XXL-TEST: Bang & Olufsen BEOSOUND A1 2. Generation - höchste Materialgüte trifft auf kultivierten & kräftigen Sound
Klangtestreihen
In diesem Abschnitt unseres Testberichtes möchten wir nun auf die klanglichen Eigenschaften des B&O BEOSOUND A1 eingehen. Da sich das Datenblatt sehr vielversprechend liest, sind wir gespannt, was uns der kompakte Speaker an klanglicher Expertise anbieten kann. Wir beginnen unsere Klangbeispiele mit der integrierten Freisprecheinrichtung. Wir verstehen den Angerufen mit einer glasklaren Qualität, wie wir sie bei einem Bluetooth-Lautsprecher dieser Preisklasse bislang noch nicht wahrnehmen durften. Die Stimmfarbe wird nicht verfälscht und auch ein störendes Rauschen können wir nicht wahrnehmen. Wir werden ebenfalls vom Angerufenen sehr gut verstanden, aber mit deutlichen Hall. Das führt zu einem Punktabzug.
Nun starten wir mit unseren Musik Klangbeispielen und wir wählen in der B&O App die EQ-Klangkurve "Optimal" aus. Als ersten Titel haben wir uns für "Creepin" von Metro Boomin, The Weeknd & 21 Savage entschieden. Wir verwenden diesen Titel sehr gerne, da er ein breites Spektrum aus RnB- und Pop-Vibes bietet. Los geht der Titel mit einem Chorgesang, den der BEOSOUND A1 natürlich und mit einer erstaunlichen Detaillierung darstellen kann. Als die Vocals im Titel beginnen, präsentiert der B&O Speaker eine sehr luftige und feinfühlige Stimme, ohne dabei aggressiv zu wirken. Die Synthesizer-Effekte wirken klar und harmonisch und gehen in der Gesamtwiedergabe nicht unter. Die Rap-Passagen von 21 Savage werden ebenfalls glaubwürdig dargestellt. Die langgezogenen Tieftonpassagen meistert der kompakte Lautsprecher ebenfalls hervorragend. Die kräftigen Class D-Endstufen ermöglichen eine überraschend komplette, kultivierte Wiedergabe.
Weiter geht es mit Audioslave und "Show Me How to Live". Der Titel beginnt mit einem Gitarrenriff sowie Drums. Beides bildet der kompakte Speaker realistisch ab und bietet in Anbetracht der geringen Baugröße eine satte Basswiedergabe. Die Stimme des leider bereits verstorbenen Chris Cornell ertönt plastisch, der Speaker kommt insgesamt mit den verschiedenen Stimmfacetten prima zurecht. Mal wirkt die Stimme von Chris sehr tief und dann geht diese über zu einer Art Schreigesang. Erwähnenswert ist ebenfalls der sehr gute Raumklang und die Unabhängigkeit der akustischen Ausprägung von der aktuellen Position des Zuhörers im Raum.
Als nächstes Klangbeispiel haben wir uns "Back To You" von Lost Frequencies, Elley Duhé und X Ambassadors uns ausgesucht. Der leichte Gesang sowie das verwendete Klavier, zu Beginn des Titels, werden lebendig und mit der nötigen Portion Gefühl in unsere Hörumgebung abgegeben. Elleys doch sehr hoch angesiedelte Stimmfarbe kann der B&O Lautsprecher gekonnt umsetzen. Als dann Sam Harris mit in den vokalen Teil einsteigt, verwundert uns der Speaker mit einer sauber ausbalancierten vokalen Präsenz und einer tollen Räumlichkeit. "Verwundert" sind wir, weil wir eine so komplette Präsentation nicht erwartet hätten. Insgesamt werden beeide Stimmcharaktere gut detailliert und mit tadellosem Wiedererkennungswert präsentiert. Der tieffrequente Bereich wird aber vom BEOSOUND A1 ebenfalls nicht vernachlässigt. Natürlich darf man hier kein Bassmonster erwarten, was aufgrund der Baugröße nicht möglich ist, aber dennoch präsentiert uns der kompakte Speaker einen durchaus kräftigen und zudem präzise-trockenen Bass. Die große Stärken des B&O Speaker liegen unserer Meinung nach nicht im Volllastbetrieb, sondern eher im mittleren Lautstärkesegment.
Abschließen möchten wir unsere Klangtestreihen mit einer Akustik- und Live-Version von "Because of You" von Kelly Clarkson. Der Titel beginnt mit einem Klavier, welches der BEOSOUND A1 facettenreich umsetzten kann, vor allem, wenn man bedenkt, dass es sich um einen kompakten Bluetooth-Lautsprecher handelt. Auch als Kelly mit ihren unverwechselbaren Stimme einsetzt, sind wir gefesselt, von der vielschichtigen und gefühlvollen Darbietung. Die Stimme wird in ihrem breiten Spektrum gelungen vom Lautsprecher umgesetzt, ohne dabei das begleitende Klavier zu vernachlässigen. Trotz aller Begeisterung ersetzt der kleine B&O-Speaker natürlich kein hochwertiges HiFi-System, selbst in kleineren Räumen nicht. Es ist aber beeindruckend, wie klanglich ausgefuchst ein mobiler, flexibler kleiner Aktivlautsprecher agieren kann.
Konkurrenzvergleich

- Yamaha WS-B1A: Wir beginnen unseren Konkurrenzvergleich mit dem neuesten Yamaha Bluetooth-Speaker, dem WS-B1A. Er ist für einen Kaufpreis von 119 EUR im Handel erhältlich. Dem Käufer stehen neben der klassischen schwarzen Farbvariante noch die Variante Carbongrau, mit Akzenten in Roségold und die Variante Hellgrau, ebenfalls mit Akzenten in Roségold zur Disposition. Durch die sehr kompakten Abmessungen von 105 mm Höhe, 88 mm Breite sowie 88 mm Tiefe findet der Bluetooth-Lautsprecher ebenfalls in jedem Rucksack oder auch in der Badetasche sein Plätzchen. Der integrierte Akku garantiert Wiedergabezeiten von bis zu 12 Stunden, ein guter, aber kein überdurchschnittlicher Wert. In den Klangtestreihen überzeugte der Bluetooth-Lautsprecher mit einem tadellosen Hochtonbereich sowie mit einer sehr facettenreichen Stimmwiedergabe. Die beiden Passivradiatoren unterstützen bei morderaten Pegeln einen soliden Bassbereich. Über eine Freisprecheinrichtung verfügt der Speaker aus dem Hause Yamaha nicht. Der B&O kann aber bei der Wiedergabe nochmals eine Schippe drauflegen und verfügt zudem eine Freisprecheinrichtung

- Ultimate Ears Wonderboom 2: Für knapp 100 EUR ist der Ultimate Ears Wonderboom 2 im Handel in unterschiedlichen Farben erhältlich. Der kompakte BT-Speaker besitzt ebenfalls eine IP67 Zertifizierung und zeigt sich daher als effektiv vor Umwelteinflüssen geschützt. Das Design des Wonderboom 2 präsentiert sich zeitlos und wirkt dennoch frisch und modern. Der B&O punktet aber mit höchster Materialqualität und ist kein reiner Kunststoff-Lautsprecher. Mit bis zu 13 Stunden Wiedergabezeit liefert der Wonderboom 2 solide Werte, aber keine Bestleistungen. Akustisch abgeholt hat uns der 360° Sound, der ein sehr breites und auch verhältnismäßig dichtes Klangbild bereitstellt. Zudem liefert der Wonderboom 2 eine außerordentlich gute Stimmwiedergabe. Teilweise wirkte der Bluetooth Speaker in unseren Klangtestreihen etwas überfordert, wenn man mit etwas höherem Pegel gerade schnellere Titel hörte.

- LG XBOOM360 DX03 Abschließen möchten wir unseren Konkurrenzvergleich mit dem XBOOM360 DX03 von LG Electronics - ein sehr deutlich größerer Speaker kann durchaus auch eine Option sein, wenn die kompakten Abmessungen nicht ganz so wichtig sind. Das LG-Modell ist für 299 EUR im Handel zu haben und somit in der gleichen Preisklasse wie der B&O Lautsprecher angesiedelt. Der LG Speaker ist transportabel, aber natürlich nicht so kompakt, wie der BEOSOUND A1. Der DX03 macht im heimischen Wohnzimmer auf einem Sideboard ebenso eine gute Figur wie auf der Terrasse oder auf dem Grillplatz. Der integrierte Hochleistungsakku mit 3.900 mAh Kapazität ermöglicht Wiedergabezeiten von bis zu 24 Stunden. Ein komplett leerer Akku ist in 5 Stunden wieder voll aufgeladen. Unser Meinung nach dauert der Ladevorgang etwas zu lange. Über eine Powerbank-Funktion, um etwa das Smartdevice zu laden, verfügt der XBOOM Lautsprecher nicht. Neben der Bluetooth 5.1 Konnektivität verfügt der Lautsprecher über eine 360° Soundcharakteristik, die eine intensive Räumlichkeit garantiert und dafür sorgt, dass man praktisch an jedem Punkt im Raum die identische Klangqualität wahrnehmen kann. Aufgrund der Baugröße und des Gehäusevolumen garantiert der LG Speaker eine deutlich kräftigere Gesamtwiedergabe.
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Tags: B&O • Bang & Olufsen • Beosound A1 • Bluetooth • Bluetooth-Lautsprecher







