragend heraus. Die Klavier-/Synthesizer-Klänge weisen eine erstaunliche Auflösung auf und lösen sich ausgezeichnet vom Gehäuse. Mit einem Pegel, den man schon ohne Übertreibung als „laut“ umschreiben kann, geht der DM 55 souverän um. Die Unterscheidung der einzelnen klanglichen Elemente fällt auch bei solchen Lautstärken nicht schwer. Immer wird nicht nur eine tadellose räumliche Weite, sondern auch eine sehr gute räumliche Tiefe geboten. Die unmittelbare Folge: Ein kompletter, umfassender Klang, an dem man nichts Wesentliches vermisst. Die Dynamikwechsel im Rhythmus werden mit der schon gewohnten hohen Impulstreue zur Geltung gebracht. 

Wie kommt der DM 55 mit „The Power Of Love“ in der Version von Celine Dion zurecht? Auch hier glänzt der Canton Aktivlautsprecher mit bereits bekannten Tugenden. Zunächst wird die Stimme Celines fokussiert, ohne dass die instrumentalen Anteile zu kurz kommen. Die Ausprägung vokaler Details ist ausgezeichnet. Die Räumlichkeit überzeugt ein weiteres Mal hinsichtlich Tiefe und Weite. Die gesamte Dynamik ist auf einem beachtlichen Niveau. Das Schlagzeug wirkt nicht fade und kraftlos, sondern lebendig und mit der entsprechenden Durchsetzungskraft versehen. Bilanzierend zeigt uns das virtuelle 2.1 System der Hessen auch bei diesem Titel, dass es universell einzusetzen ist, ganz gleich, ob Filmton oder Musikwiedergabe. Wäre nun noch ein DTS 5.1 Decoder an Bord – wir wären beinahe wunschlos glücklich.

Bluetooth-Zuspielung vom Smartphone, Betriebsart „Stereo“

Hörten wir bislang im virtuellen Surround-Modus, wechseln wir nun in die Stereo-Betriebsart und spielen vom Smartphone Duran Durans „A View To A Kill“ zu, Titelsong des 007-Films „Im Angesicht des Todes“. Mit Kraft und klarer vokaler Einarbeitung schreitet der DM 55 bei diesem Musikbeispiel munter voran. Lebendig und mit gut dosierter Räumlichkeit, werden auch bei der Stereowiedergabe deutlich höhere Ansprüche erfüllt als bei vielen Konkurrenten. Der Bass ist straff und hat Nachdruck, die Stimme klingt sogar in Ansätzen charismatisch. Ruhiger und sehr emotional geht es bei Shirley Basseys Titelsong zu „Moonraker – Steng Geheim“ zu. Und ein weiteres Mal schlägt der DM 55 zu. Wie akkurat Shirleys Stimme klingt, wie sauber die Trennung von den Instrumenten ist – all das beweist uns das Niveau des DM 55. Kleinere dynamische Differenzen innerhalb der Stimmwiedergabe arbeitet der aktive Lautsprecher zuverlässig heraus. Im Stereobetrieb kann man, ebenso wie bei der schon beschriebenen Blu-ray-Wiedergabe, auch durchaus laut hören, der Klang bleibt angenehm und in sich schlüssig. Andrea Bocellis „Perfidia“ schließt sich nahtlos an die beiden 007-Songs an: Wieder ist es erstaunlich, wie präzise die Stimmwiedergabe ist. Dass ein so kultivierter Gesamtauftritt, mit realistischem Bassfundament und gelungenen Übergängen zwischen Hoch- und Mitteltonbereich sowie zwischen Mittelton- und Bassbereich, bei einem aktiven TV-Lautsprecher möglich ist, verwundert uns sehr. 

Unterschiede zum DM 50

2013, vor gut zwei Jahren, haben wir den DM 50 getestet, mit hervorragendem Ergebnis. Die DM 55 kostet nun 50 EUR mehr. Klingt sie denn auch besser? Antwort: Ja – es wurde erfolgreiches Feintuning betrieben. Dieses fällt aber so aus, dass sich Besitzer des DM 50 nicht grämen müssen, nach wie vor ist der DM 50 ein ausgezeichneter aktiver TV-Lautsprecher. Hier die Vorzüge des DM 55 Lautsprechers:

  • Noch bessere Wiedergabe kleinerer Dynamikunterschiede
  • Etwas mehr Kontur im Bassbereich
  • Ausformung vokaler Details bei der Stimmwiedergabe verbessert
  • Räumliche Weite und Tiefe erscheint noch eine Idee authentischer

Was die Pegelfestigkeit angeht, war und ist die DM 50 schon überragend, hier konnte keine weitere Verbesserung erzielt werden, was aber auch nicht nötig war und ist. 

Konkurrenzvergleich
  • Nubert nuPro AS-250: Der Nubert Aktivlautsprecher ist ein reines Stereo-Board, das heißt, es gibt keinen virtuellen Surround-Algorithmus. Mit sauberer Verarbeitung und imposanten Abmessungen kommt das Speakerboard auf 585 EUR. Ein fairer Preis für einen ehrlichen, lebendigen Klang und sinnvolle Einstellmöglichkeiten. Nubert verbaut sogar einen USB-DAC, Bluetooth gibt es nicht serienmäßig, und eine HDMI-Beschaltung fehlt. Nur mittels optionalem HDMI-Konverter können digitale HDMI-Signale in analoge  umgewandelt werden, die dann per Stereo-Cinch ausgegeben werden in Richtung des Speakerboards. So ist es möglich, dass dank ARC-Support bei entsprechend kompatiblen TV-Modellen die Lautstärke des Speakerboards mittels der TV-Remote gesteuert werden kann. 
  • Teufel TV-Sounddeck Cinebase: 599 EUR kostet Teufels aktiver TV-Lautsprecher. Von der sonst üblichen Sonderpreispolitik verabschiedet sich Teufel hier, denn die Cinebase ist kein Schnäppchen – allerdings den Kaufpreis auf jeden Fall Wert. Pegelfest, mit toller Raumwirkung und sehr guten 280 Watt Systemleistung werden anspruchsvolle Leistungen erzielt. Auch HDMI-Beschaltung fehlt nicht. Die ausgezeichneten virtuellen Sonic Emotion Surround Programme sind ebenfalls erwähnenswert. Viel Technik und solide Verarbeitung für knapp 600 EUR. Entscheidend schlechter klingt die DM 55 nicht, die Ausstattung fällt aber schmäler aus. 
  • Kompakter Konkurrent gesucht? Bitte, hier ist der Quadral Magique XS Aktivlautsprecher für TV und Schreibtisch. Mit 349 EUR fair kalkuliert, eignet sich dieser sehr kompakte Lautsprecher für TVs und PC-Monitore zwischen 24 und 37 Zoll. Sehr gut verarbeitet und mit edler Optik, erweist sich der Hannoveraner „Aktivist“ als gelungene Bereicherung des Marktes. Wie bei den Konkurrenten (außer Nubert) fehlt Bluetooth nicht. Ein Dolby Digital Decoder fehlt auch nicht. Mit kultiviertem und klarem Klang kann Magique XS trotz des kleinen Gehäuses dienen. Viel Qualität und akustische Leistung zum schmalen Preis. 
  • Auch nicht gerade groß und somit sehr flexibel ist die Denon TV-Speaker Base DHT-T100. Auf diese beziehen sich unsere Ausführungen, bei Denon gibt es inzwischen die DHT-T110. Großartige Differenzen bestehen zwischen den beiden Denon Modellen aber nicht. Die Denon Alternative ist in jedem Fall für TVs bis 50 Zoll und bis 27 kg Gewicht geeignet und kommt hier nicht gegen den DM 55 an, der TVs bis 40 kg aufnimmt. Dolby Digital ist auch bei Denon mit an Bord. Es gibt keine separaten Subwoofer-Chassis, nur ein normales 2-Weg-System. Akustisch wird trotzdem ein recht kompletter Klang geboten. Bei der Pegelfestigkeit, der Dynamik, der Räumlichkeit und Klarheit ist der DM 55 Aktivlautsprecher überlegen. Dafür ist Denons DHT-T110 mit 299 EUR ein echtes Schnäppchen. Bluetooth ist an Bord, HDMI fehlt. Die Denon DSPs für verschiedene Einsatzzwecke sind sehr gut gelungen. 
Fazit

Canton DM 55 Front Seitlich

„Erbarmen, die Hessen kommen“ – dieses Sprichwort kennen viele, und der aktive TV-Lautsprecher DM 55 liefert auch gleich den nötigen Grund: Hier muss man wirklich aufpassen bei der Konkurrenz, denn dieser Lautsprecher hat es in sich. Mit kultiviertem und gleichzeitig dynamischem Klang, toller Räumlichkeit und hervorragender Pegelfestigkeit wartet er ebenso auf wie mit herausragender Verarbeitungs- und Materialqualität. Leider fehlen HDMI-Beschaltung und ein vollwertiger DTS-Decoder – aber das tut dem Maßstäbe setzenden Testergebnis keinen Abbruch. Wer ein klanglich extrem starkes, optisch sehr attraktives und solides TV-Sounddeck zum fairen Kaufpreis sucht, kann hier bedenkenlos zuschlagen – und sich täglich auf die Bedienung mittels der edlen mitgelieferten Fernbedienung freuen. 

Erstklassiger aktiver TV-Lautsprecher mit Premium-Finish und exzellenten klanglichen Eigenschaften
preisklassenreferenz
Aktive TV-Lautsprecher bis 500 EUR
Test Freitag, 13. November 2015

+ Pegelfestigkeit
+ Räumlichkeit in Weite und Tiefe
+ Grob- und Feindynamik
+ Basskraft
+ Stimmwiedergabe
+ Verarbeitung und Materialwahl

– Kein DTS-Decoder
– Kein HDMI

Test: Carsten Rampacher
Bilder: Sven Wunderlich
Datum: 13. November 2015

 




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