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XXL-TEST: Canton Smart GLE 3 - Preis- und Qualitätsattacke aus Hessen für 1.250 EUR Setpreis

Die Canton Smart GLE 3 sind aktive Regalboxen aus der Smart GLE Serie. Neben der Regalbox gibt es noch die Smart GLE 9 als ausgewachsene Standbox und der Smart GLE 5 kann dabei als Centerspeaker eingesetzt werden. In diesem Test möchten wir uns aber ausschließlich um die Smart GLE 3 widmen.

Die Smart GLE 3 sind derzeit für 1250 EUR/Paarpreis direkt in Onlineshop von Canton sowie im Fachhandel erhältlich. Als Farbvarianten halten die Lautsprecherspezialisten aus Weilrod einmal die weiße Ausführung (matt) bereit, so wie wir sie als Testmuster bekommen haben und, als zweite Variante, gibt es die Smart GLE 3 in Esche Vinyl/Dekor schwarz. Die kompakten Gehäuse sind foliert und die aufgesetzte Schallwand wurde lackiert. Weil wir gerade von "kompakt" sprechen, die Smart GLE haben folgende Abmessungen: Höhe 36 cm, Breite 19 cm und 28 cm Tiefe mit einem Stückgewicht von 7,5 kg. Somit passen die Lautsprecher eigentlich in fast jedes Wohn-/Esszimmer und können auch auf größeren Schreibtischen ihren Platz einnehmen.

Doch was macht die Smart Serie auch smart ? Wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei der Smart GLE Serie um Aktivlautsprecher. Somit gehören größere Verstärker-Aufbauten der Vergangenheit an, wenn man dies möchte. Im Inneren der Smart GLE 3 verrichten Class-D Verstärker ihre Arbeit und versorgen die Lautsprecher mit bis zu mit 350 Watt pro Lautsprecher. 

Die Smart GLE besitzen integrierte Decoder und können somit dieMehrkanaltonformate Dolby Digital DTS Digital Surround wiedergeben. Zudem können die Smart GLE 3 drahtlos mit Bluetooth, dank apt-X-Dekodierung in CD-Qualität, mit Audiosignalen versorgt werden und können somit die Lieblingstitel vom Smartphone wiedergeben. Überdies ist eine USB-Schnittstelle für den direkten Anschluss an einen PC vorhanden. Weitere Netzwerk-/Streaming-Optionen bringen die Canton Lautsprecher allerdings nicht mit.

Aufgesetzte Schallwand in lackierter Ausführung

Sauber foliertes Gehäuse

Hochtöner im Detail

Nimmt man die Lautsprecherabdeckung ab (nicht magnetisch haftend, Öffnungen sind aber gut verborgen in den Rändern der Chassis), wird der Blick frei auf die Lautsprecherchassis. So befinden sich an der Frontpartie der 25 Millimeter Alu-Mangan Hochtöner, der ein vorzügliches Abstrahlverhalten bieten soll. Der 180-mm messende Tiefmitteltöner mit Aluminiumchassis ist mit verlustarmen Wave-Sicken ausgerüstet.

Tiefmitteltöner im Detail

Das auf der Lautsprecher-Schallwand eingebaute Display informiert mit Laufschrift über gerade aktive Funktionen und Betriebszustände. Die Auflösung ist zu grob

Frontansicht mit Lautsprecherabdeckgitter

Rückseite des Lautsprecherabdeckgitter 

Die Lautsprecherabdeckungen sind aus Holz gefertigt und mit schwarzem Akustikstoff bezogen. Auf der Rückseite befinden sich vier Halter zum befestigen der Gitter an der Box. In der Schallwand sind aber keine störenden Löcher zu finden, sondern die Haltezapfen werden von den Umrandungen von Hoch- und Tiefmitteltöner aufgenommen. 

Haltezapfen der Lautsprecherabdeckungen


Bassreflexrohr auf der Rückseite

Da die Canton Smart GLE 3 nach dem 2-Wege-Bassreflexprinzip arbeiten, befindet sich auf der Rückseite ein schwarzes Bassreflexrohr, welches im oberen Teil der Rückseite angebracht wurde. Dadurch solle man die Boxen nicht direkt an die Wand stellen, sondern für mindestens 20 cm Abstand sorgen.

Rückseite der Smart GLE 3

Anschlußsektion der aktiven Lautsprecher

Da beide Lautsprecher als Master- und Slave-Speaker eingesetzt werden können, ist die Anschlußsektion an beiden Lautsprechern fast identisch (nur eine Box hat den USB-XMOS-Eingang). So befinden sich auf der Rückseite ein symmetrischer Analogausgang (XLR) für eine höchstmögliche störungsfreie Verbindung. Der analoge Line-Anschluss kann z.B. für Zuspielgeräte genutzt werden. Dank des optischen Digitaleingangs können die Smart GLE 3 problemlos mit einem TV verbunden werden. Der koaxiale Digitaleingang kann zum Beispiel zum Anschluss eines CD-Plaers verwendet werden. 

USB-Eingang mit XMOS Technologie

Im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung

Im Lieferumfang der Canton Smart GLE 3 befindet sich eine hochwertige Fernbedienung, die aus schwarzem Kunststoff gefertigt ist. Die Taster sind eingebettet in massiv wirkenden Platte, die mattiert ist. Die angenehm gummierten Bedienelemente weisen einen guten Druckpunkt auf und die Aktivlautsprecher setzten rasch unsere Befehle um. Natürlich möchten wir auch in diesem Test die Funktionen der Remote etwas genauer erläutern. Wir beginnen mit den Knöpfen links oben. Der erste Taster schaltet die Lautsprecher ein oder aus. Rechts daneben befindet sich der Taster für die Stummschaltung. Mittels der beiden Pfeiltasten können die Eingänge ausgewählt werden oder sich im Hauptmenü bewegt werden. Durch betätigen der OK Taste wird die nächste Menüebene gewechselt werden. Die Plus und Minus Taster sind für Lautstärkeregelung zuständig. Durch drücken der Play Mode Taste können verschiedene Klang-Modi ausgewählt werden. So stehen "Stereo" für eine Stereo Musik Wiedergabe sowie "Movie" für virtuellen Raumklang zur Verfügung. Weiterhin gibt es den Klang-Modi "Music" welcher sich für die Wiedergabe von Musik-Material eignet. Beim Betätigen des Sound-Knopfes kann man Anpassungen am Bass-, Mittelton- und Hochtonbereich vornehmen. Die M-Taste ist zum Aufrufen des Hauptmenüs der Lautsprecher da. Die Tasten 1-3 sind Speichertasten zum Abrufen von zuvor gespeicherten Einstellungen. Die darunter befindlichen Bedienelemente dienen zum Skippen zum vorherigen oder nächsten Titel, mittig befindet sich der Taster zum Starten bzw. Pausieren der Wiedergabe. Und am Ende der Fernbedienung befindet sich noch der Knopf für das Bluetooth Pairing. 

Menü

Da die Canton Smart GLE 3 über kein WLAN Modul oder LAN Anschluß verfügen, können diese nicht mit einer App gesteuert oder konfiguriert werden. Dafür besitzen die Lautsprecher aber über ein umfangreiches Systemmenü, welches wir ebenfalls erläutern möchten. Um ins Menü zu gelangen, muss die M-Taste auf der Fernbedienung betätigt werden. Um in die nächste Menüebene zu gelangen, wird die OK Taste betätigt. Um innerhalb der Menüebene zu navigieren, benötigt man die beiden Pfeiltasten. Um den Wert eines Parameters zu verändern, werden die Plus und Minus-Tasten für die Lautstärkeregelung mit eingebunden. 

Menüpunkte

SPS (Speaker Setup)
CHL - Channel Level: passt die Lautstärke pro Lautsprecher individuell an
DST - Distance: ist für die Einstellung des Hörabstand zuständig
VOI - Voice Funktio: verbessert die Sprachverständlichkeit bei Dialogen
EQ - Equalizer: optimale Anpassung an den Aufstellungsort
DRC - Dynamic Rang Control: Passt Lautstärkeunterschiede bei Filmen an

SYS (System Setup)
SLP - Sleep Timer: Einstellen der automatischen Abschaltung
IRL - Infrarot anlernen: Lernen von Infrarot-Befehlen von anderen Fernbedienungen
DIL - Direktwahl der Eingänge: Lernen von Infrarot-Befehlen zur direkten Eingangswahl
CLR - Infrarot Löschfunktion
STB - Einstellen des Standby Modus
SEL - Automatische Eingangswahl
INP - Konfiguration der Eingänge mit individuellen Namen
PHA - Einstellen der Phase eines Canton Wireless-Subwoofers
SSM - Subwoofer Stereo Mode: Einstellen der Subwoofer-Wiedergabe im Stereo-Modus
LIP - Lippensynchronität
VOL - Einstellen der maximalen Systemlautstärke
ASM - Analog Stereo Mode: Bei Verkabelung der Lautsprecher über Analog Line
SLC - Slave Connection: Funk oder Kabelübertragung zwischen den Lautsprechern
RES - System Reset

WIS (Wireless Setup)
WSP - Wiresless Speaker Pairing
BT - Bluetooth Menü mit Unterpunkten

INF (Geräte Informationen und Softewarestand)

Insgesamt überzeugt die Smart GLE 3 mit solider TRechnik und extrem kraftvollen Endstufen. Der ansonsten umfangreichen Anschlussbestückung fehlt ein HDMI-Slot. Die Verarbeitung ist prima, der Kaufpreis für das Gebotene erscheint uns fair. 

Frontansicht ohne Lautsprecherabdeckung

Klangtestreihen, Zuspielung über Bluetooth, "Music DSP"

Wir beginnen unsere Klangtestreihen mit Within Temptation mit dem Titel "All I Need". Die Smart GLE 3 bieten sofort ein sehr großes und räumliches Bühnenbild, zudem wirkt die Gitarre sehr detailreich. Auch die Stimmfarbe von Sharon den Adel treffen die Canton Lautsprecher auf den Punkt. Der Mitteltonbereich wird sehr facettenreich abgezeichnet, und der Tiefgang ist überraschend ausgeprägt - allzeit steht ein nachdrückloches Fundament bereit. Den relativ langsamen Titel geben die Smart GLE 3 mit einer erstaunlichen Intensität wieder, zudem tonal äußerst angenehm, auch bei höherem Pegel. Wir sind gespannt, was die Smart GLE 3 bei schnelleren Titeln abliefern. Dazu gleich aber mehr.

Erst einmal bleiben wir bei der etwas lansameren Gangart und wechseln zu "Shallow" von Bradley Coopers und Lady Gaga. Die akustische Gitarre von Bradley ertönt mit ausgezeichnetem Feingefühl, und seine Stimme wirkt aufgeräumt und authentisch. Als dann Lady Gagas Part startet, zeigen sich Canton Lautsprecher von der erneuten Hürde unbeeindruckt - auch, als sie richtig loslegt und ein deutlicher Dynamiksprung wahrzunehmen ist, agieren die Smart GLE 3 impulstreu und die Endstufen stellen sofort die erforderlichen Reserven bereit. Die hessischen Aktivlautsprecher glänzen während des gesamten Songs mit einer facettenreichen Wiedergabe und der Tiefgang überzeugt uns ein weiteres Mal. Auch bei diesem begeistern die Smart GLE 3 mit einer großen Räumlichkeit und spielen sehr luftig auf. Das Musik-DSP ist eine hervorragende Wahl, räumliche Weite, Klarheit und einn solides Fundament treffen hier aufeinander. Wir würden diese Betriebsart dem reinen Stereo-Modus vorziehen.

Als letzten, eher langsamen Titel wählen wir den Klassiker "Caruso", dargeboten von Startenor Jonas Kaufmann. Eine Kost, die man am besten richtig teuren Schallwandlern anbietet, die dann mit Glanz, Liebe zum Detail und einer hervorragenden Konturierung punkten können. 1.250 EUR für die Smart GLE 3 hören sich eher nach "Dienst nach Vorschrift" an. Wir täuschen uns komplett - mit feinen Konturen und einer tonal überraschend reinen Wiedergabe präsentieren die Lautsprecher aus dem Taunus die Stimme von Jonas. Auch die sich klar davon abgrenzenden Instrumente wirken wie aus einem Guss, aber trotzdem in sich fein differenziert. Für diese Preisklasse eine weit überdurchschnittliche Leistung. 

Wir wechseln das Genre und starten die Wiedergabe von "The Business" vom Star-DJ Tiesto. Hier zeigen die Canton Lautsprecher auf, was sie können, wenn Härte im Bassbereich und Weitläufigkeit bei der Wiedergabe akustischer Effekte gefragt sind. Der Hochtonbereich wird sehr sauber abgezeichnet, auch bei 80 Prozent des maximalen Pegels, und klingt dabei sehr angenehm. Aber als der äußerst harte Bass einsetzt, sind wir verblüfft, wie die die Smart GLE 3 hier schon bei mittleren Lautstärkepegeln anschieben. Dabei wirkt die Basskraft zu keinster Zeit schwammig oder unpräzise. Der 180mm Aluminium Tiefmitteltöner liefert einen Bassdruck ab, was manchen Standlautsprecher ebenwürdig ist - und die 350 Watt-Endstufen sind in der Lage, allzeit genug Energie bereitzustellen. 

Es folgt "Zombie Nation" von Claudinho Brasil & Red Sun. Hier holen die doch relativ kompakten Smart GLE 3 schlichtweg mehr als 90 Prozent von dem heraus, was im durchaus fiesen und schwierig wiederzugebenden Bassbereich steckt. 90 Prozent sind für eine Regalbox dieser Größe schlichtweg sensationell. Wie hart der Kickbass in den Raum geprügelt wird, könnte etwas sensible Naturen definitiv erschrecken. Bei allen Breaks und den damit verbundenen Dynamikwechseln gehen die Canton impulstreu mit und stellen auch bei hohem Grundpegel immer Leistung satt bereit. Das Musik-DSP schafft wieder einen großen, zugleich glaubwürdigen virtuellen Raum, in dem sich praktisch jeder Effekt genau am richtigen Platz. 

Um das Verhalten bei schrägen Crossover-Tracks zu überprüfen, starten wir die Wiedergabe von "Firestarter" von The Prodigy. Auch hier zeigen sich die Smart GLE 3 recht unbeeindruckt von der dynamisch ungleichmäßigen, progressiven Wiedergabe. Die enorm harten Bässe werden auf den Punkt in den Hörraum abgegeben und sind dabei staubtrocken und wuchtig zugleich. Vokale Anteile werden auch bei großem Pegel exzellent vom akustischen Rest getrennt.  

Klangtestreihen, Zuspielung über optisches Digitalkabel, Material von Blu-ray

Herbert Grönemeyer, Mensch, Stereo PCM, DSP "Music": Mit einer tollen Kontrolle auch bei deutlich gehobenem Pegel kann uns die Smart GLE 3 hier überzeugen. Man sollte den kompakten Lautsprecher unserer Meinung nach nicht zu niedrig aufbauen - etwa auf Ohrhöhe entfaltet er sein akustisches Aroma am besten. Die geschmeidig antretenden Endstufen beherrschen jede Gangart, vom schnellen Ansprechen bei kleinen Impulsen bis zu mächtiger Dynamik dann, wenn es gefordert ist. Herberts Stimme ertönt mit Charisma, erstaunlich facettenreich und enorm klar. Bedenkt man den fairen Kaufpreis des gesamten Systems, so kann man zurecht begeistert sein. Das gilt ebenfalls für die lebendige Wiedergabe des Klaviers, hier hervorzuheben ist die außergewöhnlich gute Feindynamik. Schade nur, dass es keinen HDMI-Anschluss direkt an den Smart GLE 3 gibt. Das "Music" DSP ist nahezu perfekt abgestimmt: Mehr Weite als beim normalen Stereobetrieb, ebenso mehr räumliche Tiefe - und das Ganze ohne nennenswerten Präzisionsverlust. 

James Bond 007, Ein Quantum Trost, ab Filmbeginn, DTS 5.1: Der langsame, bedrohliche Aufbau direkt am Anfang gelingt den Canton Smart CLE 3 im Movie DSP-Modus ausgezeichnet, was zeigt, dass man im Movie-Mode durchaus auch Musikalisches hören kann. Dann folgt ein enormer Dynamiksprung - souverän von den 350 Watt-Endstufen in Szene gesetzt: Man ist inmitten einer erbitterten Verfolgungsjagd rund um den Gardasee. Die Schüsse aus den Automatikwaffen der Gangster haben Substanz und Wucht, was die Pegelfestigkeit angeht, erfüllt das Canton-System höchste Ansprüche: Man wähnt sich, auch aufgrund des exzellent abgestimmten DSPs für virtuellen Surround, wirklich inmitten des Geschehens. Mit der Klanggewalt der Smart GLE 3 können Soundbar-Systeme kaum mithalten, All-In.-One-Systeme sowieso kaum (nur "Riesen" wie eine nuPro AS-7500 sind hier in der gleichen Liga), aber auch Soundbars mit separatem Subwoofer haben oft keinerlei Chance. Es ist beeindruckend, wie basskräftig die GLE sind: Klar, ganz unten im Frequenzkeller geht bei den spektakulären Autounfällen noch mehr, aber für einen lebhaften Filmabend reicht das bestens aus, was die hessischen "Aktivisten" zur Verfügung stellen. Auch die ruhigere Sequenz, als Bond mit seiner Geisel in Siena eintrifft, geben die Smart GLE 3 mit einer dichten, authentischen Räumlichkeit wieder. 

Stirb Langsam 4.0, DTS-HD 5.1, Eindringen der Gangster in die Wohnung von Matthew Farrell: Wiederum schaffen es die Smart GLE 3, eine dichte Atmosphöre aufzubauen. Dann nehmen die Schergen Gabriels die Wohnung des Hackers Matthew Farrell ins Visiert: Die Schärfe in den fliegenden Geschossen bringen die Canton Aktivlautsprecher hervorragend zum Ausdruck. Das erneut eingesetzte Movie DSP-Programm schafft in Weite und Tiefe viel Räumlichkeit. Als der Feuerlöscher explodiert, verwundert es uns, wie umfassend und gelassen dieser große Effekt zum Ausdruck gebracht wird. Kein Anschlagen der Membran, was wir hier erwartet hätten, kaum Verzerrungen auch bei 80 Prozent maximalem Pegel: Die Smart GLE 3 beweist Standfestigkeit auf höchstem Level. Die Ortung der verschiedenen akustischen Ebenen, auf denen wiederum die einzelnen Effekte angesiedelt sind, ist überragend gut. Der immer kontzrollierte Klang, nie zu spitz, aber auch nie zu dumpf, ist eine weitere Trumpfkarte der aktiven Regalbox. 

Konkurrenzvergleich

Nubert nuPro X-4000RC, Stückpreis 895 EUR, Paarpreis somit 1.790 EUR: Schon jetzt legendär sind die nuPro X-4000RC, die mit außergewöhnlicher Pegelfestigkeit, toller Auflösung und dem genialen Einmesssystem X-Room Calibration für den Bassbereich aufwarten können. Zwei nuPro X-4000RC sind aber deutlich teurer als das Canton Smart GLE-Set. Und Hand aufs Herz: Extrem leistungsfähig sind die Boxen aus Hessen ebenfalls, bei sehr hohen Pegeln ziehen sie sogar davon. 350 Watt pro Lautsprecher sind eine Ansage, die harmonische, zugleich lebendige Gesamtauslegung beeindruckt. Die überragenden Musik- und Filmton-DSPs für virtuellen Surround-Klang sind von Canton vorzüglich abgestimmt. Einen Dolby Digital/DTS-Decoder haben nur die Cantons, zudem kann man sie sehr einfach in ein komplettes Smart-Mehrkanalsetup einbinden. Canton selbst hat für Setups, die größer sind als 4.0, auch Vorstufen und AV-Vollverstärker als Ergänzung im Programm. Für die nuPro X-4000RC sprechen das deutlich bessere Display, die moderner auftretende Fernbedienung und die schickere Optik mit Unibody-Gehäuse im edlen Schleiflack-Layout. 

Teufel Stereo M: Die ultraflexiblen großen Regallautsprecher sind für unter 1.000 EUR zu haben - warum sind sie so vielseitig? Ganz einfach, weil ein Raumfeld-Streaming-Modul für einen hohen Zusatz-Unterhaltungswert sorgt. Optisch konsequent im Bauhaus-Stil gehalten, gefallen uns die Berliner Boxen ausgesprochen gut. Allerdings ist der Aufbau einfacher, was bei dem Kaufpreis auch nicht verwunderlich ist: Die gesamte Elektronik sitzt in der Master-Box, ein normales Lautsprecherkabel führt zur Slave-Box. Klanglich sind sie wirklich gut, spielen angenehm und rund auf. Die Smart GLE 3 ziehen aufgrund der sehr deutlich höheren Leistung aber bei höheren Pegeln souverän davon. DTS/Dolby Digital-Decoder haben die Stereo M nicht, ebenso wenig kann man sie in einem Mehrkanal-Setup verwenden. Dafür fehlen den Smart GLE 3 serienmäßige Streaming-Fähigkeiten. 

Canton Smart Vento 3: Das dürfte für die Hessen ein echtes Problem werden: Klar sieht die Smart Vento 3, 2.300 EUR pro Paar kostend, edler aus, das Finish ist eine ganze Klasse nobler, geschliffener. Hinzu kommt ein besonders hochwertiger Hochtöner. Aber reicht das, um den immensen Mehrpreis zu rechtfertigen? Unserer Meinung nach nicht. Die Smart GLE ist schlichtweg das deutlich bessere Angebot, wer maximale Leistung zum minmalen Preis erleben möchte, kauft die Smart GLE 3 - keine Schwächen, volle Performance. Denn die komplette Einbindung in die Canton Smart World, die 350 Watt Endstufen und die genialenn virtuellen Surround-Modi hat die Smart GLE 3 ebenso wie die Smart Vento 3. 

Fazit

Die Canton Smart GLE 3 schaffen das eigentlich Unmögliche, gerade für recht preiswerte aktive Boxen: Wir küren sie zu den besten Aktivlautsprechern, die wir bislang getestet haben. Natürlich können wir diesen Satz so nicht stehen lassen, so haben wir schon sündhaft teure, exorbitant gute aktive Lautsprecher in unserer Redaktion gehabt. Darum ist zu einem beträchtlichen Anteil auch der sensationelle Kaufpreis von gerade einmal 1.250 EUR zu nennen. Die Smart GLE 3 spielt so überwältigend auf, dass doppelt so teure aktive Lautsprecher - auch aus eigenem Hause - den Mehrpreis nicht Wert sind. Harte Kickbässe, schier unglaubliche Maximalpegel, eine exzellente Räumlichkeit, perfekt abgestimmte DSPs für Musik und Filmton: Besser geht es nicht mehr. Auch dann, wenn man lediglich zwei Lautsprecher verwendet und nicht, was auch möglich ist, ein 4.0 Set z.B. aus zwei Paaren Smart GLE 3 einsetzt, entsteht ein dichter räumlicher Eindruck. Die Optik ist klassisch und somit eher für konservative Anwender geeignet - unattraktiv ist die Smart GLE 3 aber bestimmt nicht. Das Gehäuse-Layout mit angesetzter Schallwand ist etwas oldschool, gut, aber das als großen Nachteil aufzuführen, wäre unangemessen. Das Display, das zu grob auflöst, haben wir schon bei anderen Smart-Lautsprechern kritisiert. Der Anschlusssektion fehlt ein HDMI-Slot. Trotz dieser Defizite: Für 1.250 EUR Kaufpreis sprengen die Smart GLE gerade akustisch komplett jeden Rahmen: Zwei bärenstarke, untereinander kabellos kommunizierende Regallautsprecher mit Dolby Digital- und DTS-Decodern, kompatibel zu allen anderen Smart-Produkten von Canton (so könnte man auch ein 4.0 Set mit 2 x der Smart Soundbox 3 hinten aufbauen, das wäre eine günstige Alternative), zudem prima verarbeitet - da hat die Konkurrenz das Nachsehen.

Unter Berücksichtigung des exzellenten Preis-/Leistungsverhältnisses ist die Canton Smart GLE 3 die beste Aktivbox, die wir bislang getestet haben

Aktivlautsprecher 
Test vom 02. März 2021

 

Test und Bilder: Carsten Rampacher
Datum: 02. März 2021

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