XXL-TEST: Magnat MC400 - kompakter Stereo-Netzwerk-Receiver mit flexiblen Wiedergabemöglichkeiten
Klangtestreihen

Jetzt möchten wir wissen, mit welchen klanglichen Eigenschaften der Magnat MC400 gesegnet ist. In zahlreichen Testreihen haben sich unsere Canton Townus 90 als kompetentes Ausgabeorgan erwiesen und auch beim Magnat MC400 verwenden wir diese gerne wieder. Als erste Wiedergabequelle haben wir uns für die DAB+ Wiedergabe entscheiden. Wir starten den Sender Radio Bob!, auf dem gerade die Bloodhound Gang "Foxtrot Uniform Charlie Kilo" zum besten gibt. Der dynamische Titel wird sehr gut abgebildet, mit dem nötigen Schwung und tadelloser Ausdruckskraft. Die Stimmfarbe erklingt so, wie wir sie von den Canton Lautsprechern kennen - also äußerst gelungen und natürlich. Sehr gut gefällt uns die Darstellung des Schlagzeugs. Auch die Tieftöner kommen auf ihre Kosten und wird tatkräftig vom MC400 mit Energie versorgt. Wichtig bei der DAB+ Wiedergabe ist, mindestens die im Lieferumfang befindliche Wurfantenne zu verwenden, um den bestmöglichen Klang und Empfang zu bekommen. Ohne Antenne geht nichts, verständlicherweise.
Wenden wir beim nächsten Klangbeispiel der Wiedergabe von Compact Disc zu. Wir haben uns für Foreigner mit ihrer Ballade "I Want To Know What Love Is" entschieden. Bis die Disc eingezogen, eingelesen und abspielbereit ist, vergehen knappe 8-9 Sekunden, wie wir erneut feststellen. Gleich zu Beginn des Titels müssen wir den Bassbereich etwas nach unten regeln, da dieser für unseren Geschmack doch etwas überladen wirkt. Uns gefällt die Darstellung der sehr speziellen Stimme ausgezeichnet Sie wird authentisch und mit klarer Kontur präsentiert, aber ohne dabei aggressiv zu wirken. Überragend ist auch die Tieftondarstellung, sie wirkt kraftvoll und homogen zugleich.
Weiter geht es mit der Wiedergabe mittels Spotify Connect und "Unholy" von Sam Smith feat. Kim Petras. Das Titel startet mit einem Chorgesang, der erstaunlich facettenreich und zugleich neutral abgebildet wird. Überrascht sind wir von der sehr räumlichen Wiedergabe. Die beiden Tieftöner der Canton Townus 90 werden ein weiteres Mal effektiv vom MC400 befeuert, und so freuen wir uns über den erstklassigen Bass, der trocken und präzise im Hörraum zur Geltung kommt.
Nun starten wir die Wiedergabe von "Follow" eingespielt von Kontra K, Sido und Leony. Der Titel strotz nur so von Facettenreichtum - Sprechgesang, normaler Gesang und harter Tieftonpassagen, deswegen verwenden wir den Song gerne. Die Stimmwiedergabe von Leony wirkt auf uns luftig, sie löst sich sehr gut vom Lautsprecher. Auch die anderen beiden Stimmcharaktere werden sehr gut dargestellt. Die langgezogenen und harten Tiefbasspassagen werden erneut trocken und exakt präsentiert.
Mit harten Gitarren und Drums geht es weiter. Metallica hat für 2023 und 2024 ein paar handverlesene Konzerte angekündigt, auf der sich der Tester eigentlich gefreut hatte. Mit Ticketpreisen von 330 EUR für einen Sitzplatz, ist dies aber unserer Meinung nach doch ein arg teurer Spaß. Aber egal, kommen wir wieder zum Test des Magnat MC400 zurück. Wir spielen dem Netzwerkreceiver Metallicas neue Single "Lux Æterna" zu, da dieser wieder die alte Schule von Metallica aufgreift und beweist, was harter Metal ist. Auch hier sind wir verblüfft, was uns die Kombi aus Canton und Magnat "um die Ohren haut". Der Titel beginnt mit ordentlich Drums von Lars Ulrich, die glaubwürdig und mit passenden Strukturen ertönen. Die harten Gitarrenriffs meistert unser Testkandidat ebenso tadellos, diese können aber teilweise auch mal aggressiv wirken. Das ist bei diesem sehr schnellen und harten Titel allerdings kein Wunder.
Abschließen möchten wir unsere Klangtestreihen mit "Blue On Black" von Five Finger Death Punch, Kenny Wayne Shepherd, Brantley Gilbert und Brian May. Auch hier kann uns die Kombo aus Magnat und Canton mit einer sehr breiten Palette an dargestellten Facetten überzeugen, gerade in Anbetracht der unterschiedlichen Stimmcharaktere. Treffend werden auch die verschiedene Gitarren wie z.B. Bass oder E-Gitarre ins akustische Gesamtgeschehen eingebunden, und konzentriert man sich, hört man die unterschiedlichen instrumentalen Charaktere überraschend gut heraus. Überzeugen kann uns ebenfalls der sehr klar strukturierte und harte Bassbereich, ohne auch bei gehobener Lautstärke überfordert zu wirken.
Konkurrenzvergleich

- Audiolab Omnia: Starten möchten wir unseren Konkurrenzvergleich mit dem Audiolab Omnia, den es in einer schwarzen oder silberfarbenen Variante gibt. Beide Farbvarianten sind im Handel für 1.799 EUR erhältlich. Die diskrete Class-AB-Endstufe des Omnia liefert 50 W pro Kanal an 8 Ohm. Der Omnia verfügt über einen integrierten Streaming-Player sowie einem klassischen CD-Laufwerk. Zudem sind ein präziser DAC, ein Kopfhörerverstärker sowie ein Vorverstärker ebenfalls an Board. Ein DAB+ Tuner sowie die Einbindung eines Plattenspielers sowie ein HDMI ARC Anschluss fehlen beim Audiolab Omnia. Bei den Klangtestreihen überzeugt der Omnia gerade bei Genres mit einem hohen Bassanteil und erwies sich als äußerst pegelfest.

- Cambridge Audio Evo 150: Wer auf konventionellen CD-Klang sowie DAB+ Wiedergabe verzichten kann, der kann alternativ zum sehr edlen und hochwertig wirkenden Eva 150 aus dem Hause Cambridge greifen. So offeriert das formschöne Device neben Spotify Connect, auch Apple AirPlay 2 und Roon-Kompatibilität. Ein TV-Gerät kann ebenfalls an den Stereo Verstärker mittels HDMI ARC angeschlossen werden. Mit einer Leistung von 2 x 150 Watt an 8 Ohm ist der Cambridge Audio Evo 150 potent genug, um es mit größeren Lautsprechern aufzunehmen. In den Klangtestreihen präsentiert sich der Evo 150 mit einer sehr homogen Wiedergabe, einem fein strukturierten Mitteltonbereich und einer sehr präzisen und druckvollen Basswiedergabe. Mit rund 2500 EUR Kaufpreis ist dieser aber auch deutlich teuerer als der Magnat MC400.
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Tags: All-In-One-System • Magnat • Netzwerk-CD-Receiver






